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Schwerer Unfall auf der A44: Mann in Lebensgefahr - Unfall gibt Rätsel auf

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Von: Daniel Schröder

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Die Feuerwehr musste schweres Gerät anwenden, um den Fahrer zu befreien.
Die Feuerwehr musste schweres Gerät anwenden, um den Fahrer zu befreien. © Daniel Schröder

Auf der A44 zwischen Soest und Werl hat sich in der Nacht ein schwerer Unfall ereignet. Die Feuerwehr musste einen Mann aus seinem Wrack retten. Der Fahrer schwebt in Lebensgefahr.

Soest/Werl - Schwerer Unfall auf der A44 in Richtung Dortmund: Zwischen Soest und Werl war auf Höhe von Werl-Mawicke gegen 3.40 Uhr ein Kleinlaster in das Heck eines Sattelzuges gekracht. „Zu diesem Zeitpunkt war ein 47-jähriger Wittener mit seinem Lkw auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs. Als dieser sein Fahrzeug leicht verlangsamen musste, fuhr ihm ein 54-Jähriger aus Polen aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Lkw auf“, schilderte Polizeisprecherin Nina Kupferschmidt.

Der Fahrer des Transporters wurde durch den Zusammenstoß im Bereich seiner Beine „massivst“ in seiner Kabine eingeklemmt, berichtete Feuerwehrsprecher Kai Weets.

Die Feuerwehr Soest musste schweres hydraulisches Gerät anwenden, um den Mann zu retten. Die Feuerwehrleute entfernten die Fahrertür, schnitten die Karosserie an mehreren Punkten an und drücken sie mit Hydraulik-Zylindern auseinander, um den Mann zu befreien.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt. © Daniel Schröder

Der Fahrer kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus und schwebt in Lebensgefahr. Zwischenzeitlich gab es Pläne, einen Rettungshubschrauber für den Transport in eine Spezialklinik zu alarmieren, der Rettungsdienst entschied letztlich jedoch, dass der Pole mit einem Rettungswagen ins Klinikum Stadt Soest gebracht werden sollte.

Schwerer Unfall auf der A44: 40 Feuerwehrleute im Einsatz

Neben der Rettung des Transporter-Fahrers streute die Feuerwehr ausgelaufene Betriebsstoffe ab und sicherte die Einsatzstelle. Der Einsatz für die 40 ehrenamtlichen Feuerwehrleute war nach einer Stunde und 43 Minuten beendet.

Schwerer Unfall auf der A44: Warum krachte der Transporter in den Sattelzug?

Für die Polizei begann indes die Ermittlungsarbeit: Nach ersten Zeugenaussagen seien beide Fahrzeuge - der Transporter und der Sattelzug - in Bewegung gewesen, als es zum folgenschweren Auffahrunfall kam. Ein klassischer „Stau-Ende“-Unfall könne ausgeschlossen werden, sagte ein Polizeibeamter vor Ort. Die Polizei steht vor einem Rätsel: „Wir wissen noch nicht, warum der Transporter gegen den Sattelzug prallte.“

Die Autobahn musste rund anderthalb Stunden voll gesperrt werden. Um 5 Uhr konnte der linke Fahrstreifen jedoch wieder freigegeben werden, seit 7.20 Uhr ist die Unfallstelle geräumt und auch die rechte Spur wieder frei. Der Verkehr staute sich zwischenzeitlich auf mehrere Kilometer Länge bis zur Anschlussstelle Soest-Möhnesee. Die Autobahnmeisterei wurde angefordert, um das 250 Meter lange Trümmerfeld zu beseitigen.

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