Junge Frau aus Wickede (17) schwerstverletzt, Fahrer aus Menden (19) nur leicht

Leitplanke der B7 mutiert zum Katapult: Hohes Tempo vermutet - Zeugen gesucht

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Der Renault blieb auf dem Dach liegen.

[Update 9.47 Uhr] Menden/Wickede - Nach dem spektakulären Unfall auf der B7 zwischen Menden und Wickede von Mittwochabend, bei dem die Leitplanke der B7 förmlich zum Katapult mutiert war, sucht die Polizei dringend Zeugen, die Hinweise auf die mutmaßliche Geschwindigkeit des Renault Twingo geben können, der in Fahrtrichtung Wickede unterwegs war. Das Auto war an der Leitplanke "abgehoben" und 16 Meter weit durch die Luft geflogen, sich dann mehrfach überschlagen.

Eine Jugendliche (17) aus Wickede, die als Beifahrerin im Twingo saß, hatte schwerste Verletzungen erlitten und war mit einem Rettungshubschrauber aus Bochum in eine Spezialklinik nach Dortmund geflogen worden. Lebensgefahr bestand zu keinem Zeitpunkt.

Der Unfallfahrer (19) aus Menden war indes nur leicht verletzt und mit eine Rettungswagen ins Mendener Krankenhaus gebracht worden.

"Wir suchen nach Zeugen, die Hinweise darauf geben können, wie schnell der Twingo augenscheinlich unterwegs war. Die Ermittlungen des Verkehrskommissariates dauern an", sagte Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski.

Das Unfallfahrzeug, das zu einem Mendener Autoverwerter gebracht worden war, soll noch detailliert in Augenschein genommen werden. Ein Unfallgutachten wurde bislang nicht in Auftrag gegeben.

Der Sachschaden wird auf 13.000 Euro geschätzt. Zeugen, die etwas zum Unfallhergang unweit der Einmündungen Dentern und damit kurz vor dem "Blitzer" in Brockhausen sagen können, werden gebeten, sich auf der Polizeiwache in Menden zu melden (Telefon: 02373/90990).

Gegen 18.14 Uhr war der 19 Jahre alter Mendener mit seinem Renault Twingo auf der B7 in Richtung Wickede ausgangs einer Linkskurve nach dem Gefälle auf dem Schwitterberg und der Einmündung Dentern nach links von der Fahrbahn abgekommen.

Laut Polizeiangaben schoss er durch den Gegenverkehr und geriet auf die Leitplanke: "Von dieser wurde das Auto in die Höhe geschleudert. Es flog 16 Meter weit und prallte auf einen Acker, überschlug sich mehrfach und blieb 40 Meter weiter auf dem Dach liegen", schilderte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis am Mittwochabend den dramatischen Unfallhergang.

Jugendliche muss von Feuerwehr befreit werden

Die junge Beifahrerin hatte sich aufgrund ihrer schweren Verletzungen nicht aus eigener Kraft aus dem Auto befreien können, war aber entgegen erster Meldungen nicht eingeklemmt worden.

"Da das Fahrzeug stark deformiert war und auf dem Dach zum liegen kam, entschieden sich die Kameraden vor Ort, die Hecköffnung des Fahrzeuges zu vergrößern und dann mittels eines Spine-Boards eine patientenschonende Rettung durchführen zu können", erklärte die Feuerwehr.

B7 für etwa zwei Stunden voll gesperrt

Die Bundesstraße musste bis 20 Uhr wegen der Rettungs-, Aufräumarbeiten und Unfallaufnahmen komplett gesperrt werden. 

Die Feuerwehr Menden war mit 40 Kräften im Einsatz. Unterstützung war aus Unna und Hemer gekommen, dazu die Löschgruppen Bösperde und Schwitten.

Quelle: wa.de

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