Wachkoma-Patient erhält 220.000 Euro Schmerzensgeld

ESSEN - Das Landgericht Essen hat am Dienstag einem Wachkoma-Patienten 220 000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Der heute 22-jährige Mann aus Gladbeck war im Mai 2011 am Rande eines Stadtfestes von einem Kontrahenten mit einem Faustschlag attackiert worden.

Bei dem anschließenden Sturz hatte er so schwere Hirnverletzungen erlitten, dass er nach Ansicht der Ärzte wohl nie wieder das Bewusstsein erlangen wird. In einem Strafprozess war der Schläger bereits zu einem Jahr Jugendhaft auf Bewährung verurteilt worden. Ob er jemals in der Lage sein wird, das Schmerzensgeld zu bezahlen, steht nach Ansicht des Richters "völlig in den Sternen".

Die Familie des Koma-Patienten hätte sich eine noch höhere Schmerzensgeld-Summe gewünscht. "Das wäre ein gutes Symbol gewesen", sagte der Bruder am Rande des Prozesses. Nach seinen Angaben kostet die Unterbringung des 22-Jährigen in einem Pflegeheim monatlich rund 7000 Euro. "Sein Leben ist zerstört", sagte der Bruder. - lnw

Quelle: wa.de

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