Filialen des Unternehmens aus Drolshagen bleiben geöffnet

Hitze als Grund: Sondermann-Brot meldet Insolvenz an

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Mit der geplanten Insolvenz will das Unternehmen seine Zukunft sichern.

Drolshagen/Kreis Olpe - Das Unternehmen Sondermann-Brot mit Sitz in Drolshagen hat Insolvenz angemeldet. Es hält 110 Filialen unter anderem im Ruhrgebiet und im Sauerland. Für die Kunden ändert sich zunächst nichts.

Mit der "geplanten Insolvenz“ will das Unternehmen seinen Fortbestand sichern. Es legt einen ausgearbeiteten Insolvenzplan vor. Damit soll Sorge getragen werden, dass Sondermann Brot und Gläubiger den Verlauf des Verfahrens zumindest teilweise mitbestimmen können.

In einer Pressemitteilung von Sondermann-Brot werden „die ausgeprägte Hitzewelle seit den frühen Osterfeiertagen in diesem Jahr – verbunden mit Grillverboten aus feuerpolizeilichen Gründen und absehbar steigenden Rohstoffkosten“ als Gründe für deutliche Umsatzrückgänge genannt.

Das deckt sich mit einem Schreiben an die Belegschaft in der Produktion in Drolshagen und in den 110 Filialen in Raum Siegerland, Sauerland, Bergisches Land, Rheinland und im Ruhrgebiet. "Die außergewöhnliche Hitze-Flaute haben wir Gesellschaft für Gesellschaft so zügig wie möglich und so gründlich wie nötig analysiert. Um das Geschäft zu stabilisieren und die Zukunft der gesamten Sondermann-Gruppe zu sichern haben wir mehrere angemessene Handlungsoptionen geprüft. Dabei haben wir Chancen und Risiken abgewogen.“

Das Ergebnis: „Letztendlich haben wir uns dafür entschieden, die weitere Restrukturierung verschiedener Gesellschaften der Gruppe mit den Instrumenten der Insolvenzordnung zu meistern und für einige Gesellschaften heute Antrag auf Eröffnung von Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Siegen gestellt.“

Ziele der Überlegung seien, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern, „Sondermann als Ganzes wettbewerbsfähig auszurichten und so bald als möglich gestärkt aus diesem Verfahren hervorzugehen.“

Mit Eröffnung des Verfahrens sind die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter für die Monate August, September und Oktober 2018 durch das Insolvenzgeld gesichert. Laut WDR sollen die Filialen geöffnet bleiben.

Wichtig dabei: Sondermann-Brot Westfalen, Sondermann-Brot Sauerland, Sondermann-Brot Bochum und Lubig sind vom Insolvenzverfahren nicht betroffen. Auf der Insolvenzliste des Amtsgerichts Siegen stehen nur Sondermann-Brot, Sondermann-Brot Filialen, Sondermann-Brot Kommissionierung und Logistik, Sondermann-Brot Rhein, Sondermann-Brot Ruhr und Sondermann-Brot Südwestfalen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Andreas Pantlen aus Hennef bestellt.

Bereits 2011 hatte die Großbäckerei Insolvenz angemeldet. Ein Investor war daraufhin in das Unternehmen eingestiegen. Zwölf Filialen waren zuvor geschlossen worden. - von Michael Sauer

Quelle: wa.de

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