Zu viel Nitrat im Grundwasser in NRW

+
Ist die Landwirtschaft schuld an den hohen Nitratbelastungen?

ESSEN - Nach einer aktuellen Bestandsanalyse des Landesumweltamtes sind laut einem Zeitungsbericht NRW-weit 40 Prozent der Grundwasserkörper in einem nur mäßigen oder gar schlechten chemischen Zustand.

Grund seien hohe Nitratbelastungen. Als Verursacher gelte die Landwirtschaft, berichtet die "Neue Ruhr Zeitung"/"Neue Rhein Zeitung". Die Analyse ist Teil des NRW-Umweltberichts für die Jahre 2009 bis 2013, den Minister Johannes Remmel (Grüne) Mitte November vorstellen will.

Im menschlichen Körper kann sich Nitrat zu Nitrosaminen umwandeln. Diese stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Nitratbelastetes Grundwasser muss deshalb aufbereitet werden, ehe es gefahrlos für die Trinkwasserversorgung verwandt werden kann. Das erfordert technischen Aufwand und ist teuer.

Nach NRZ-Informationen prüft das Umweltministerium derzeit, mit welchen gesetzlichen Maßnahmen die Nitrateinträge reduziert werden könnten. Ein Ministeriumssprecher habe sich der Zeitung gegenüber zu den Zahlen nicht äußern wollen und auf die Veröffentlichung des Umweltberichts verwiesen.

Dieser soll der Analyse des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) zufolge auch gute Nachrichten enthalten. Gerade im ländlichen Raum sei die Belastung durch Blei und Cadmium im Staubniederschlag in den vergangenen 25 Jahren um fast 90 Prozent gesenkt worden. - dpa

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare