Verursacher war stark alkoholisiert

Tödlicher Unfall: Ermittlungen wegen eines illegalen Autorennens - Porsche-Fahrer kommt aus Soest

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Balve-Beckum - Das Unfallgeschehen ist ein wahr gewordene Albtraum: In der Abenddämmerung liefern sich wohl zwei Fahrzeuge ein Autorennen, dabei gerät ein Auto in den Gegenverkehr und stößt mit einem unbeteiligten Wagen zusammen.

Alle Insassen im unbeteiligten Wagen wurden schwer verletzt. Eine Frau starb noch am Unfallort. Dieses Horrorszenario ereignete sich am Mittwoch auf der Arnsberger Straße (B229) zwischen Beckum und Hövel im Bereich der Kreisgrenze zwischen Hochsauerlandkreis und Märkischem Kreis.

Seitdem ermittelt die Polizei mit Hochdruck, richtete am Donnerstagmorgen eine gemeinsame Ermittlungskommission mit der Staatsanwaltschaft Arnsberg ein, um das Unfallgeschehen möglichst schnell rekonstruieren zu können. Was bisher an Details bekannt ist, schockiert. 

"Audi und Porsche überholten sich gegenseitig"

Die Ermittlungen der Kommission von Polizei und Staatsanwaltschaft führten zu neuen Erkenntnissen: "Durchgeführte Vernehmungen bestätigten die ersten Zeugenaussagen. Der Audi und der Porsche überholten sich im Streckenverlauf gegenseitig. Im Zuge der Ermittlungen konnte der Fahrer des Porsche, ein 57-jähriger Mann aus Soest, ermittelt und vernommen werden", teilte die Staatsanwaltschaft mit. 

Zurzeit werde neben der fahrlässigen Tötung und der Gefährdung des Straßenverkehrs auch wegen eines verbotenen Autorennens ermittelt. Der 41-jährige Mann aus Hemer wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft aufgrund fehlender Haftgründe entlassen. Gegen den 57-jährigen Mann aus Soest wurde ebenfalls ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. 

Schwerer Verkehrsunfall zwischen Balve und Sundern

Sein Führerschein und der Porsche wurden sichergestellt. Bei drei der vier schwer verletzten Personen ist derzeit von lebensgefährlichen Verletzungen auszugehen. Die Ermittlungen dauern an.

Der Unfall:

Gerade noch auf HSK-Gebiet stießen ein Audi, der in Richtung Beckum fuhr, und ein VW Golf, der in Richtung Hövel unterwegs war, frontal zusammen. Der 41-jährige Mann aus Hemer, der den Audi fuhr, wurde leicht verletzt. 

Eine Frau starb noch am Unfallort

Die Insassen des VW Golf erlitten dagegen schwerste Verletzungen. Im Fahrzeug befanden sich ein 78-jähriger Mann aus Neheim, eine 69-jährige Frau aus Sundern, ein 67-jähriger Mann aus Arnsberg, eine 63-jährige Frau aus Sundern und die 70-jährige Frau aus Neheim, die noch an der Unfallstelle starb. 

Bei dem 41-jährigen Mann aus Hemer wurde Alkoholgeruch festgestellt. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab nach Angaben der Polizei einen Wert von über einem Promille. Dem Mann wurden zwei Blutproben entnommen und er wurde vorläufig festgenommen. Er sitzt in Arnsberg in Gewahrsam und wurde von den Ermittlern zum Tathergang befragt. 

Zeugen berichten von versuchtem Überholmanöver 

Zeugen hatten den gelben Audi des Hemeraners vor dem Unfall mehrfach zusammen mit einem roten Porsche gesehen. „Nach den Zeugenaussagen hat der Audi mehrfach versucht den Porsche zu überholen“, sagte Sebastian Held, Pressesprecher der Polizeibehörde Hochsauerlandkreis, auf Anfrage. 

108 Einsatzkräfte waren vor Ort, um den Verletzten zu helfen.

Zunächst war unklar, in welchem Zusammenhang der rote Porsche zu dem Unfall stand und ob sich beide Fahrzeuge ein Rennen lieferten, der Fahrer - über den nun bekannt ist, dass er aus Soest kommt, war flüchtig. 

Quelle: wa.de

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