Große Suchaktion in Altena-Evingsen

Fast 1000 Helfer: Suche nach vermisstem Mann erfolglos abgebrochen 

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Altena - Mehr als 800 Helfer beteiligten sich am Samstag an der großangelegten Suchaktion nach dem seit Montagmorgen vermissten 75-Jährigen aus Altena-Evingsen. Nach mehreren Stunden wurde die Aktion erfolglos abgebrochen.

Auch die zahlreichen freiwilligen Helfer konnten den vermissten 75-Jährigen nicht finden: Die große Suchaktion, an der sich hunderte Menschen beteiligt hatten, wurde am Samstagnachmittag erfolglos abgebrochen. Am Ende wurde das Gebiet, in dem der Mann zuletzt gesehen worden ist, ein zweites Mal durchkämmt, doch von dem 75-Jährigen fehlt weiter jede Spur. 

Am Mittag gab es Hoffnung, als Hunde einer Rettungshundestaffel angeschlagen hatten. Das besagte Waldstück, das nicht weit von dem Bereich entfernt ist, auf den ein dubioser "Seher" Hinweise gegeben hatte, wurde daraufhin näher untersucht. Doch auch dabei wurde der Vermisste nicht gefunden.

Mehr als 800 Menschen suchen nach vermisstem Evingser

Auch nach sechs Tagen fehlt von dem 75-Jährigen jede Spur. Für Samstagmorgen hatten die Familie, Thomas Schmitz, Ortsvorsteher Evingsens, und Helmar Roder, Ortsvorsteher Dahles, die Öffentlichkeit zu einer großangelegten Suchaktion aufgerufen. Deutlich mehr als 800 Helfer sind dem Aufruf gefolgt. Der Dahler Ortsvorsteher und Schwiegersohn des Vermissten, Helmar Roder, hatte angesichts der großen Resonanz Tränen in den Augen.

Insgesamt waren gut 160 Einsatzkräfte der Polizei Altena, Kripo Iserlohn, Feuerwehr Altena, Freiwillige Feuerwehr Evingsen und Dahle, THW Altena und Balve, vom Rote Kreuz aus Altena und eine Hundestaffel aus Iserlohn vor Ort und unterstützen die Helfer. Zudem waren Seelsorger im Einsatz.

In Gruppen von etwa 20 Personen suchten die Helfer das Waldgebiet ab, in dem der Evingser vermutet wird. Er war am Montagmorgen nicht von einer Wanderung wiedergekehrt. Pro Gruppe wurde ein Gebiet von etwa einem Quadratkilometer abgesucht, auch Gewässer. Die Suche begann im Evingser Ortskern, also von innen nach außen.

Auch die Rettungshundestaffeln BRH Märkisches Sauerland unterstützten die Suche. Sechs Hundeführer und weitere zwölf Begleiter waren im Gebiet Nettenscheid unterwegs, in Kooperation mit dem THW Altena.  

Die Hunde trugen Glöckchen auf dem Rücken, da sie alleine im Wald unterwegs waren. Für die Suche nach Vermissten seien alle Hunderassen geeignet, sagt Hundeführerin Michaela Liesen. "Alle Nasen sind geeignet, Hauptsache sie lassen sich zum Suchen motivieren", erklärte sie.

Auch das THW Altena und eine Hundestaffel aus Olpe unterstützen die Suche.

Am Schützenplatz an der Ihmerter Straße wurden die Helfer registriert und von Einsatzkräften geschult. Eine Ansprache haben Polizeihauptkommissar Alexander Fall sowie Helmar Roder, Ortsvorsteher von Dahle und Schwiegersohn des Gesuchten, gehalten.

Thomas Schmitz, Ortsvorsteher von Evingsen, freute sich über die große Resonanz, gleichwohl habe er damit schon gerechnet: "Der Fall bewegt alle. Es st ein sehr ländlich geprägtes Gebiet, da ist es  für viele selbstverständlich, sich zu beteiligen."

Auch für Horst Höfer aus Dahle war das selbstverständlich: "Ich kenne den Vermissten schon seit mehr als 20 Jahren. Da ist es doch klar, dass ich helfe", sagt er. Schon vergangene Wiche ist er mit seinem Geländewagen das Gebiet abgefahren, hat unter anderem Hochsitze kontrolliert.

Horst Höfer ist einer der Helfer.

Für die Suche gab es einige Verhaltensregeln, die es zu beachten galt:

  • an der Suche beteiligen sich nur Erwachsene 
  • jeder sollte ein Handy bei sich haben 
  • nach Möglichkeit Karte oder Wander-App mitbringen, ggfs. auch GPS-Gerät 
  • beim Eintreffen auf dem Schützenplatz melden sich die Helfer bei den Organisatoren an und leisten deren Anweisungen Folge 
  • nicht eigenmächtig handeln! 
  • Fahrverbote und andere im Wald zu beachtende Ver- und Gebote bleiben auch während der Suche bestehen.

Quelle: wa.de

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