Unfall am unbeschrankten Bahnübergang Am Krumpaul / Hund stirbt bei Crash

Hönnetalbahn kracht ins Auto von Balver Ehepaar (71/69) - keine Lebensgefahr

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Der Mercedes wurde vollkommen zerstört. Klicken Sie auf das Symbol oben rechts, um das ganze Motiv zu sehen.

[Update 8.01 Uhr] Balve - Am unbeschrankten Bahnübergang Am Krumpaul zwischen Balve und Garbeck hat es am frühen Mittwochabend einen schweren Unfall gegeben. Dort ist die Hönnetalbahn (RB 54) in ein Auto gekracht und hat dieses etwa 50 Meter weit mitgeschleift. Zwei Rettungshubschrauber landeten nahe der Unfallstelle - und brachten die schwer verletzten Insassen des Mercedes in Krankenhäuser. 

Die Hönnetalbahn (RB 54), die aus Menden in Richtung Neuenrade unterwegs war, erfasste die Mercedes A-Klasse gegen 17.45 Uhr auf dem unbeschrankten Bahnübergang - und schob diese noch etwa 50 Meter weit vor sich her.

Die beiden Insassen des Autos - Eheleute aus Balve - wurden dabei schwer verletzt. Nach polizeilich bestätigten Informationen wird allerdings nicht von lebensgefährlichen Verletzungen ausgegangen. Ein Hund, der mit im Wagen war, überlebte den Unfall nicht.

Feuerwehr befreit Ehepaar mit schwerem Gerät aus dem Wagen

"Im Fahrzeug wurden der 71-jährige Mann und seine 69-jährige Frau eingeklemmt und schwer verletzt", teilte die Polizei mit. 

Die Feuerwehr befreite das Balver Ehepaar aus dem Auto. Wie Oliver Prior, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Balve, auf Nachfrage unserer Redaktion sagte, seien die Eheleute ansprechbar gewesen. Die Rettung aus dem Auto dauerte demnach eine Weile, da zunächst ein Notarzt aus Menden den Mann und die Frau stabilisierte, bevor die Wehrleute mit schwerem Gerät das Dach des Mercedes abtrennten. "So ist das übliche Vorgehen - im Sinne der Verletzten", sagte Prior.

Nachdem die Feuerwehrleute aus Balve, Langenholthausen, Mellen und Garbeck die Eheleute befreit hatten, wurden diese mit einem Rettungshubschrauber in Krankenhäuser geflogen - nach Bochum und nach Lünen, wie Prior sagte.

Der Zugführer erlitt der Polizei zufolge einen Schock, zog sich aber keine weiteren Verletzungen zu. Auch er wurde laut Prior in ein Krankenhaus gebracht. 

Unverletzt blieben unterdessen die 15 Passagiere in dem Zug sowie ein Zugbegleiter. Sie wurden zunächst in dem Zug gesammelt, damit ihr Zustand kontrolliert werden konnte. Danach gingen sie gemeinsam zurück zum Bahnübergang. Die Bahn - auch mit einem Notfall-Manager vor Ort - hatte einen Bus für den weiteren Transport organisiert. Viele der Passagiere haben sich laut Prior aber auch von Verwandten oder Freunden abholen lassen. 

Dass sie unverletzt blieben, ist wohl auch der Tatsache zu verdanken, dass sie bei dem Unfall nicht nach vorne geschleudert wurden. Offenbar war durch den Aufprall nur ein leichter Schlag zu verspüren.

Eine traurige Nachricht, die der stellvertretende Wehrleiter auf Nachfrage verkündete: Der Hund, der sich mit dem Ehepaar im Auto befand, überlebte den Unfall nicht.

Nach Informationen unserer Redaktion wurde nach dem Abtransport der Verletzten das völlig zerstörte Auto mit Hilfe des Zuges zurück zum Bahnübergang am Krumpaul gezogen - und dort dem Abschlepper übergeben. Letzterer hätte offenbar kaum eine andere Möglichkeit gehabt, den Wagen aufzuladen. 

Auswirkungen auf den Zugverkehr

Der Einsatz für die Feuerwehr war gegen 20.40 Uhr beendet - und ist nach Aussage von Prior gut verlaufen.

Während am Mittwochabend mehrere Züge der RB 54 wegen des Unfalls ausfielen und DB Regio sich um Ersatzverkehr bemühte, soll der Zugverkehr am Donnerstag aller Voraussicht nach wieder normal aufgenommen werden können.

Polizei sucht Zeugen des Unfalls

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich mit dem Verkehrskommissariat in Menden unter Tel. 02373-9099-0 in Verbindung zu setzen.

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Quelle: wa.de

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