Polizei und Staatsanwaltschaft verdächtigen 21-jährigen Medebacher

Tötungsdelikt in Medebach: Tatverdächtiger auf der Flucht

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[Update 10 Uhr] Medebach - Im Fall des getöteten 67-Jährigen aus Medebach ist den Ermittlern womöglich der Durchbruch bei der Aufklärung des Verbrechens gelungen: Ein 21-Jähriger ebenfalls aus Medebach steht laut einer aktuellen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Arnsberg und der Polizei Dortmund unter Tatverdacht. Er ist allerdings noch auf der Flucht.

Die Wohnung des Mannes in Medebach im Bereich Ortsmitte sei am Dienstagmorgen bereits durchsucht worden, heißt es. Dabei ist auch Beweismaterial sichergestellt worden, wie Thomas Poggel, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Arnsberg berichtet. Die Ermittlungen dauerten an. 

Entgegen erster Berichterstattung wurde der junge Mann allerdings nicht festgenommen. "Die Information ist schlichtweg falsch", erklärte Poggel. Der Tatverdächtige sei bei der Wohnungsdurchsuchung nicht angetroffen worden, er sei "seit Längerem" untergetaucht.

Beziehung von Opfer und Tatverdächtigem unklar

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagmorgen mitteilten, dauere die Fahndung nach dem flüchtigen 21-Jährigen weiterhin an. Wie genau die Fahndungsmaßnahmen aussehen, wollte Poggel "aus ermittlungstaktischen Gründen" aber nicht sagen.

Tatort und Wohnort des Verdächtigen liegen offenbar gar nicht weit voneinander entfernt. Beamte der Kriminaltechnischen Untersuchung (KTU) waren in Medebach, es wurde demnach auch Beweismaterial sichergestellt.

Unklar ist weiterhin, in welchem Verhältnis Opfer und Tatverdächtiger stehen. Da beide aus Medebach kommen, liegt der Verdacht durchaus nahe, dass sich beide gekannt haben könnten.

Auto am Samstag gefunden

Am Montag war von der Polizei bereits das verschwundene Auto des getöteten Mannes gefunden worden. Wie Staatsanwalt Neulken am Montagvormittag auf Nachfrage erklärt hatte, war der VW Polo, nach dem öffentlich gefahndet worden war, am Samstagnachmittag am Schützenplatz in Winterberg-Züschen entdeckt worden, der nur etwa elf Kilometer Luftlinie vom Tatort entfernt liegt.

Personen seien allerdings nicht angetroffen worden, zudem seien die Kennzeichen des Fahrzeugs abmontiert gewesen. Nun werde das Auto "gründlich untersucht", um mögliche Spuren zu sichern, wie Neulken berichtete.

Der VW Polo wurde Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge zwischen Montag (7. Januar), 21 Uhr, und Dienstag (8. Januar), 3 Uhr, dort abgestellt. "Möglicherweise wurden der oder die Täter dort abgeholt", hieß es in einer Pressemitteilung von Montagnachmittag.

Tatverdächtige hatte es zu diesem Zeitpunkt laut Staatsanwaltschaft Arnsberg noch nicht gegeben - das hat sich Stand Dienstagnachmittag geändert.

Bekannte hatten sich Sorgen gemacht

Am vergangen Donnerstag war ein 67-jähriger Mann tot in seinem Haus in Medebach gefunden worden. Bekannte hatten sich Sorgen um den Mann gemacht und die Polizei alarmiert, die dann seine Leiche gefunden hatte. 

Die genaue Todesursache hatte die Staatsanwaltschaft nicht preisgegeben. "Das ist Täterwissen", sagte Klaus Neulken. Er teilte nur mit, dass "Gewalteinwirkung im Bereich des Kopfes" ursächlich für den Tod gewesen sei.

Quelle: wa.de

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