BKA verhindert Sprengstoff-Anschlag auf Dortmunder Stadion

[UPDATE 17.39 Uhr] DORTMUND - Das Bundeskriminalamt (BKA) hat einen möglichen Sprengstoff-Anschlag auf das Dortmunder Fußballstadion verhindert. Ein Verdächtiger wurde gefasst. Hintergrund könnte ein Erpressungsversuch sein.

Eine Sprecherin des BKA bestätigte Ermittlungen in Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit sprengstoffverdächtigen Gegenständen. Nach einer Mitteilung des BKA wurde am Dienstag in einem Kölner Hotel ein polizeilich bis dahin nicht in Erscheinung getretener Verdächtiger vorläufig festgenommen. Dabei handele es sich um einen 25-jährigen Deutschen, der den Behörden per E-Mail Hinweise auf mögliche Anschläge in Deutschland übermittelt hatte. Auch das Stadion in Dortmund hatte er als mögliches Ziel genannt.

Später fanden Beamte in seiner Wohnung in Krefeld und in der Nähe des Dortmunder Stadions je drei Sprengsätze. Ob sie funktionsfähig waren, war zunächst unklar. Sein Motiv ist laut BKA bislang unklar. BKA-Beamte waren den Angaben zufolge in den vergangenen beiden Tagen in Krefeld und Dortmund im Einsatz.

In der Vernehmung hat der Verdächtigte angegeben, die geplanten Anschläge seien nur erfungen gewesen. Einen terroristischen Hintergrund können die Ermittler ausschließen. Laut Medienberichten ist der 25-Jährige ein Student.

Der Festgenommene war laut BKA im Februar per Mail als Hinweisgeber an die deutsche Botschaft in Islamabad in Pakistan herangetreten und habe Informationen zu zwei angeblich in Deutschland geplanten Anschlägen in Aussicht gestellt. Es hätten sich aber bald Hinweise ergeben, dass es sich tatsächlich um einen Erpressungsversuch handeln könne. Es gebe einen möglichen Zusammenhang mit einem bislang ungelösten Erpressungsfall eines Wirtschaftsunternehmens aus dem Jahr 2010.

Keine Gefahr für Spiel gegen Hannover

Die Dortmunder Polizei hat ebenfalls eine kurze Pressemitteilung veröffentlicht. So heißt es: Mit den heute vom Bundeskriminalamt veröffentlichten Ermittlungsergebnissen, der Festnahme eines Tatverdächtigen und der Sicherstellung der sprengstoffverdächtigen Gegenstände sieht die Dortmunder Polizei keine Gefährdung für die Besucher des Signal-Iduna-Parks. - dpa

Quelle: wa.de

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