Überfälle auf Anwaltskanzleien: Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage

+
Einsatzkräfte der Polizei rennen am 28.Februar in Erkrath mit erhobenen Waffen zu einem Gebäude.

DÜSSELDORF - Vier Monate nach der Mordserie in Anwaltskanzleien in Düsseldorf und Erkrath hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Das sagte ein Sprecher des Landgerichtes Düsseldorf am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 48 Jahre alten Mann dreifachen Mord sowie mehrfachen versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und schwere Brandstiftung vor.

Nach seiner Festnahme im Februar habe der Mann gestanden, vor dem Haftrichter aber geschwiegen.

Das Gericht prüft derzeit die Zulassung der Klage. Ein möglicher Verhandlungsbeginn steht daher noch nicht fest. Der Angeklagte sitzt in Düsseldorf in Untersuchungshaft, wo er psychiatrisch begutachtet wird.

Er soll die Verbrechen begangen haben, weil er einen Prozess gegen seine ehemalige Chefin verloren hatte und wütend auf Anwälte der beiden Kanzleien war.

Ende Februar soll der Mann, ein ehemaliger Koch, in einer Düsseldorfer Anwaltskanzlei zwei Anwälte erstochen und dann ein Feuer gelegt haben. In einer Erkrather Anwaltskanzlei soll er danach eine Anwaltsgehilfin erschossen und einen im Rollstuhl sitzenden Anwalt mit einer Schusswaffe schwer verletzt haben. Anschließend habe er auch dort die Räume in Brand gesteckt.

In einer Pizzeria in Goch am Niederrhein soll er seine Ex-Chefin gesucht und deren Töchter angegriffen haben, wurde dort aber von einem Passanten überwältigt. - dpa

Lesen Sie zum Thema auch:

- Nach Bluttaten in Düsseldorf: Verdächtiger in U-Haft

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare