Vermeintlich zu hohe Temperaturen im Auflieger haben sich nicht bestätigt

Wende im Dönerfleisch-Fall von der A44: Kreis Unna erwägt Freigabe für Verzehr!

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[Update 17.10 Uhr] Anröchte - Der vermeintliche "Gammelfleisch-Fund" von der A44 nimmt eine unerwartete Wende: Wie der Kreis Unna jetzt schriftlich mitteilte, darf das Dönerfleisch möglicherweise nämlich doch noch für den Verzehr freigegeben werden. Warum - das steht hier in unserer aktualisierten Berichterstattung.

Das Fahrzeug eines Betriebes aus Lünen, das gegen 10.50 Uhr auf dem Parkplatz Völlinghauser Flur der A 44 bei Anröchte kontrolliert worden war, sei am Sonntag nach Lünen gebracht, der verplombte Laderaum geöffnet und die Temperatur der Ware gemessen worden.

"Die Kerntemperatur - und dies ist der entscheidende Wert - lag bei Minus 3,1 bis Minus 7,1 Grad. Die Umgebungstemperatur kann (wie in diesem Fall) durchaus höher sein. Am Montag wurde die mikrobiologische Beprobung aller Paletten (24) beauftragt. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. 

Wenn die Richtwerte stimmen, kommt das Fleisch auf den Spieß

Sollten die mikrobiologischen Richtwerte eingehalten werden, soll das Fleisch für den Verzehr freigegeben werden – allerdings mit verkürztem Zeitfenster. Eingeleitet wurde außerdem ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Aussagen dazu können noch nicht gemacht werden", hieß es aus der Pressestelle des Kreises Unna zu dem Fall.

Die Polizei Dortmund hatte zunächst von 24 Tonnen unsachgemäß transportiertem Dönerfleisch im Wert von 43.000 Euro gesprochen. Zur genauen Prüfung und Entsorgung der Ware sei der Fall an den Kreis Unna übergeben worden. 

Dort jetzt also die Korrektur der Messwerte: Die Polizei hatte 5,9 Grad gemessen und dies mit einem Foto untermauert, der Kreis kam zu Messwerten im Minusbereich. 

Eigentlicher Anlass der Überprüfung des Sattelzuges am Sonntag war das Sonntagsfahrverbot gewesen. "Doch am Ende entdeckten die Beamten mehrere fragwürdige Dinge", hieß es in der Pressemitteilung der Polizei Dortmund von Dienstagnachmittag.

Lenkzeit deutlich überschritten - Anzeige!

Der 59-jährige Fahrer aus Lünen habe in einer ersten Einlassung angegeben, dass ihm der Defekt des Kühlaggregates bekannt gewesen sei. Und: "Sein Chef würde die Ware später wieder einfrieren", schreibt die Polizei.

Das Fahrzeug wurde daraufhin durch Mitarbeiter des Veterinärdienstes des Kreises Soest verplombt. Zur genauen Prüfung sei der Fall an den Kreis Unna übergeben worden. Der ist zuständig, weil der Betrieb in Lünen ansässig ist.

Mit der Ladung allein, die die Polizei zufällig entdeckte, war es aber nicht getan:

"Zu allem Überfluss hatte der 59-jährige Fahrer mit knapp 13 Stunden die zulässige Lenkzeit deutlich überschritten. Entsprechende Anzeigen folgten. Der Warenwert des unsachgemäß transportierten Fleisches lag bei knapp 43.000 Euro", so die Polizei Dortmund abschließend.

Quelle: wa.de

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