Schon wieder...:

Wieder Streik an Flughäfen Düsseldorf und Köln

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[UPDATE 15.10 Uhr] DÜSSELDORF - Erst streiken, dann verhandeln: An den großen NRW-Flughäfen in Düsseldorf und Köln will das Sicherheitspersonal wieder die Arbeit niederlegen. In der kommenden Woche wollen Gewerkschaft und Arbeitgeber wieder miteinander reden.

Vor der neuen Verhandlungsrunde für das Sicherheitsgewerbe in Nordrhein-Westfalen weitet die Gewerkschaft Verdi ihre Streikaktionen aus. An den beiden großen Flughäfen des Landes in Düsseldorf und Köln/Bonn sollen die Fluggastkontrolleure am Freitag ganztägig streiken. Auch andere Beschäftigte der Branche wie Objektschützer, Kontrolleure und die Sicherheitskräfte des Landtags sollen die Arbeit niederlegen, wie Verdi am Donnerstag mitteilte. Eine neue Verhandlungsrunde ist am kommenden Montag geplant.

An den Flughäfen müssen die Passagiere wieder mit langen Wartezeiten und Flugausfällen rechnen. In Düsseldorf sind für Freitag 586 Starts und Landungen geplant; etwa 53 200 Passagiere werden erwartet. In Köln/Bonn stehen 111 Abflüge und Landungen an. Allein in Düsseldorf mussten an den vorangegangenen sechs Streiktagen seit Dezember über 800 Flüge annulliert werden.

Die beiden Flughäfen empfahlen den Passagieren, sich vor der Anreise bei ihrer Airline oder dem Reiseveranstalter über den aktuellen Flugstatus informieren. Um die Kontrollen zu beschleunigen, sollten Passagiere wenn möglich auf Handgepäck verzichten.

Mit dem erneuten Streik will Verdi vor der vierten Tarifrunde die Entschlossenheit der Arbeitnehmer unterstreichen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem, die unteren Stundenlöhne von 8,23 Euro etwa für Objektschützer und Wachdienste deutlich anzuheben. Die Branche hat in NRW 34 000 Beschäftigte, davon gut 2000 an Flughäfen.

Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker zeigte sich zuversichtlich: "Wir erwarten am Montag den Durchbruch in den Verhandlungen und wollen vor den Osterferien einen neuen Tarifvertrag unterschreiben", sagte sie laut einer Pressemitteilung. Allerdings hat der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) nicht wie gefordert ein neues Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeber hatten wiederholt eine Schlichtung angeregt. - lnw

Quelle: wa.de

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