Ekel im sauerländischen Halver

Tote Tiere im Wald entsorgt - "Es stinkt erbärmlich"

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Ein toter Fuchs hängt im Baum.

Ein toter Fuchs hängt in einer Astgabel, achtlos in den Wald geschmissen. Es stinkt zum Himmel im sauerländischen Halver.

Halver/Schalksmühle - Das Fell von Rehwild liegt im Gebüsch, ein zu Teilen aufgefressenes Wildschwein verweste vor einigen Wochen dort langsam im Wald. Die Bilder, die ein Anwohner Halverscheids im Wald gemacht hat, sind zum Teil zu unappetitlich, um sie zu veröffentlichen. „Es stinkt erbärmlich“, sagt der Anwohner, der selbst Jäger ist und sich umso mehr ärgert über den Umgang mit der Natur und den Tieren. 

Wer die Sauerei angerichtet hat, ist unklar. Aber es sei nicht das erste Mal gewesen, weiß man in Halverscheid, und das regelmäßig an gleicher Stelle. Dass Jäger Teile des erlegten Wildes im Wald zurücklassen, ist dabei nicht verboten. Es wird der Natur zurückgegeben heißt es, wenn nach dem Abschuss beispielsweise die Innereien entnommen werden. Sie dienen als Futter für die Tiere, die auf Eiweiß angewiesen sind. Füchse, Krähen, Wildschweine oder auch der Dachs verschmähen die angebotene Mahlzeit nicht, die so in den Kreislauf der Natur zurückkommt. 

Das ist eine "andere Dimension"

Das aber, was 500 Meter östlich der Wohnbebauung von Halverscheid passiert, „hat eine andere Dimension“, sagt der Fachmann, der auch den Märkischen Kreis eingeschaltet hat. Denn es geht nicht allein um die Verletzung waidmännischer Regeln, sondern auch um den Ruf der Jägerschaft allgemein. „Wir fahren mit der rollenden Waldschule in Kindergärten und Schulen, um die Jagd, die Hege und Pflege des Bestandes zu erklären.“ 

Die planlose Entsorgung von Fleischmengen konterkariere diese Aufklärungsarbeit. Informationen der Redaktion zufolge will der Märkische Kreis nun zunächst Kontakt zum Jagdpächter aufnehmen.

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Quelle: wa.de

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