Verseuchtes Futter: Sechs von neun Geflügelhöfen mit Giftstoffen belastet

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Sechs von neun untersuchten Höfen in NRW sind mit giftigen Stoffen belastet

Recklinghausen - In der vergangenen Woche sind mehrere Geflügelbetriebe wegen verseuchten Futters gesperrt worden. Nun stehen erste Ergebnisse der Untersuchungen fest.

Demnach sind sechs von neun bisher untersuchten Höfen in Nordrhein-Westfalen mit giftigen Substanzen belastet. Fleisch und Eier dieser Höfe in den Kreisen Gütersloh, Paderborn und Herford seien aus dem Verkehr gezogen worden, teilte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) am Dienstag mit. 

Die Betriebe blieben gesperrt. Das Landesamt sieht keine akute Gesundheitsgefahr. Proben von drei Höfen in den Kreisen Münster, Borken und Minden-Lübbecke waren unauffällig.

Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 41 Höfe in Nordrhein Westfalen nach der Futterlieferung gesperrt. Das Futter war mit einem Gemisch aus PCB (Polychlorierte Biphenyle) belastet. 

Ausgewertet wurden zunächst die Proben der Höfe, bei denen die Verdachtsmomente einer Belastung am höchsten waren, wie eine Lanuv-Sprecherin sagte. Nach Angaben des Futtermittelherstellers Agravis mit Sitz in Münster und Hannover waren mehrere Hundert Tonnen des belasteten Geflügelfutters in Umlauf gekommen.

Der giftige Stoff war demnach in einer Niederlassung im ostwestfälischen Minden in das Geflügelfutter geraten. Das Lanuv verglich die geringe Konzentration mit einem Stück Würfelzucker im Bodensee. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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