Trümmerfeld nach Massenkarambolage in NRW geräumt - Weitere Unfälle

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Unfallstelle auf der A 31 bei Heek: 50 Fahrzeuge fuhren ineinander. Die Massenkarambolage wurde vermutlich durch einen relativ harmlosen Auffahrunfall ausgelöst. Allerdings herrschte zum Unfallzeitpunkt dichter Nebel auf der Autobahn.

HEEK/AACHEN - Eine Massenkarambolage, ein verheerender Frontalzusammenstoß und „normale“ Unfälle: Zwölf Menschen sind am Wochenende auf den Straßen Nordrhein-Westfalens gestorben.

Der spektakulärste Unfall ereignete sich auf der Autobahn 31 im Münsterland, wo vermutlich im Nebel 50 Autos ineinander krachten. Drei Menschen kamen ums Leben. Gar fünf Tote forderte ein Unfall in Aachen, bei dem zwei Autos frontal gegeneinander rasten. In beiden Fällen beschrieben Polizisten den Unfallort als Trümmerfeld. Viele Zeugen mussten psychologisch betreut werden. Es ist Freitagabend, A 31 Richtung Emden, zwischen Heek und Gronau-Ochtrup. Zwei Limousinen stoßen zusammen, es gibt nur einen Blechschaden, niemand wird ernsthaft verletzt. Doch hinter dieser Unfallstelle kommt es im dichten Nebel zur Katastrophe. 50 Wagen krachen ineinander. Die traurige Bilanz: Eine 44 Jahre alte Frau aus Köln, ein 28-jähriger Mann aus Nordhorn und ein 50 Jahre alter Mann aus dem Kreis Borken kommen ums Leben. Zwei der Opfer starben, nachdem sie ihr Unglücksauto bereits verlassen hatten. Der dritte Tote wurde im Wrack seines Wagens an einer Böschung gefunden. 14 Menschen werden schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Mehrere Kliniken nehmen sie auf, darunter auch die in der nahe gelegenen holländischen Grenzstadt Enschede. Unter den zahlreichen Leichtverletzten ist ein vierjähriges Kind und ein sechs Monate altes Baby.

Die A 31 blieb mehr als 24 Stunden lang in beiden Richtungen für Rettung, Spurensicherung und Aufräumarbeiten gesperrt. Erst am späten Samstagabend rollte der Verkehr wieder an. „Wir können froh sein, dass es nicht noch mehr Tote gab“, sagte Einsatzleiter Werner Schümchen.

Der Frontalzusammenstoß bei Aachen, bei dem am frühen Samstagmorgen fünf Menschen ums Leben kamen, wurde wahrscheinlich durch zu schnelles Fahren verursacht. Ein 24 Jahre alter Mann habe die Kontrolle über sein Auto verloren und sei in den Gegenverkehr geraten. Doch damit kein Ende der Schreckensbilanz: Ebenfalls am Samstag fuhr in Nettetal ein 71 Jahre alter Mann gegen einen Baum und starb. In Marl überfuhr am frühen Morgen ein Autofahrer einen 20-jährigen Fußgänger, den er im Dunkeln nicht rechtzeitig erkannte. In Rhede bei Borken kam ein 83-jähriger Autofahrer ums Leben, der ein anderes Fahrzeug übersah. Gestern rasten zwei junge Männer mit dem Auto in Schwalmtal gegen einen Baum, einer starb. - lnw

Quelle: wa.de

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