Gefährliches Porsche-Überholmanöver offenbar drei Tage zuvor

Nach tödlichem Unfall auf B229: Polizei sucht Motorradfahrer und Sozia

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Die Unfallstelle zwischen Sundern-Hövel und Balve-Beckum.

Sundern/Balve - Die Ermittlungen nach dem tödlichen Verkehrsunfall auf der B 229 zwischen Sundern-Hövel und Balve-Beckum laufen weiter. Aufgrund eines Vorfalls drei Tage vor dem folgenschweren Unfall wird nun nach einem Motorradfahrer und seiner Sozia gesucht. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagmittag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

"Im Zuge der Ermittlungen zu dem tödlichen Verkehrsunfall bei Sundern-Hövel am 1. August wurde der Polizei ein weiterer Vorfall angezeigt", erklären Polizei und Staatsanwaltschaft. 

Am Sonntag (29. Juli) - also drei Tage vor dem tödlichen Unfall - soll es gegen 14.15 Uhr auf der gleichen Straße zwischen Hövel und Beckum zu einem gefährlichen Überholmanöver gekommen sein. 

Eine 36-jährige Frau aus Sundern war mit ihrem Wagen in Richtung Beckum unterwegs. In einer langgezogenen Rechtskurve wurde sie von einem roten Porsche mit Soester Kennzeichen überholt - ein solches Fahrzeug war auch an den Überholmanövern unmittelbar vor dem Unfall am 1. August beteiligt. "Hierbei sollen ein Motorradfahrer und seine Sozia gefährdet worden sein, sodass diese stark abbremsen und ausweichen mussten, um eine Kollision zu verhindern", heißt es in der Erklärung. 

Ob ein Zusammenhang zwischen dem tödlichen Verkehrsunfall und diesem Vorfall besteht, sei derzeit Bestandteil der Ermittlungen. Daher sucht die Polizei den Motorradfahrer und seine Sozia, die an diesem Vorfall beteiligt waren. Ebenso werden weitere Zeugen, die Angaben zu diesem Sachverhalt machen können, gesucht. Hinweise nimmt die Polizeiwache in Sundern unter ☎ 02933/90200 entgegen.

Porsche-Fahrer schweigt weiterhin

Informationen, dass auch ein gelber Audi zum Zeitpunkt des Fastunfalls die Bundesstraße 229 im Bereich der Kreisgrenze befahren hat, liegen Polizei und Staatsanwaltschaft bislang nicht vor.

Der Porsche-Fahrer äußert sich gegenüber der Polizei weiterhin nicht, somit ist auch weiterhin unklar, ob er wirklich indirekt an dem Zusammenstoß auf der B229 beteiligt war. 

Bei diesem war der Audi frontal in einen VW Golf gerast. Während der Unfallfahrer, der zum Zeitpunkt der Kollision einen Alkoholwert im Blut von mehr als einem Promille hatte, nur leichte Verletzungen erlitt, starb eine 70-jährige Frau aus Neheim, die in dem Golf gesessen hatte, noch an der Unglücksstelle. Die weiteren vier VW-Insassen wurden allesamt schwer verletzt.

Nicht mehr alle Verletzten in Lebensgefahr

„Aktuell besteht zumindest nicht mehr bei allen Verletzten Lebensgefahr“, sagte Sebastian Held, Pressesprecher der Polizeibehörde Hochsauerland, auf Anfrage.

Zeugen hatten vor dem Unfall beobachtet, dass sich der Porsche und Audi mehrfach versuchten zu überholen. Nach dem Crash flüchtete der Soester zunächst, stellte sich aber am nächsten Tag der Polizei. Gegen ihn und den 41-Jährigen aus Hemer wird wegen fahrlässiger Tötung, Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen eines illegalen Autorennens ermittelt.

Die beiden Unfallfahrzeuge wurden von der Polizei sichergestellt und werden aktuell durch einen Gutachter untersucht. „Ergebnisse liegen allerdings noch nicht vor“, sagte Pressesprecher Held.

Quelle: wa.de

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