Unplanmäßiger Zugstopp nach Ausraster eines Reisenden

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LÜNEN - Ein Intercity (IC) auf der Fahrt nach Dortmund musste am Freitagabend in Lünen außerplanmäßig halten. Ein 43-jähriger Berliner hatte mehrere Reisende und das Zugpersonal angegriffen, Scheiben eingeschlagen und eine Zugtoilette demoliert.

Beamte der Polizei Dortmund nahmen den Mann fest. Der unter Alkoholeinfluss stehende Mann musste in eine geschlossene Abteilung eines Krankenhauses eingeliefert werden.

Der Intercity 2307 war auf dem Weg nach Dortmund als er in Lünen unplanmäßig halten musste. Grund war ein 43 jähriger Berliner, der nach Abfahrt des IC in Münster durch den Zug lief und mehrere Reisende nach seiner verschwundenen Tasche ansprach. Zugpersonal half dem Mann. Seine Tasche stand an seinem Sitzplatz.

Danach lief der Berliner erneut durch die Zugabteile, schrie lauthals und nahm Reisenden Getränke weg, um sie selbst zu trinken. Eine leere Glasflasche warf der Mann, ohne Rücksicht auf Reisende, quer durch das Zugabteil. Einen Mitarbeiter des Zugpersonals, der den Mann zur Ordnung rufen wollte, versuchte der 43-Jähriger zu würgen.

Anschließend riss der Mann eine Keramiksicherung aus einer technischen Anlage des Zuges und schlug damit ein Abteilfenster ein. Auch vor einem Laptop eines Reisenden machte er keinen Halt und zerstörte auch diesen mit der Sicherung.

Reisende gerieten in Panik und flüchteten in ein anderes Abteil. Ein Mitarbeiter des Zugpersonals verriegelte die automatische Glasschiebetür des Abteils in dem sich der Berliner befand. Im Abteil wütete der Mann weiter und warf einen Feuerlöscher durch ein Abteilfenster.

Anschließend zog er auf Höhe Werne die Notbremse. Nachdem der Zug wieder fuhr, hielt er außerplanmäßig im Bahnhof Lünen. Dort nahmen Beamte der Polizei Dortmund den Mann vorläufig fest. Er wurde später in eine geschlossene Abteilung eines Krankenhauses eingeliefert.

Die Bundespolizei sichert Spuren im Zug und nahm die Schäden auf. Weiter wurden Reisende vernommen. Auf Grund mehrer eingeschlagener Abteilscheiben, muss der Zug in einem Betriebswerk wieder in Stand gesetzt werden.

Gegen den polizeibekannten Mann wurden Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung, Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen und Beleidigung eingeleitet, meldet die Polizei. - WA

Quelle: wa.de

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