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Testpflicht für Innenräume: Wo Ungeimpfte künftig einen Corona-Test brauchen

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Von: Marcel Guboff

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Zum Schutz vor Corona kommt die Testpflicht für Innenräume. Geimpfte und Genesene haben es einfacher. Wo Ungeimpfte künftig einen Test brauchen.

Hamm - Bund und Länder haben sich bei der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz auf neue Corona-Regeln verständigt. Viele Änderungen gibt es vor allem für Ungeimpfte in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland. Während vollständig geimpfte oder genesene Personen in Deutschland ohnehin ihre Nachweise haben, kommt auf diejenigen, die das nicht betrifft, einiges zu. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17.925.570 (31. Dezember 2020)
HauptstadtDüsseldorf

Testpflicht für Innenräume: Hier brauchen Ungeimpfte künftig einen Corona-Test

Denn ab spätestens 23. August gilt: Zutritt für bestimmte Innenräume gibt es dann noch ein Zutritt nur noch mit Impf- oder Genesenennachweis - oder eben mit frischem Corona-Test. Kurzum: Die 3G-Regel.

Diese Corona-Regel gilt für viele offene Bereiche. Während Geimpfte oder Genesene also einen mehr oder minder „Freifahrtschein“ haben, müssen sich Ungeimpfte testen lassen - und dafür zahlen. Denn ab 11. Oktober kann nicht mehr jeder Bürger einfach ohne Portemonnaie zur Corona-Teststelle gehen.

Der Vorlauf von acht Wochen soll es dabei noch ermöglichen, sich bis dahin gratis vollständig impfen zu lassen. Kostenlos bleiben sollen Corona-Schnelltests dann noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können - wohl nachzuweisen per Attest. Und für jene, für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt wie für Unter-18-Jährige und Schwangere. Für diese Bereiche brauchen Ungeimpfte dann einen Corona-Test:

Corona-Testpflicht für Innenräume: Kinder sind von dieser Corona-Regel befreit

Generell sind von der allgemeinen 3G-Pflicht für Innenräume Kinder „bis zum 6. Lebensjahr“ befreit. Gleiches gilt ebenso für ältere Schüler, die nach bisherigen Plänen wie etwa auch in NRW ohnehin regelmäßig in der Schule getestet werden sollen. Sie könnten den Schülerausweis als Nachweis nutzen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für Bayern.

Die konkrete Ausgestaltung liegt wie immer bei den Ländern, die ihre jeweilige Corona-Schutzverordnung noch ausarbeiten. So teilte das Land NRW auf Anfrage unserer Redaktion mit, dass die neuen Regeln diesbezüglich noch abgestimmt würden. Laut Bund-Länder-Beschluss kann die 3G-Regel auch ausgesetzt werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis „stabil“ unter 35 liegt oder ein anderes Warnsystem eines Landes ein vergleichbar niedriges Infektionsgeschehen anzeigt.

3G-Regel für Innenräume: Markus Söder geht das nicht weit genug und will strengere Corona-Regeln

Doch schon bald könnten Ungeimpfte von diversen Sachen ausgeschlossen werden. Zwar will die Bundesregierung vorerst auf das 3G-Prinzip setzen, wie es mit den Ländern vereinbart wurde. Allerdings muss es sich jetzt auch als wirksames Schutzinstrument beweisen. „Wir müssen versuchen, mit leichten Maßnahmen zu reagieren, um so ganz dramatische Maßnahmen möglichst zu verhindern“, wie es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) formulierte.

Klappt das nicht und die Zahlen steigen immer schneller, ergäbe sich also eine neue Situation. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist sich schon jetzt sicher, dass die 2G-Regel kommen wird. Privatanbieter können ohnehin schon jetzt für ihre Innenräume das 2G-Prinzip festlegen: also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene, nicht aber für Getestete.  Im Fußball wird es bereits praktiziert - etwa bei Borussia Dortmund. Denn beim BVB gibt es keine Stadion-Tickets für Ungeimpfte. Ausnahme bilden Kinder und Jugendliche, die noch nicht geimpft werden dürfen oder noch nicht geimpft sind. 

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