Tödliche Hetzjagd: Anklage fordert acht Jahre Haft

DÜSSELDORF - Im Prozess um die tödliche Hetzjagd auf einen Familienvater an der Düsseldorfer Königsallee hat der Staatsanwalt für die beiden Angeklagten je acht Jahre Haft gefordert.

Ankläger Matthias Ridder warf den 23 und 24 Jahre alten Angeklagten versuchten Totschlag und Körperverletzung mit Todesfolge vor.

Die beiden Männer hatten gestanden, in den frühen Morgenstunden des 5. Novembers 2011 einen 24-jährigen zweifachen Familienvater nach einem Streit in der Kö-Disco "Checkers" durch die angrenzende Ladenpassage gehetzt und in eine Schaufensterscheibe geschubst zu haben. Der 24-jährige Vater von Zwillingen zog sich dabei tödliche Schnittverletzungen zu und verblutete.

Als versuchten Totschlag wertete Ridder, dass die beiden Männer noch mehrfach auf das wehrlos in den Glasscherben liegende Opfer eingetreten und -geschlagen hatten. Das war deutlich auf den Bildern von Überwachungskameras zu sehen.

Die beiden Angeklagten folgten dem Plädoyers mit gesenktem Kopf und starrem Blick. Sie versuchten jeden Blickkontakt zu den Angehörigen des Opfers zu vermeiden. Beide haben die Tat bedauert und sich bei den Angehörigen entschuldigt. Der Jüngere von ihnen hat der Familie des zweifachen Vaters bereits eine Wiedergutmachung von 10000 Euro gezahlt, bestätigten die Anwälte.

Am Nachmittag wollen die Verteidiger der Angeklagten und die Anwälte der Nebenkläger plädieren. Am frühen Abend wird mit dem Urteil gerechnet. - lnw

Quelle: wa.de

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