Taxiverband: Mindestlohn hat Arbeitsplätze gekostet

+
Holger Goldberg

KÖLN - Der gesetzliche Mindestlohn hat nach Angaben eines Taxiverbands in Nordrhein-Westfalen die Branche Arbeitsplätze gekostet. In einigen Fällen sitze der Unternehmer wieder mehr am Steuer, um Kosten zu sparen. Auf dem Land werde bei den Nachtfahrten gespart.

Es habe Entlassungen bei Minijobbern und Vollzeitkräften gegeben, sagte der Geschäftsführer der Fachvereinigung Personenverkehr Nordrhein Taxi-Mietwagen, Holger Goldberg, der Deutschen Presse-Agentur. Der Mindestlohn ist am Freitag seit 100 Tagen in Kraft.

In einigen Bezirken seien die Tariferhöhungen zu spät gekommen, um die Mehrkosten durch den gesetzlichen Mindestlohn abzufangen. Da werde sich noch zeigen, ob die Taxi-Unternehmen das überlebten. Den Tarif könne man auch nicht beliebig in die Höhe treiben, sagte Goldberg. Es könne kontraproduktiv sein, wenn zwar ein Tarif erhoben werde, der den Mindestlohn deckt, dafür aber Kunden wegbleiben. - lnw

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare