Umweltaktivisten ketten sich an Braunkohlebagger

INDEN - Umweltaktivisten haben einen großen Schaufelradbagger im Braunkohletagebau Inden besetzt und den Kohleabbau stundenlang behindert. Die drei Frauen und vier Männer waren in der Nacht zu Sonntag bis zu 40 Meter hoch auf den Bagger geklettert, berichtete die Polizei in Düren.

Einige von ihnen hatten sich dort festgekettet. Die Polizei war gegen 1 Uhr nachts alarmiert worden. Die Abbauarbeiten wurden daraufhin eingestellt. Es dauerte bis Sonntagmittag, ehe ein Höheninterventionsteam der Polizei alle sieben Personen vom Bagger geholten hatte. Gegen alle sieben wurden Strafanzeigen erstattet.

Umweltaktivisten protestieren seit Jahren gegen den Einsatz von Braunkohle bei der Stromerzeugung. Strom aus Braunkohle gilt als besonders umweltschädlich. Zugleich ist Braunkohle als Energielieferant deutlich preiswerter als Gas und Steinkohle. Der mehr als 180 Meter lange Bagger ist bereits seit 1963 in verschiedenen Tagebauen im Einsatz. Seitdem haben seine riesigen Schaufeln mehr als 1,7 Milliarden Tonnen Abraum und Kohle bewegt. - lnw

Quelle: wa.de

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