Justizirrtum gesühnt

Drei Jahre Haft für Vergewaltigungs-Lüge

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Thomas Ewers (rechts) mit seinem Anwalt Dr. Michael von Glahn.

HAMM/DORTMUND - Urteil im Fall Thomas Ewers: Wegen des Falschvorwurfs der Vergewaltigung hat das Landgericht Dortmund die Ex-Partnerin des jetzt 45-jährigen Hammers zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Ewers will jetzt rehabilitiert werden.

Der Fall Thomas Ewers wird als eines der folgenreichsten Vergewaltigungs-Fehlurteile in die Justizgeschichte eingehen. Sechs Jahre und acht Monate saß der heute 45-jährige Hammer zu Unrecht im Gefängnis – so lange wie kaum jemand anderes zuvor. Seine Ex-Partnerin, eine 41-jährige Hammerin, wurde am Montag, zwölf Jahre nach Ewers’ Verurteilung, vor dem Dortmunder Landgericht wegen mittelbarer Freiheitsberaubung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt.

„Es tut mir leid“, hauchte die wie Ewers aus Bockum-Hövel stammende Frau mit zittriger Stimme, ehe sich die 35. Strafkammer am Mittag zur zweistündigen Urteilsberatung zurückzog. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft eine vierjährige Haftstrafe beantragt, der Verteidiger der 41-Jährigen hatte eine zweijährige Bewährungsstrafe für angemessen gehalten. Unstrittig für alle: Die Frau hatte 2002 eine Lügengeschichte erfunden, um Ewers für möglichst lange Zeit aus dem Weg zu räumen. - fl

Lesen Sie den kompletten Bericht hier auf unserer Hammer Seite.

Quelle: wa.de

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