Verbraucher- und Firmeninsolvenzen nahmen 2009 deutlich zu

DÜSSELDORF ▪ Pleiten hatten im Krisenjahr 2009 in NRW Hochkonjunktur. Vor allem die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg spürbar und kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent auf 24 397 Fälle, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Auch die Zahl der Firmenpleiten legte um 4,9 Prozent auf 10 895 zu.

Von den Landeswerten setzen sich einige regionale Entwicklungen in Westfalen allerdings deutlich ab.

▪ Im Kreis Soestexplodierte die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 21,7 Prozent auf 443 Fälle, während mit 176 Firmen gut 11 Prozent weniger in die Pleite schlitterten.

▪ DerMärkische Kreis verzeichnet dagegen einen drastischen Rückgang um 29,3 Prozent der Privatkonkurse auf noch 573 Fälle. Hier nahem die Unternehmenspleiten um 2,8 Prozent zu.

▪ Im Kreis Unna legten Verbraucherinsolvenzen (+4,2 Prozent auf 526) und Firmenpleiten (+4,9 Prozent auf 234 Fälle) fast im Gleichschritt zu.

Hamm registrierte 92 Unternehmensinsolvenzen (-12,4 Prozent) und 424 Verbraucherpleiten (+18,4 Prozent).

Insgesamt waren im Regierungsbezirk Arnsberg von knapp 2 000 Firmenzusammenbrüchen rund 11 300 Beschäftigte betroffen. Die Forderungen der Gläubiger summieren sich auf 2,23 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im benachbarten Regierungsbezirk Münster gingen 1 300 Firmen bankrott, was 6  766 Jobs in Mitleidenschaft zog. Die Gläubiger stellten hier Forderungen von 847 Millionen Euro. ▪ jod

Quelle: wa.de

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