Bis Donnerstagmorgen

Unwetter in NRW: In der Nacht noch Starkregen möglich - aber keine Warnung mehr

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Unwetterwarnung für NRW vorerst zurückgenommen. In der Nacht zu Donnerstag kann es aber weiterhin stark regnen.

Update vom 14. Juli, 23.59 Uhr: Gute Nachrichten: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Unwetterwarnung für NRW vorerst zurückgenommen. In der Nacht zu Donnerstag kann es mancherorts zwar weiterhin zu Starkregen kommen, „aber nicht mehr mit den verbreitet unwetterartigen Regenmengen“, so die Experten.

[Erstmeldung] Hamm - Land unter in Nordrhein-Westfalen: Ein Unwetter mit extrem starkem Regen hat in vielen Städten des Bundeslandes Straßen in reißende Flüsse verwandelt und Keller sowie Wohnungen überflutet. Die Höhe des Schadens durch Tief „Bernd“ ist nicht abzusehen. Ein Ende der Wassermassen ebenfalls nicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine weitere amtliche Unwetterwarnung für weite Teile von NRW veröffentlicht.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,93 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Unwetter in NRW: DWD mit amtlicher Warnung der höchsten Stufe

Der Unwetter-Schock ist noch nicht überwunden, da kommt schon die nächste schlechte Nachricht für die hart von Hochwasser und Überschwemmungen betroffenen Gebiete in NRW. Die Wetterexperten des DWD warnen seit Mittwochvormittag vor „extrem ergiebigem Dauerregen“.

Im Zeitraum bis Donnerstagmorgen, 6 Uhr, werden laut Vorhersage der DWD-Experten nochmals Niederschlagsmengen zwischen 70 und 120 - in Staulagen sogar bis 160 und 180 - Litern pro Quadratmetern erreicht. Punktuell können im Südwesten des Landes auch Mengen über 200 Liter pro Quadratmeter nicht ausgeschlossen werden. Diese Unwetterwarnung der höchsten Stufe (4) gilt in einem Gebiet, das sich von der Eifel nach Nordosten bis nach Dortmund und den Hochsauerlandkreis zieht.

Betroffen in NRW sind die Eifel, die Region Aachen, weite Teile des Rheinlandes mit den Metropolen Düsseldorf, Köln und Bonn, das Bergische Land, der Märkische Kreis und das westliche Sauerland sowie das östliche und südliche Ruhrgebiet mit Essen, Bochum, Dortmund und Hagen. Besonders Hagen hat das Unwetter in der Nacht zu Mittwoch schwer getroffen: Keller und Straßen waren überflutet, Menschen verzweifelt, und Autos versanken im Wasser. Auch im Märkischen Kreis waren Feuerwehrleute im Dauereinsatz - eine Stadt wurde sogar abgeriegelt.

Unwetter in NRW: In diesen Städten und Kreisen drohen neue Wassermassen

Auch für die Gegenden um dieses Kerngebiet herum gilt bis Donnerstagfrüh eine - allerdings schwächere - Unwetterwarnung der Stufe 3 vor „ergiebigem Dauerregen“ mit strichweise aber immer noch zwischen 90 und 120 Litern Niederschlag pro Quadratmeter.

Ganz vereinzelt können nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes starke bis stürmische Böen auftreten. In der Nacht zum Donnerstag (15. Juli) verlagert sich der Starkregen auf die Westhälfte von Nordrhein-Westfalen.

Unwetter in NRW: Bilder der Folgen in Hagen und anderen Städten

Anwohner leiten bei Aufräumarbeiten an einer Straße im Hagener Ortsteil Hohenlimburg das ablaufende Wasser. Hier hatte Starkregen für teilweise chaotische Zustände gesorgt.
Ein Mädchen steht an einer Straße im Ortsteil Hohenlimburg. Hier hatte Starkregen für teilweise chaotische Zustände gesorgt.
Zwei junge Frauen gehen barfuß über eine überspülte Straße im Ortsteil Hohenlimburg. Hier hatte Starkregen für teilweise chaotische Zustände gesorgt.
Radlader und Trecker räumen Schlamm und Geröll von der überfluteten Bundesstraße 54. Heftige Regenfälle in der Nacht haben für Schlammlawinen und Überflutungen gesorgt.
Unwetter in NRW: Bilder der Folgen in Hagen und anderen Städten

Am Donnerstag bleibt es in der Westhälfte dicht bewölkt mit zeitweisen Schauern. Gewitter sind laut DWD ebenfalls möglich. Im Osten bleibt es zunächst wolkig mit Aufheiterungen. Am Nachmittag sind einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Doch im Großen und Ganzen ist es dann vorbei mit den Wassermassen.

Besonders betroffen von dem Unwetter-Chaos in NRW ist Hagen, aber auch in vielen anderen Städten gibt es Schäden. Welche Schäden zahlt die Versicherung - und welche nicht? Ein Übersicht.

Rubriklistenbild: © Dieter Menne/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare