ThyssenKrupp-Stahl: 1800 Mitarbeiter von Verkaufsplänen betroffen

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Symbolbild

GELSENKIRCHEN/ESSEN - Der kriselnde ThyssenKrupp-Konzern gibt Gas beim Umbau. Nun sollen Teile der Stahlsparte mit 1820 Mitarbeitern zum Verkauf gestellt werden. Die bereits angekündigte Streichung von 2000 Stellen beim Stahl steht noch bevor. Über Einzelheiten wird noch verhandelt.

Im Zuge des geplanten Konzernumbaus hat ThyssenKrupp in seiner Stahlsparte den Verkauf von Werken mit insgesamt rund 1 820 Mitarbeitern eingeleitet. Der Aufsichtsrat der betroffenen Sparte ThyssenKrupp Electrical Steel habe den vorbereitenden Maßnahmen für den Verkaufsprozess zugestimmt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Duisburg mit. Der Produktbereich habe zuletzt mit einem "schwierigen Marktumfeld" zu kämpfen gehabt, hieß es.

In Deutschland ist die Trennung vom Werk Gelsenkirchen mit rund 620 Mitarbeitern geplant. Daneben will ThyssenKrupp die Werke im französischen Isbergues mit 590 Beschäftigten und im indischen Nashik mit rund 610 Beschäftigten verkaufen. Von den geplanten Verkäufen betroffen seien ausschließlich die Standorte, in denen sogenanntes "kornorientiertes Elektroband" hergestellt werde, hieß es. Die Stahlsorte wird etwa zum Bau von Transformatoren in der Energiewirtschaft eingesetzt, sogenannte Nicht-kornorientierte Elektrobleche werden etwa zum Bau von Industriemotoren, Haushalsgeräten und Windkraftanlagen eingesetzt.

Der Bereich "Nicht kornorientiertes Elektroband" mit knapp 720 Mitarbeitern am Standort Bochum werde dagegen nicht verkauft sondern in die Duisburger ThyssenKrupp Steel Europe AG integriert, hieß es.

ThyssenKrupp hatte die Trennung von 1800 Mitarbeitern durch Verkäufe in seiner Stahlsparte bereits im Februar im Rahmen des geplanten Umbaus angekündigt. Daneben sollen 2000 Stellen beim Stahl gestrichen werden. Über den geplanten Personalabbau werde derzeit noch mit den Betriebsräten verhandelt, sagte ein ThyssenKrupp-Sprecher. Einzelheiten stünden noch nicht fest, hieß es.

Die Maßnahmen sollen bis zum Geschäftsjahr 2014/15 umgesetzt sein. ThyssenKrupp will in den nächsten drei Jahren rund zwei Milliarden Euro einsparen, davon rund 500 Millionen Euro in seinem europäischen Stahlgeschäft. - dpa

Quelle: wa.de

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