Wetter im Westen

Hochwasser-Chaos in NRW: Kritische Lage am Donnerstag - Probleme bei der Bahn

Unwetter in NRW: Gewitter und heftigen Dauerregen haben für Hochwasser in Teilen des Landes gesorgt. Einige Orte wurden wegen Hochwasser und Lebensgefahr evakuiert.

Die weiteren Entwicklungen zum Hochwasser nach dem Unwetter in NRW gibt es in unserem aktuellen News-Ticker.

Update vom 15. Juli, 8.07 Uhr: Gleisüberspülungen, Fahrbahnstörungen und Beschädigungen von Betriebsanlagen: Hochwasser-Chaos herrscht auch bei der Bahn in NRW. Reisende müssen sich am Donnerstag auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Wer kann, sollte Nordrhein-Westfalen weiträumig umfahren. Die Bahn bittet darum, Reisen von und nach NRW nach Möglichkeit zu verschieben, heißt es in einer Mitteilung.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
LandeshauptstadtDüsseldorf

Etwa der Hauptbahnhof im besonders schwer getroffenen Hagen ist der Bahn zufolge gesperrt. Der Nahverkehr ist demnach in NRW insgesamt stark beeinträchtigt. Zahlreiche S- und Regionalbahnen verkehren nicht oder nur eingeschränkt. Laut Bahn sind Ersatzverkehre mit Bussen eingerichtet.

Auch im Fernverkehr kommt des demnach zu Problemen. „Eine Prognose darüber, wie lange der Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen beeinträchtigt sein wird, ist erst im Laufe des Tages möglich“, heißt es.

Hochwasser in NRW: Städte wegen akuter Lebensgefahr evakuiert - Unwetter-Lage

Update vom 15. Juli, 6.55 Uhr: Die Hochwasser-Lage in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens ins weiterhin extrem kritisch. Im Märkischen Kreis, wo am Mittwoch zwei Feuerwehrmänner ihr Leben verloren, stehen nach wie vor Straßen und Häuser massiv unter Wasser. Die Situation ist in Kommunen wie Altena, Werdohl und Balve kritisch. Die Polizei rät laut come-on.de* eindringlich: „Bleiben Sie zuhause.“

Die heftigen Regenfälle haben auch in Wuppertal zu einem Anstieg der Wupper und so für überflutete Straßen gesorgt. Wie ein Sprecher der Polizei am frühen Donnerstagmorgen mitteilte, sind einige Straßen auf der Talachse entlang der Wupper gesperrt worden. Anwohner wurden demnach aufgefordert, sich nicht in Kellergeschossen aufzuhalten, sondern sich in höher gelegene Wohnungen zu begeben. Trotz der angekündigten Flutwelle sei die Unwetterlage in der Stadt aber noch überschaubar, teilte der Sprecher weiter mit.

Die Feuerwehr Wuppertal wies auf Twitter vorzeitig darauf hin, den Trinkwasserverbrauch vorsorglich einzuschränken. Durch einen Stromausfall sei auch die Wasserversorgung betroffen. Zum aktuellen Zeitpunkt sei die Versorgung jedoch sichergestellt, die Feuerwehr könne aber nicht beurteilen wie lange das noch der Fall sein werde und wie lange der Stromausfall noch anhalte.

Hochwasser-Chaos in NRW: Wassermassen in zahlreichen Städten - Menschen müssen Wohnungen verlassen

Kritisch ist die Situation auch im Oberbergischen Kreis. In Hückeswagen ist aufgrund der heftigen Regenfälle die Bever-Talsperre übergelaufen. Das Wasser liefe aktuell unkontrolliert über den Rand der Staumauer, teilte ein Sprecher der Leitstelle mit. „Die Lage lässt sich momentan nicht steuern“, erklärte er weiter. Demnach seien Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsdienste zur Koordinierung und Räumung vor Ort. Häuser müssen evakuiert und über 1000 Menschen in Notunterkünften untergebracht werden, hieß es. Wann die Evakuierungsmaßnahmen abgeschlossen werden können, sei noch nicht absehbar.

In Solingen sind mehrere Häuser sowie ein Tierheim am frühen Donnerstagmorgen aufgrund des Hochwassers evakuiert worden. Der Wasserzufluss bleibe derzeit unvermindert hoch, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Wuppertal mitteilte. Demnach werde das Wasser momentan von Einsatzkräften der Feuerwehr abgelassen, was sich auf das Stadtgebiet auswirkt.

Unterdessen droht der Damm der Steinbachtalsperre in Euskirchen aufgrund des Unwetters zu brechen. Daher sei am Donnerstag die Autobahn 61 zwischen Bliesheim und Meckenheim vollgesperrt worden, teilte die Polizei mit. Zuvor war die A61 bereits gesperrt worden, weil die Autobahn von Wasser überflutet worden sei. Zur Beobachtung des Dammes seien das Technische Hilfswerk (THW) und die Polizei vor Ort. Der Verkehr wird auf die A565 umgeleitet.

Ein Boot der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist bei Hochwasser im Stadtteil Kornelimünster in Aachen unterwegs.

Hochwasser-Chaos in NRW: Bever-Talsperre übergelaufen - auch in Radevormwald kritische Lage

Update vom 15. Juli, 00.40 Uhr: Im Bergischen Land ist die Bever-Talsperre übergelaufen. Der Oberbergische Kreis evakuiert derzeit zwei Ortslagen. Die Einsatzkräfte warnen vor akuter Lebensgefahr. Und auch in Radevormwald spitzt sich die Lage zu: Laut Kreisangaben könnte die Wupper-Talsperre noch in der Nacht unkontrolliert überlaufen. Die Anwohner entlang der Wupper im Stadtgebiet wurden aufgefordert, umgehend den Gefahrenbereich zu verlassen.

Update vom 15. Juli, 00.10 Uhr: Im Märkischen Kreis ist ein weiterer Feuerwehrmann im Einsatz verstorben. Der 52-Jährige kollabierte in Werdohl. Die Polizei geht von einem internistischen Notfall aus.

Unwetter-Chaos in NRW: Orte werden evakuiert - Warnungen vom DWD aufgehoben

Update vom 14. Juli, 21.31 Uhr: Laut dem WDR ist im Kreis Euskirchen die Steinbachtalsperre übergelaufen. Die Feuerwehr evakuiert von den Wassermassen bedrohte Ortschaften. In Hürth haben Anwohner Hautreizungen nach dem Überlaufen einer Abwasserbehandlungenanlage in einem Chemiepark erlitten, berichtet der WDR. Auch in der Gemeinde Swisttal und in Rheinbach ist die Lage angespannt. In Rheinbach stehen Teile der Innenstadt unter Wasser. Auch Autobahnen sind zum Teil überflutet. Am Abend wurde in Köln die A1 zwischen dem Kreuz Köln-West und Köln-Bocklemünd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Update vom 14. Juli, 23.24 Uhr: Während es in vielerorts noch dramatisch zu geht, gibt es gute Nachrichten vom Deutschen Wetterdienst: Die Unwetter-Warnungen für NRW sind am Abend aufgehoben worden. Es soll zwar weiterhin regnen, aber nicht mehr so stark wie bisher.

Unwetter-Chaos in NRW: Landkreis ruft Katastrophenfall aus - „Akute Lebensgefahr“

Update vom 14. Juli, 21.28 Uhr: Viele Teile Nordrhein-Westfalens kämpfen noch immer mit den Wassermassen. Hagen hat am Abend den Notstand ausgerufen, die Vulkaneifel den Katastrophenfall. „Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele überschwemmte Straßen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind“, sagte Landrätin Julia Gieseking (SPD) laut RND am Mittwochabend in Daun. Sie appellierte an die Bevölkerung, zuhause zu bleiben. Die Bundeswehr wurde angefordert. Auch Nachbarkreise sind betroffen. Die Warn-App Nina teilte mit, dass wegen Überschwemmungen im Kreis Euskirchen mancherorts akute Lebensgefahr bestehe. Vielerorts ist der Strom ausgefallen.

Im Rathaus in Wuppertal stand der Keller den Angaben zufolge mehr als einen Meter unter Wasser. Der Krisenstab der Stadt zog daher vom Rathaus in eine Feuerwache. Zudem gibt es in ganz NRW Störungen im Bus- und Bahnverkehr.

Unwetter-Chaos in NRW: Dramatische Lage im Sauerland - Feuerwehrmann stirbt

Update vom 14. Juli, 20.27 Uhr: Die Unwetter-Lage im Märkischen Kreis ist weiterhin dramatisch*. Es wurde die „Großeinsatzlage“ ausgerufen. Menschen werden evakuiert. Der Kreis appelliert an die Menschen, überschwemmte Bereiche zu meiden und sich in Sicherheit zu bringen.

Update vom 14. Juli, 20.09 Uhr: Tragisches Unglück im Sauerland: Bei einem Hochwasser-Einsatz ist ein Feuerwehrmann in Altena ums Leben gekommen.

Unwetter-Chaos in NRW: Dach stürzt unter Wassermassen ein - Verletzter rettet sich

Update vom 14. Juli, 18.18 Uhr: Durch den anhaltenden Starkregen ist in einem Einkaufszentrum in Würselen bei Aachen das Flachdach eines Einzelhandelsgeschäfts eingestürzt. Eine verletzte Person habe sich selbst retten können, teilte die Stadt mit. Der Bereich sei auch noch mit Rettungshunden abgesucht worden, es seien jedoch keine weiteren Menschen in dem Gebäude entdeckt worden. „Vermutlich hat das Dach den Wassermassen infolge des Starkregens nicht standgehalten“, erklärte die Stadt Würselen.

Update vom 14. Juli, 17.18 Uhr: Ein Ende der Wassermassen ist nicht in Sicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine weitere amtliche Unwetterwarnung der höchsten Stufe für weite Teile von NRW veröffentlicht.

Unwetter-Chaos in NRW: Anwohner sollen Siedlung verlassen - Stadt stellt Strom ab

Update vom 14. Juli, 15.56 Uhr: In Düsseldorf ist die Unwetter-Lage weiterhin dramatisch. In der Düssel ist es laut Stadtangaben zu einem „historischen Hochwasser“ gekommen. Wegen einer drohenden Überschwemmung hat die Stadt Düsseldorf die Anwohner im Stadtteil Grafenberg zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert. Besonders betroffen seien etwa 350 Gebäude der Ostparksiedlung, teilte die Stadt mit. Eine Betreuungsstelle für die Anwohner sei in einer Schule eingerichtet worden. Am Nachmittag soll zudem aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der dortigen Trafo-Station der Strom abgeschaltet werden. Die Stadt rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Keller der Häuser mit Wasserständen von 1,50 bis 2 Metern Höhe überflutet werden. Erst in den kommenden Tagen könnten die Wassermassen kontrolliert abgepumpt werden.

Laut NRW-Innenminister Herbert Reul hätten seit Dienstag landesweit rund 3900 Kräfte fast 2100 Einsätze bewältigt. „Viele von ihnen sind ehrenamtlich tätig und arbeiten gerade unermüdlich, um die Wassermassen zu bewältigen“, so der Minister. Ihnen und allen anderen Helfern und Einsatzkräften in den betroffenen Regionen sei er sehr dankbar, sagte Reul.

Unwetter-Chaos in NRW: Stadt wird abgeriegelt - Höchste Warnstufe

Update vom 14. Juli, 14.31 Uhr: Die Unwetter-Lage in der Stadt Altena im Märkischen-Kreis spitzt sich weiter zu, schreibt come-on.de*. Aufgrund der Wassermassen wird Altena abgeriegelt. Alle Zufahrtswege in die Stadt werden somit gesperrt.

Update vom 14. Juli, 13.34 Uhr: Eine Frau in Mettmann, bei Düsseldorf wurde während des extremen Unwetters von einem umstürzenden Baum schwer verletzt und eingeklemmt. Das Wasser auf dem Gelände sei immer weiter angestiegen, so dass für die eingeklemmte Frau akute Lebensgefahr bestanden. Durch die Hilfe eines Zeugen konnte die Frau vor dem Ertrinken gerettet werden. Der Helfer hielt ihren Kopf über Wasser, bis die Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen und die Frau befreien konnten. Die Frau habe gemeinsam mit ihren Kollegen versucht, ein Seniorenheim vor den Wassermassen zu schützen und dafür Sandsäcke ausgelegt.

Der ergiebige Dauerregen der vergangenen zwölf Stunden hat im Sauerland für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Rund 70 Liter Regen wurden innerhalb dieser Zeit im Kreis Olpe verzeichnet, berichtet Sauerlandkurier.de*. Um die Wassermassen zu bändigen, wurden Einsatzkräfte aus Nachbarregionen als Verstärkung gerufen. Bisher gibt es hier noch keine Entwarnung, denn es soll weiter regnen.

Auch in Dortmund spitzt sich die Lage weiter zu. Kürzlich wurde die amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) von Stufe drei (Unwetterwarnung) auf die höchste Stufe - Stufe vier (Warnung vor extremen Unwetter) - verschärft.

Unwetter in NRW: Bilder der Folgen in Hagen und anderen Städten

Anwohner leiten bei Aufräumarbeiten an einer Straße im Hagener Ortsteil Hohenlimburg das ablaufende Wasser. Hier hatte Starkregen für teilweise chaotische Zustände gesorgt.
Ein Mädchen steht an einer Straße im Ortsteil Hohenlimburg. Hier hatte Starkregen für teilweise chaotische Zustände gesorgt.
Zwei junge Frauen gehen barfuß über eine überspülte Straße im Ortsteil Hohenlimburg. Hier hatte Starkregen für teilweise chaotische Zustände gesorgt.
Radlader und Trecker räumen Schlamm und Geröll von der überfluteten Bundesstraße 54. Heftige Regenfälle in der Nacht haben für Schlammlawinen und Überflutungen gesorgt.
Unwetter in NRW: Bilder der Folgen in Hagen und anderen Städten

Unwetter-Chaos in NRW: Kommune erteilt Dusch-Verbot - Altenheim evakuiert

Update vom 14. Juli, 12.21 Uhr: Die Unwetter-Lage spitzt sich in Hagen weiter zu: Ein Altenheim musste wegen einströmender Wassermassen evakuiert werden. „Das Seniorenheim ist sehr stark betroffen und unbewohnbar geworden“, sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch. Des Weiteren hat die Polizei Hagen an die Bürger appeliert, zu Hause zu bleiben.

Update vom 14. Juli, 10.45 Uhr: Das ist nicht gerade Ferienwetter: In der Nacht zum Mittwoch gab es so heftigen Dauerregen, dass Keller voll liefen und Straßen überschwemmt wurden. „Die Leute sind verzweifelt“, berichtet ein Polizeisprecher in Hagen. Diese Stadt wurde besonders hart vom Unwetter gezeichnet.

In Hagen sind nicht nur Hänge durch die Wassermassen abgerutscht und Straßen überflutet, sondern auch der Bahnhof Hohenlimburg wurde unterspült. Die Unterführung samt Aufzugsschacht stehen unter Wasser. Zudem ist die B54 zwischen Hagen und Schalksmühle wegen des Unwetters gesperrt. Für Autofahrer gibt es dort derzeit kein Durchkommen.

Dramatische Bilder aus Hagen-Hohenlimburg: Das Unwetter hat den ganzen Stadtteil zu einem reißenden Fluss gemacht. Die Feuerwehr war machtlos gegen die enormen Wassermassen.

Unwetter-Chaos in NRW: Einsatzkräfte im Dauereinsatz - Viele Straßen überflutet

In Essen wurde die Weiße Flotte durch den Regen ausgebremst. Auf dem Baldeneysee und der Ruhr sei aufgrund des hohen Pegelstandes in Hattingen die Schifffahrt komplett untersagt worden, teilte die Weiße Flotte Baldeney-GmbH mit. Auf dem Rhein-Herne-Kanal gehe der Betrieb dagegen weiter.

Im Märkischen Kreis ist besonders die Stadt Altena von Unwetter und Dauerregen betroffen. Dort seien Straßen komplett gesperrt, was zu massiven Staus führte, teilte die Polizei mit. Ihr Rat: „Meiden Sie den Bereich großräumig!“ Auch im Sauerland sind die Einsatzkräfte seit dem frühen Morgen im Dauereinsatz. Die Feuerwehr pumpt vollgelaufene Keller aus und schützten Gebäude vor nachlaufenden Wassermassen. Außerdem wurde im Bereich Seidfeld der Damm eines Auffangbeckens beschädigt.

Die Unwetterzentrale NRW ruft für den Kreis Soest teilweise die zweithöchste Warnstufe Rot aus. Betroffen soll besonders der Ostkreis sein. 

Trockenere Zeiten sind vorerst nicht in Sicht. Für weite Teile des Landes galt am Mittwoch sogar die höchste Warnstufe, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Bis in die Nacht soll gebietsweise Starkregen fallen. In der Nacht zum Donnerstag verlagert sich der Starkregen dann auf die Westhälfte.

Unwetter in NRW: Stadt Erkrath rät Einwohnern zum Dusch-Verbot

Update vom 14. Juli, 9.48 Uhr: Nach schweren Überschwemmungen in Erkrath, eine im Kreis Mettmann gelegene niederbergische Stadt in Nordrhein-Westfalen, in der Nähe von Düsseldorf, hat die Stadt die Anwohner am Mittwochmorgen über die Sozialen Medien angehalten, möglichst „kein weiteres Abwasser zu produzieren und möglichst nur noch die Toilette zu nutzen.“

Demnach sollen „Duschen, Waschen und die Nutzung der Spülmaschine“ unterlassen werden, „um die Situation nicht zu verschärfen.“ Aufgrund des anhaltenden starken Regenfalls seien die Abwasserkanäle stark überfüllt. Auch die Düssel trete an einigen Stellen schon über die Ufer. Autofahrer wurden gebeten, sich von den Wassermassen an bestimmten Stellen fernzuhalten.

Update vom 14. Juli, 9.30 Uhr: Das Unwetter hat in der Nacht NRW erreicht. Einige Regionen kämpften bereits vor dem Morgengrauen mit den Wassermassen. Einige Straßen liefen komplett voll und mussten für den Straßenverkehr bereits in der Nacht gesperrt werden.

Unwetter in NRW: Höchste Warnstufe - Extremer Dauerregen und Hochwasser-Gefahr

In Hagen haben die heftigen Regenschauer beispielsweise zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern geführt. Bereits in der Nacht zu Mittwoch wurde der Bahnhof Hohenlimburg von den Wassermassen unterspült, die Unterführung samt Aufzugsschacht stehen unter Wasser. Die B54 ist zwischen Hagen und Schalksmühle wegen des Unwetters gesperrt. Für Autofahrer gibt es dort derzeit kein Durchkommen.

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Hagen am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gingen über Nacht Hunderte Notrufe bei der Feuerwehr ein. „Die Leute sind verzweifelt“, sagte der Sprecher in Hinblick auf die Vielzahl an vollgelaufenen Kellern in der Stadt. Außerdem seien aufgrund der überspülten Straßen stellenweise Fahrzeuge ins Rutschen gekommen. Verletzte Personen waren in der Nacht aber nicht bekannt. Autofahrer mussten teils von Einsatzkräften aus ihren Autos befreit werden.

Unwetter in NRW: Überflutete Straßen und Keller - Einsatzkräfte im Dauereinsatz

Von Hängen wurden zudem Schlammmassen auf Straßen gespült, viele Ortsteile waren daher nicht befahrbar. Wegen Gerölls auf den Straßen können einige Ortsteile selbst von Einsatzfahrzeugen der Polizei und Feuerwehr nicht befahren werden, wie der Sprecher weiter mitteilte.

Ähnlich sieht es auch in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens aus. Aufgrund des Starkregens ist die Feuerwehr in Düsseldorf zu rund 180 Einsätzen ausgerückt. In der Nacht zum Mittwoch seien Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden, teilte die Feuerwehr mit. Im Märkischen Kreis beispielsweise stehen wegen des Dauerregens ebenfalls viele Straßen unter Wasser, schreibt come-on.de*. Hier mussten viele Anwohner hilflos zusehen, wie sich die Wassermassen ihren Weg durch Häuser, Kellerräume, Kanäle und mehr suchten.

Unwetter in NRW: Höchste Warnstufe - Extremer Dauerregen und Hochwasser-Gefahr

Update vom 13. Juli, 17.00 Uhr: Das Landesumweltamt erwartet wegen des Unwetters mit höchster Warnstufe entsprechende Hochwasserlagen in zahlreichen Gewässern Nordrhein-Westfalens. „Wir rechnen damit, dass nicht nur die kleineren Gewässer, sondern auch die größeren ab Mittwoch beginnen, Warnwerte zu überschreiten“, sagte der Leiter des Hochwasserinformationsdienstes des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv), Bernd Mehlig. Als Beispiele nannte er die Rur, die Erft und die Sieg. „Wir sprechen nicht nur von erhöhtem Wasserständen“, so Mehlig weiter. Aufgrund der angekündigten Wassermengen könne es eine ernstzunehmende Situation werden. „Wir gucken mit Aufmerksamkeit hin.“

Auch die Warnapp NINA hat wegen der Unwetterwarnung Meldung gemacht. So gingen Unwetterwarnungen unter anderem für Hamm raus. Auch für den Kreis Soest und Kreis Unna warnt NINA ebenfalls vor extremen Dauerregen.

Schon jetzt haben die Regenfälle der vergangenen Tage im Einzugsgebiet des Rheins den Wasserstand in Köln seit vergangenem Samstag deutlich steigen lassen. Im Stadtteil Deutz schwappte das Wasser am Dienstag auf die Uferpromenade. Der Pegelstand lag in Köln am Dienstagnachmittag bei 5,39 Metern - mit langsam steigender Tendenz, wie die Stadtentwässerungsbetriebe mitteilten.

In den kommenden Tagen rechnen die Behörden mit weiter steigenden Wasserständen. Die Experten der Hochwasserschutzzentrale der Stadt Köln gingen am Dienstag von einem Anstieg in den kommenden Tagen auf bis zu sieben Meter aus.

Ab der Hochwassermarke I (6,20 Meter) gelten erste Einschränkungen für den Schiffsverkehr. Schiffe dürfen dann nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und in der Mitte des Flusses fahren, um Beschädigungen der Ufer zu vermeiden. In den kommenden Tagen rechnen die Behörden mit weiter steigenden Wasserständen.

Unwetter-Warnung für NRW: Hochwasser-Gefahr - hier gilt die höchste Warnstufe

Update vom 13. Juli, 13.15 Uhr: Mit großer Eindringlichkeit warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Südwesten Nordrhein-Westfalens am Dienstag vor extrem ergiebigem Dauerregen. Zwischen Dienstagvormittag und Donnerstagmorgen werden Niederschlagsmengen zwischen 80 und 180 Liter pro Quadratmeter erwartet, teilt die Wetterbehörde mit. In NRW sollen bis zu 130 Liter pro Quadratmeter herunterkommen. Auch die Unwetterwarnung für den Märkischen Kreis umfasst stellenweise starke Gewitter*, berichtet come-on.de*. 

„Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich“, schreibt der DWD. Auch Erdrutsche seien demzufolge möglich. Die Meteorologen empfehlen: „Schließen Sie alle Fenster und Türen!“ Die amtliche Unwetterwarnung der höchsten Warnstufe gilt für die Kreise Euskirchen, Aachen, Düren, Bonn, den Rhein-Erft-Kreis sowie für Teile Kölns und des Rhein-Sieg-Kreises.

Unwetter-Warnung in NRW: Gewitter und heftiger Regen - Hochwasser-Gefahr droht

Update vom 13. Juli, 9.53 Uhr: Extremer Starkregen und kräftige Gewitter: Davor warnt der Deutsche Wetterdienst ab heute Nachmittag vor allem im Bereich Münsterland bis Südwesten von NRW. Hinzu können lokal Hagel und Sturmböen kommen. Der Regen kann bis Donnerstagmorgen anhalten, dazwischen gibt es nur kurze Niederschlagpausen.

Wieder Unwetter in NRW: Dauerregen, Hochwassergefahr und Gewitter möglich

Hamm - Das Wetter in Nordrhein-Westfalen bleibt turbulent. Am Wochenende warnten Experten bereits vor Gewitter und Regen. Auch für diese Woche sind Unwetter und Hochwassergefahr für NRW angekündigt. Am Montagnachmittag kam eine amtliche Unwetterwarnung.

Tief Bernd sorgt dafür, dass auch in dieser Woche keine Ruhe einkehrt. Der Montag blieb noch relativ gemütlich - bewölkt und meist niederschlagsfrei. Die Wetterprognose für Dienstag sieht aber schon wieder ganz anders aus: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt bereits für Dienstagabend Gewitter an und warnt vor schweren Gewittern mit heftigem Regen.

Betroffen von der amtlichen Unwetterwarnung vor Dauerregen, die am späten Montagnachmittag über die Katastrophen-Warnapp Nina veröffentlicht wurde, sind alle südlichen NRW-Landesteile von Eifel bis zum Hochsauerlandkreis. Im Norden reicht die Warnung bis Düsseldorf, Dortmund und bis vor Hamm. Wetteronline.de geht davon aus, dass vor allem ein Streifen vom Niederrhein und Ruhrgebiet bis zum Schwarzwald betroffen sein werden.

Laut DWD sind am Dienstag mehrstündige und teils gewittriger Regen möglich. Der DWD gab eine Unwetter-Warnung heraus. Denn es sind Regenmengen von bis zu 90 l/qm möglich. Auch Sturmböen von bis zu 80 km/h und vereinzelt schwere Sturmböen um 90 km/h seien nicht ausgeschlossen.

Unwetter in NRW: Experten mit Warnung vor Hochwassergefahr, Dauerregen und Gewitter

Vor allem die Eifel soll von den unwetterartigen Regenmengen betroffen sein. Am Nachmittag soll das Gewitter dann auch im Nordosten des Landes ankommen. Im Übergangsbereich zwischen warmer Sommerluft im Nordosten und kühlerer im Südwesten entladen sich nämlich heftige Gewitter über NRW. Dabei sind Höchsttemperaturen im Nordosten bei etwas Sonne um 26, bei Regen im Südwesten und im höheren Bergland um 19 Grad möglich.

Die Hochwasser-Ankündigung erinnert an dramatische Bilder aus den vergangenen Tagen: Besonders schwer getroffen hatten die Hochwasser Fröndenberg im Kreis Unna - dort wurden Straßen und Keller überschwemmt, ein Seniorenheim musste geräumt werden.

Unwetter in NRW: Schauer- und Gewitteraktivität lebt zur Wochenmitte wieder auf

Dienstagabend sind von Nordrhein-Westfalen bis nach Nordbayern und Sachsen zahlreiche kräftige Schauer und Gewitter unterwegs, berichtet wetteronline.de.

In der Nacht beruhigt sich die Wetterlage in einigen Regionen. Doch die Ruhe währt nicht überall: In der Nacht zum Mittwoch lebt die Schauer- und Gewitteraktivität von NRW über die Landesmitte bis nach Bayern wieder auf. In NRW sind in der Nacht vor allem Bielefeld, Düsseldorf, Dortmund und Münster von Schauern und möglichen Gewittern betroffen.

Hochwasser hält in NRW die Menschen auf Trapp. Auch für die kommenden Tage sind wieder starke Regenfälle angekündigt.

Wieder Unwetter in NRW: Dauerregen und Hochwassergefahr wecken Erinnerungen

Auch am Mittwoch bleibt das Wetter in NRW unbeständig. Ab dem Mittag besteht vom Münsterland bis in den Osten Deutschland Unwettergefahr durch heftige Gewitter. Teilweise soll auch wieder mehrstündiger Starkregen auftreten. Besonders in NRW kann der Starkregen dann immer mehr zum Problem werden.

Am Mittwochabend schüttet es besonders in Teilen von Nordrhein-Westfalen heftig. An dieser Verteilung ändert sich auch am späten Abend nur wenig. In der Nacht zu Donnerstag ist anfangs noch teils kräftiger und gewittriger Regen möglich, der sich im Laufe der Nacht wahrscheinlich mehr und mehr nach Westen verlagert.

Diese Wetter-Aussichten wecken Erinnerungen: Erst kürzlich hatten zahlreiche Städte im Ruhrgebiet mit Überschwemmungen zu kämpfen. Bei Herne etwa stand die A42 so unter Wasser, dass Autos fest steckten. So pumpte etwa die Feuerwehr in Kierspe (Märkischer Kreis) mehrere Keller leer, berichtet come-on.de*.

Wieder Unwetter in NRW: Hochwassergefahr an den kommenden Tagen

In der Nacht zum Donnerstag ist es von Nordrhein-Westfalen bis zum Schwarzwald verbreitet nass. Dabei werden die Regengüsse allerdings langsam schwächer, berichtet wetteronline.de. Vor allem im westlichen Teil Nordrhein-Westfalens, der an den Niederlanden grenzt, sind laut DWD auch wieder Gewitter möglich.

Bis Donnerstagmorgen kommen in der Westhälfte verbreitet 40 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Regional sind sogar bis zu 130 l/qm zu erwarten, schreibt der DWD. Vom Schwarzwald bis zur Eifel sind laut wetteronline.de örtlich Wassermengen von 100 bis 200 Liter möglich. Damit steigt die Hochwassergefahr massiv an. Auch Kachelmannwetter berichtet von Niederschlagsmengen von bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Besonders betroffen sein sollen am Donnerstag das Münsterland bis in den Südwesten von NRW. Auch für den Kreis Unna ist eine Unwetterwarnung wegen Starkregen herausgegeben worden.

Besonders kleine Bäche und Flüsse treten rasch über die Ufer. Vor allem die Besucher von Campingplätzen in den betroffenen Regionen sollten das Wetter unbedingt im Blick behalten, wie Meteorologin Verena Leyendecker von wetteronline.de berichtet. - *come-on.de und Sauerlandkurier.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ralf Roeger/dpa

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