Beschlagnahmter Computer wird jetzt ausgewertet

Nach Droh-Mails an Schwerter Schule: Polizei hat Verdächtigen im Visier

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[Update 16.10 Uhr] Schwerte - Nach den Droh-Mails an die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule in Schwerte haben die Ermittler jetzt offenbar einen Verdächtigen im Visier. Wie die Kreispolizeibehörde Unna am Mittwochnachmittag mitteilte, wurde "durch die Kriminalpolizei bei einer männlichen Person aus Schwerte ein Computer sichergestellt. Dieser wird nun durch die Polizei ausgewertet. Weitere Einzelheiten können aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst noch nicht bekannt gegeben werden."

In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei, Bezirksregierung Arnsberg, Stadt Schwerte und Theodor-Fleitmann-Gesamtschule wird berichtet, dass im Schwerter Rathaus eine große Runde mit allen Beteiligten getagt habe.

"Für das umsichtige Handeln von Polizei, Schule und Bezirksregierung möchte ich mich an dieser Stelle außerordentlich bedanken", wird der neue Schwerter Bürgermeister Dimitrios Axourgos zitiert. Und weiter: "Mir ist es wichtig, dass das Zusammenwirken von Polizei, Schule, Bezirksregierung und Stadtverwaltung koordiniert erfolgt und wir uns gegenseitig in dieser schwierigen Lage unterstützen. Dazu diente das konstruktive Gespräch."

Die Stadt hoffe kurzfristig auf einen Abschluss der Ermittlungen, "damit sich die Schülerschaft sowie das Lehrerkollegium wieder auf den Schulalltag konzentrieren können und alle Unsicherheiten beseitigt werden."

Der Unterrichtsbetrieb werde am kommenden Freitag, 1. Juni an allen betroffenen drei Schulen wieder aufgenommen. "Der ausgefallene Unterricht wird von den betroffenen Schulen in geeigneter Form aufgearbeitet, bzw. nachgeholt", heißt es.

Sechsstellige Summe Bargeld gefordert

Am Montag, 28. Mai war bei der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule eine Drohung per Email eingegangen, die mit einer Geldforderung im sechsstelligen Bereich verknüpft gewesen war. Im weiteren Tagesverlauf waren dann sowohl bei der betroffenen Schule als auch bei zwei örtlichen Onlinemedien weitere Drohmails eingegangen.

"Nach den Ermittlungen der Polizei ergaben sich keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung von Schülern und Lehrern.

Am Dienstag, 29. Mai gingen erneut bei der Schule und den zuvor schon angeschriebenen Onlinemedien Emails mit ähnlichem Wortlaut ein, in der die Forderung nach einer bestimmten Geldsumme nochmals bekräftigt wurde.

Im Zuge einer erneuten Bewertung des Sachverhaltes ergaben sich keine Anhaltspunkte für eine Veränderung der Gefahrenlage, die eine Unterbindung des Schulbetriebes aus polizeilicher Sicht erzwungen hätten.

Die Schule hatte sich bei ihrer eigenen Bewertung dazu entschlossen, den Schulbetrieb zunächst bis einschließlich Mittwoch auszusetzen", werden in der Mitteilung die Ereignisse noch einmal zusammengefasst. - eB

Quelle: wa.de

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