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Verfolgungsjagd nach Einbruch in Sparkasse: Täter hat kuriose Ausrede

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Von: Daniel Schinzig

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Ein Mann löst Alarm in einer Sparkasse aus, flieht mit dem Auto und leistet sich eine wilde Verfolgung mit der Polizei. Böse Absichten hatte er angeblich nicht.

Marienheide - In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (11. August) ging in einer Filiale der Sparkasse in Marienheide (NRW) auf einmal der Alarm los. Der Vorraum des Gebäudes wurde durch das Sicherheitssystem vernebelt. Ein Zeuge sah noch, wie sich ein dunkles Auto mit hoher Geschwindigkeit vom Ort des Geschehens entfernte. Der Start einer wilden Verfolgungsjagd.

Verfolgungsjagd nach Einbruch in Sparkasse: Täter hat kuriose Ausrede

Die Polizei leitete sofort Fahndungsmaßnahmen ein. Glücklicher Zufall: In der Nähe hielt sich ein Polizeihubschrauber auf, der die Beamten unterstützte. Aus der Luft gelang es schnell, das Auto des fliehenden Täters in Kierspe-Rönsahl ausfindig zu machen.

Die Einsatzkräfte am Boden versuchten, den Mann zum Anhalten zu zwingen. Doch der missachtete die Anhaltezeichen, beschleunigte noch weiter und raste durch Marienheide. Laut Mitteilung der Polizei bremste er in Höhe des Schulzentrums plötzlich stark ab, stieg aus dem Auto und setzte seine Flucht zu Fuß weiter. Keine gute Idee: Schnell gelang es den Polizisten, den Mann zu stoppen und festzunehmen.

Im Fahrzeug des 20-jährigen Mannes aus Marienheide fanden die Beamten einen Teleskopschlagstock und geringe Mengen Betäubungsmittel. Die Polizei stellte das Fahrzeug sicher. Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die Eingangstür der Sparkasse gewaltsam aufgedrückt wurde. Ab 23 Uhr ist diese geschlossen. Beschädigungen im Innenraum konnten nicht festgestellt werden, auch der Geldautomat war unversehrt.

Einbruch in Sparkasse: Täter flieht vor der Polizei

In seiner Vernehmung gab der 20-Jährige gegenüber den Polizisten an, dass er Geld abheben wollte und dazu die verschlossene Eingangstür aufgedrückt habe. Als dann die Alarmanlage auslöste und die Vernebelungsanlage losging, sei er geflüchtet. Nach seiner Vernehmung wurde der Mann wieder entlassen. Er muss sich nun auf ein Verfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie zumindest wegen Hausfriedensbruch bzw. versuchtem Diebstahl gefasst machen.

In Wuppertal gab es einen dramatischen Zwischenfall: Im Haus der Integration ist eine Mitarbeiterin schwer verletzt worden. Ein Tatverdächtiger wurde bereits festgenommen.

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