Kein Urteil im Prozess um Anschlag auf Synagoge

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Richter Jörg Sturm konnte wegen fehlender Zeugen noch kein Urteil sprechen.

WUPPERTAL - Ein Anschlag auf die Synagoge geht glimpflich aus. Die möglichen Brandstifter werden gefasst, sie gestehen die Tat - und dennoch verzögert sich das Urteil gegen das Trio. Schuld sind zwei Zeugen.

Weil zwei Zeugen unentschuldigt gefehlt haben, ist das Urteil im Prozess um den Brandanschlag auf die Wuppertaler Synagoge vertagt worden. Der Prozess soll am 5. Februar fortgesetzt werden. Der Amtsrichter Jörg Sturm hatte am Mittwoch noch vergeblich versucht, die Zeugen von der Polizei vorführen zu lassen, zudem setzte er die geständigen Angeklagten, zwei Palästinenser, auf freien Fuß: Eine noch längere Untersuchungshaft sei nicht angemessen, befand er.

Die Angeklagten müssen sich nun zweimal pro Woche bei der Polizei melden. Sie sollen selbst gebastelte Brandsätze auf die Synagoge geschleudert haben. Verletzt wurde niemand, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde bezifferte die Kosten für das Entfernen der Spuren auf knapp 900 Euro.

Auslöser der Tat seien laut Angaben der Angeklagten die Unruhen zwischen Israel und Palästinensern im Sommer 2014 gewesen. - dpa

Quelle: wa.de

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