Uhlenberg und Hunsteger fallen bei CDU-Wahlen durch

zu Gast beim Landtagspräsidenten Eckard Uhlenberg im NRW Landtag in Düsseldorf

BONN ▪ Den CDU-Landesparteitag in Bonn werden die Funktionäre aus dem Ruhrgebiet und aus Südwestfalen so schnell nicht vergessen. Nach 25 Jahren ließen die Parteifreunde Eckhard Uhlenberg bei der Stellvertreterwahl durchfallen.

Der Landtagspräsident und frühere NRW-Umweltminister hatte sich offenbar verkalkuliert. Er war zur Wiederwahl angetreten, obwohl großer Andrang auf die drei männlichen Stellvertreter-Posten herrschte. Unterlegen ist der Südwestfale letztlich JU-Landeschef Sven Volmering. Das Nachwuchs-Talent hatte seine Bewerbung geschickt platziert. Stolz verwies er auf 35 000 JU-Mitglieder und bot der neuen Landesspitze um Norbert Röttgen an, „ein Stück Verantwortung zu übernehmen“ bei der Neuausrichtung der Landes-CDU. Die Funktionäre honorierten das und wählten Volmering in den Vorstand. Der CDU-Bezirk Südwestfalen ist damit erstmals nach 25 Jahren nicht mehr im geschäftsführenden Vorstand der Landes-CDU vertreten.

Ebenfalls das Nachsehen hatten der Recklinghäuser Landtagsabgeordnete Josef Hovenjürgen und der Landeschef der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU, Thomas Hunsteger-Petermann. Der Hammer Oberbürgermeister zeigte sich enttäuscht – insbesondere darüber, „dass es keine Unterstützung der neuen Landesführung in der Frage der Beteiligung der Kommunen gegeben hat“. Der neue Landesvorsitzende Röttgen habe in seiner Antrittsrede nicht ein einziges Mal das Wort Kommunen erwähnt. Im Ergebnis ist der CDU-Bezirk Ruhrgebiet damit nur mit Oliver Wittke im geschäftsführenden Vorstand vertreten.

Für Ex-Minister Armin Laschet und den Landtagsfraktionsvorsitzenden Karl-Josef Laumann nahm die Kampfkandidatur dagegen einen guten Ausgang. Eine Niederlage hätte eine schwere Bürde für den Start von Röttgen bedeutet, will er die CDU geschlossen halten. ▪ dfb

Quelle: wa.de

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