U-Bahn-Bau in Düsseldorf: Riesen-Eisklotz unter Kaufhaus

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Mit einem Hydraulikhammer schlägt  Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU), bei der Tunneltaufe, die ersten Brocken aus der vereisten Tunnelwand für die letzten 75 Meter der 3,4 Kilometer langen Tunnelröhre der Wehrhahn-Linie.

DÜSSELDORF - Der größte Eisklotz Nordrhein-Westfalens dürfte derzeit unter einem Kaufhaus in Düsseldorf verborgen sein: Für den Bau einer neuen U-Bahn-Strecke wurde dort in den vergangenen Wochen ein 75 Meter langer Bodenabschnitt tiefgefroren.

Am Montag begann eine Spezialfirma damit, aus dem minus 38 Grad kalten Klotz die Tunnelröhre auszufräsen. Der sogenannte Frostkörper mit einem Durchmesser von rund 18 Metern hat eine doppelte Funktion: Er stabilisiert den sensiblen Bauabschnitt für die Bohrungsarbeiten und schützt vor Grundwasser, das die Baumaßnahmen behindern könnte. Es ist der letzte Abschnitt der insgesamt 3,4 Kilometer langen Röhre. Anschließend werden Betonschalen eingesetzt, die den Tunnel abdichten.

Mehrere Schläuche durchziehen die gefrorene Erde. Durch sie wird dauerhaft eine wässrige Salzlösung, sogenannte Sole, geleitet. Dieses Kältemittel kühlt den Boden auf minus 38 Grad ab. Die Gefrieraggregate haben eine Kälteleistung, die rund 2000 Haushaltskühlschränken entspricht, wie die Stadt mitteilte.

Die Kosten für den aufwändigen Tunnelbau allein in diesem kurzen Abschnitt liegen bei 71 Millionen Euro - fast eine Million pro Meter. Die Arbeiten an der U-Bahn-Linie sollen nach Angaben der Stadt bis Mitte 2015 abgeschlossen sein. Ende 2015 soll dann frühestens die erste Bahn fahren. 780 Millionen Euro soll der Bau der 3,4 Kilometer langen U-Bahn-Röhre insgesamt kosten.

Quelle: wa.de

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