Silvesternacht:

Tausende Einsätze - Polizei dennoch zufrieden

+

[UPDATE 13.05 Uhr] NRW - Überall in Nordrhein-Westfalen haben die Menschen das neue Jahr begrüßt. Meist blieb es fröhlich. Die Zahl der Polizei-Einsätze bewegte sich auf Vorjahresniveau. Aber natürlich hatten die Rettungskräfte wieder einiges zu tun.

Ob am Kölner Dom oder am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica: Millionen von Menschen in Nordrhein-Westfalen haben friedlich das neue Jahr begrüßt. Die Polizei sprach vielerorts von einem vergleichsweise ruhigen Jahreswechsel. Die Beamten rückten in der Silvesternacht zu landesweit rund 3800 Einsätzen aus - vor einem Jahr wurden 3700 gezählt.

700 Mal ging es diesmal um Ruhestörung, in 850 Fällen um Körperverletzung. Zu einer größeren Schlägerei kam es in Köln. Dort gingen zwei Gruppen unter anderem mit einem Messer und Knüppeln aufeinander los. Ein Mensch wurde durch einen Messerstich ins Bein schwer verletzt.

Verletzte gab es auch bei Unfällen. In Mönchengladbach wurden zwei Männer von Autos erfasst, als sie von der Fahrbahn aus Feuerwerkskörper zünden wollten. Einer der beiden - ein 29-Jähriger - erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen. In Dortmund überschlug sich ein Auto mehrfach, nachdem die betrunkene Fahrerin den Wagen gegen eine Verkehrsinsel gesteuert hatte. Alle vier Insassen des Autos wurden zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Im Kreis Heinsberg erlitt ein Dreijähriger durch einen umherfliegenden Silvesterknaller Verbrennungen an Ohr und Schulter. Er wurde in eine Kinderklinik gebracht. In Münster warfen Unbekannte einen Böller durch ein gekipptes Fenster in eine Polizeiwache. Ein Beamter erlitt ein Knalltrauma.

Auch Brände hielten die Rettungskräfte in Atem. So brannte im niederrheinischen Dinslaken ein Schnellrestaurant. Das Feuer griff nach Mitternacht von Müllcontainern auf das Burger-King-Gebäude über. Ursache könnten Feuerwerkskörper gewesen sein, hieß es von der Polizei.

In Duisburg schlief ein betrunkener 24-Jähriger mit einer glimmenden Zigarette ein. Sein Wohnzimmer brannte aus. Der Mann kam mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus. In Mülheim an der Ruhr brannte ein Mehrfamilienhaus lichterloh. Das Haus ist laut Polizei nicht mehr bewohnbar. Vier Menschen im Alter von 49 bis 91 Jahren kamen ins Krankenhaus.

Allein die Feuerwehr in Essen zählte in der Silvesternacht 86 Einsätze - vor einem Jahr waren es 57. Überall in NRW gingen Gartenhäuser, Mülltonnen, Altkleidercontainer und Briefkästen sowie Gebüsch und Hecken in Flammen auf. In Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis) verendeten zwei Kaninchen bei einem Laubenbrand. In Grefrath (Kreis Viersen) brannte eine Garage samt Auto. Die Fahrt zu den Einsätzen habe sich wegen Flaschen auf den Straßen teils wie ein Slalomparcours gestaltet, meldetet die Feuerwehr. Bisweilen flogen den Einsatzfahrzeugen auch Böller entgegen.

Die Rettungskräfte hatten alle Hände voll zu tun, um sich um Betrunkene zu kümmern. In der Düsseldorfer Altstadt wurde eine mobile Rettungswache aufgebaut. "Neben Verletzungen durch Feuerwerkskörper - meist leichtere Verbrennungen beim Anzünden - waren Schnittverletzungen an den Händen und der übermäßige Genuss von Alkohol die häufigste Behandlungsursache", bilanzierte die Feuerwehr in der Landeshauptstadt.

Autofahrer mussten sich landesweit auf Kontrollen gefasst machen. Im Rhein-Erft-Kreis wurden 306 Fahrer überprüft. Mehrere von ihnen mussten wegen Alkohol- oder Drogenkonsums Blutproben abgeben. Aus dem Kreis Minden-Lübbecke berichtete die Polizei hingegen: "Obwohl bei zahlreichen Verkehrskontrollen etwa 230 Fahrzeugführer auf Alkohol- und Drogenkonsum überprüft worden sind, muss keiner der Überprüften gleich zum Jahresbeginn um seine Fahrerlaubnis bangen."

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare