Warnstreik wirbelt Flugpläne in NRW durcheinander

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Streikende stehen am Flughafen in Duesseldorf im Rahmen eines Streiks des Bodenpersonals nebeneinander.

DÜSSELDORF - Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben am Dienstag den Betrieb an den NRW-Flughäfen durcheinandergewirbelt. Gepäckbänder standen still, Flüge wurden gestrichen. An den Airports mussten sich Fluggäste in Geduld üben - und bis zu 2,5 Stunden warten.

Warnstreiks an den Airports haben am Dienstag den Flugbetrieb in Nordrhein-Westfalen gestört. Flugzeuge, Passagiere und Gepäck blieben am Boden. Am drittgrößten deutschen Flughafen in Düsseldorf wurden bis zum Mittag 25 Flüge gestrichen, Fluggäste mussten bis zu 2,5 Stunden warten. In Köln/Bonn fielen neun Passagier-Flüge aus. Dort hatten ab Mitternacht mehr als 400 Beschäftigte befristet die Arbeit niedergelegt. Nach Gewerkschaftsangaben machten in Düsseldorf etwa 300 Mitarbeiter von vier Uhr bis zum Mittag mit. In Dortmund waren etwa 40 Angestellte für drei Stunden im Ausstand.

Bestreikt wurden unter anderem Bodenverkehr und Gepäckabfertigung. Die Fluggäste trugen die Wartezeit offenbar mit Fassung. "Die Lage bei den Passagieren im Terminal ist weiterhin ruhig", erklärte der Düsseldorfer Flughafen. An diesem Mittwoch und Donnerstag steht die nächste Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes an.

In Köln/Bonn fiel auch gut die Hälfte der Frachtflüge aus. Weitere Flugzeuge starteten ohne Beladung. Der bundesweit sechstgrößte Flughafen hat kein Nachtflugverbot. Da der Streik schon um Mitternacht losging, waren vor allem Frachtflüge betroffen. Der Frachtverkehr sei beinahe zum Erliegen gekommen, sagte Flughafensprecher Alexander Weise.

Nach Angaben von Verdi-Sprecher Günter Isemeyer traten am Kölner Flughafen auch Mitarbeiter der Bundespolizei in den Ausstand, was sich bei Gepäckabfertigung und Personenkontrollen auswirkte. In Düsseldorf machte ein Teil der Feuerwehrleute mit. Wäre die Feuerwehr komplett beteiligt, müsste der Flughafen sich international abmelden, sagte Isemeyer.

Auch an anderen Flughäfen kam es zu Arbeitsniederlegungen - etwa in Frankfurt, München, Stuttgart, Bremen und Hannover. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber von 3,3 Prozent mehr Gehalt auf zwei Jahre lehnt Verdi ab. Die Gewerkschaften fordern für die bundesweit rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro.

Quelle: wa.de

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