Spektakuläre Wende im Sachverhalt zum Unfall von Mittwochabend bei Bönen

Mit Heizöl beladener Tanklastzug rollte bei "Pinkelpause" rückwärts vom A2-Rastplatz

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[Update 13.00 Uhr] Spektakuläre Wende im Sachverhalt zum Unfall eines mit Heizöl beladenen Tanklastzuges von Mittwochabend auf dem Parkplatz Kolberg an der A2 bei Bönen: Demnach wurde der Lkw nicht - wie vom Fahrer zunächst behauptet - von einem anderen Lastwagen in die Leitplanke abgedrängt, sondern war während einer "Pinkelpause" des Fahrers rückwärts in Richtung Autobahn zurückgerollt. 

Schon am Mittwochabend hatte eine Sprecherin der Polizei Dortmund im Gespräch mit unserer Zeitung geäußert, dass der vom Fahrer geschilderte Sachverhalt zunächst noch überprüft werden müsse.

Und siehe da: Einen Tag später stellt sich der mutmaßliche Hergang völlig anders dar - nämlich so, dass der Tanklastzug vom Fahrer definitiv nicht gegen das Wegrollen gesichert worden war, als er kurz auf die Toilette verschwunden war.

Das wurde unserer Redaktion am Donnerstagmittag auf explizite Nachfrage in der Pressestelle der Polizei Dortmund bestätigt.

Gegen kurz nach 20 Uhr war der Fahrer des mit Heizöl beladenen Tanklastzuges auf der A2 in Richtung Hannover unterwegs gewesen, als er ein "dringendes Bedürfnis" verspürt hatte.

So ließ er seinen Lkw mit der brisanten Fracht auf dem Rastplatz Kolberg bei Bönen kurz hinter dem Kamener Kreuz ausrollen, stellte ihn ab und begab sich auf das "stille Örtchen".

Während dessen machte sich der nicht ordnungsgemäß abgestellte 30-Tonner selbstständig und rollte führerlos rückwärts in Richtung Parkplatzeinfahrt und Autobahn.

Glücklicherweise verkeilte sich der Zug nur wenige Meter von der stark befahrenen Autobahn in einer Leitplanke, schob sich meterweit darauf und blieb stehen. Ansonsten sonst hätte es zu einer Katastrophe kommen können.

Als der Fahrer von der Toilette zurückgekommen war, hatte er wohl seinen Augen nicht getraut, denn sein Truck war verschwunden. Er fand ihn schließlich im Einfahrtsbereich des Rastplatzes. 

Da zunächst vermutet worden war, dass die Leitplanke den Tank aufgerissen haben könnte, rollte ein Großaufgebot der Feuerwehr an, musste aber letztlich nicht tätig werden.

Eine Fachfirma reparierte den Schaden am Tankanhänger provisorisch vor Ort. Die Raststätte blieb für die Einsatzzeit gesperrt.

Hier lesen Sie unsere Erstberichterstattung von Mittwochabend

Nach ersten Informationen war ein Lkw, der Benzin geladen hatte, in die Leitplanke geraten. Wie es seitens der für die Autobahn zuständigen Polizei Dortmund hieß, ist das Benzin aber nicht ausgelaufen. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden.

Der Unfall ereignete sich gegen 20 Uhr auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover zwischen dem Kamener Kreuz und Bönen. Verletzt wurde niemand.

Eine Sprecherin der Polizei schilderte, was der Lkw-Fahrer nach dem Unfall aussagte: Nach dessen Schilderungen sei ein anderer Lkw involviert gewesen, der ihn mit seinem Fahrzeug abgedrängt und in die Leitplanke gedrückt haben soll. 

Danach soll dieser Fahrer einfach weitergefahren sein. Wie die Polizeisprecherin sagte, müssten die Angaben des verunfallten Fahrers selbstverständlich geprüft werden - und seien noch nicht verifiziert. 

Wie es am späten Abend aus der Leitstelle hieß, würde weiter zu dem Unfall ermittelt. 

Die Autobahn war wegen des Unfalls zu keiner Zeit gesperrt.

Erst am Morgen hatte auf der A2 ein Lkw gebrannt - und stundenlang für Probleme gesorgt.

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Quelle: wa.de

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