Terror-Alarm in NRW

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Polizeibeamte beschlagnahmen verdächtiges Material aus einm Haus in Düsseldorf, in dem ein festgenommener mutmaßlicher Al Kaida Terrorist gewohnt haben soll. ▪

DÜSSELDORF ▪ Sie hatten Sprengstoff und planten wohl einen Anschlag in Deutschland: Beamte des Bundeskriminalamts haben am Freitag in Düsseldorf drei mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks El Kaida festgenommen. Sie sollen an diesem Samstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Die drei Marokkaner sollen aus NRW stammen und standen offenbar schon länger im Fokus der Ermittler. Für die Nacht zum Freitag sollen sie eine Art Testlauf geplant haben, um die Wirkung des Sprengstoffs zu erproben. Dabei habe es sich aber noch nicht um einen Terrorschlag gehandelt. Zwar wurde der Test verschoben, dennoch entschieden sich die Ermittler für den Zugriff.

Bei den Festnahmen der Männer in Düsseldorf wurden nach „Bild“-Informationen größere Mengen Sprengstoff sichergestellt. Bei dem Trio handele es sich um Abdeladim K. und Jamil S. aus Düsseldorf sowie um Ahmed Sh. aus Bochum. Die „Welt“ berichtet unter Berufung auf einen Ermittler, dass die Verdächtigen einen Bombenanschlag auf den öffentlichen Nahverkehr einer deutschen Großstadt planten. Der genaue Ort habe aber noch nicht festgestanden. An diesem Samstag wollen der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum und der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, Details nennen. Die Dimension des Falls sei vergleichbar mit dem der Sauerland-Gruppe; einer der Anführer sei in einem Terrorcamp im Ausland ausgebildet worden, hieß es.

Die vier Islamisten der Sauerland-Gruppe wollten ebenfalls Terroranschläge in Deutschland verüben. Die Männer waren in einem Terrorcamp im Ausland ausgebildet und auf Autobombenanschläge vorbereitet worden. Drei von ihnen wurden 2007 in Oberschlehdorn gefasst. ▪ dpa

Quelle: wa.de

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