Unwetterwarnung für NRW

Sturm in NRW: Böe kippt 40-Tonner in Graben - Wetterwarnung bleibt

Sturm Sabine ist über NRW hinweg gezogen und hat weniger Schäden verursacht als befürchtet. Die Unwetterwarnung bleibt aber bestehen. Die Nacht zu Dienstag war erneut stürmisch.

  • Sturm in NRW: Orkan Sabine hat über NRW gewütet - mit Böen bis zu 137 km/h.
  • Die Schäden sind weniger dramatisch als befürchtet. Viele Schulen bleiben zu.
  • Neue Unwetterwarnung für den Montagabend.

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Update, 18. Februar: Das Wetter in NRW bleibt ungemütlich. Auch zum Karneval am Wochenende droht ein weiterer Sturm. Die Vorhersage ist zwar noch sehr unsicher, aber erste Tendenzen sind erkennbar. Ob dies auch zu Absagen an Rosenmontag führen kann, ist noch völlig unklar.

Update, 16.57 Uhr: Am "Tag danach" hat jetzt auch der Dortmund Airport eine Sturmbilanz gezogen - immerhin 80 Prozent der Linienflüge fanden demnach statt. Insgesamt seien am Sonntag und Montag 4000 Fluggäste vom Sturm betroffen gewesen - vorsorglich waren 13 Flüge von und nach München und London gestrichen worden. Vier Flieger wurden aufgrund starker Böen zum Flughafen Köln/Bonn umgeleitet.

Update, 12.21 Uhr: Auch Daniel Tüns, Meteorologe vom Dienst beim Deutschen Wetterdienst in Essen, sagt, es kündige sich bereits der nächste Sturm an: "In der Nacht zu Sonntag wird es auf jeden Fall wieder stürmischer."

Update, 11.36 Uhr: Kommt nach Sturm Sabine wieder ein Unwetter auf NRW zu. Erste Wettermodellkarten lassen das für das Wochenende befürchten. Laut Kachelmannwetter könnte ab Sonntag ein weiteres Sturmtief über den Westen und Norden Deutschlands hinwegziehen. Das ist die erste Prognose.

Update,  11.12 Uhr: Eine heftige Sturmböe hat in der Nacht zu Dienstag einen Fleisch-Laster auf der B475 erfasst und in den Graben gedrückt. Für die Bergungsarbeiten des 40-Tonners war die Bundesstraße in Richtung Warendorf gesperrt. Der Sachschaden beträgt nach Schätzungen der Polizei 12.000 Euro. 

Dieser mit Fleisch beladene 40-Tonner wurde von einer Sturmböe erfasst und liegt auf der B475 bei Warendorf im Graben. 

Update, 10 Uhr: Die Auswirkungen von Sturmtief "Sabine" halten sich am heutigen Dienstagmorgen in NRW in Grenzen. Auf den Straßen und Gleisen läuft dennoch nicht alles reibungslos. Größere Sturmschäden sind in der Nacht zu Dienstag in Nordrhein-Westfalen weitestgehend ausgeblieben - im Verkehr machte sich der stürmische Wochenstart jedoch auch am Dienstag teils noch bemerkbar. Die meisten Polizeistationen in Nordrhein-Westfalen berichteten am Dienstagmorgen von kleineren Einsätzen wegen umgestürzter Bäume.

Update, 9.15 Uhr: Auf der Autobahn A2in der Nähe von Herford habe es laut Polizeiangaben in der Nacht drei kleinere Unfälle gegeben. Auf der Strecke habe plötzlich Hageleingesetzt und die Fahrbahn sei kurzzeitig gefroren. Verletzt wurde niemand.

Pendler mussten vielerorts Geduld mitbringen. Insgesamt staute sich der Verkehr um etwa 9.00 Uhr laut WDR-Staumelder auf rund 160 Kilometern. Bei einem Unfall auf der Autobahn A2 bei Oberhausen wurden nach Angaben der Polizei drei Menschen verletzt. Auch auf der Autobahn 3 bei Köln sorgte ein Unfall für Stau und stockenden Verkehr.

Auch Bahnpendler mussten am Dienstagmorgen Geduld mitbringen. Wegen einer Störung am Stellwerk Düren kam es zu Verspätungen und Ausfällen zwischen Aachen und Köln. Wie lange die Störung noch andauert, war am Dienstagmorgen noch unklar. Der Sturm hatte keine größeren Schäden auf den Gleisen hinterlassen. Laut DB waren ab vier Uhr alle Strecken in Nordrhein-Westfalen uneingeschränkt befahrbar.

Update Dienstag, 7.25 Uhr:Es war wieder eine stürmische Nacht mit zum Teil schweren Sturmböen. Auf dem Kahlen Asten wurden nach Angaben der Wetterjäger Südwestfalen Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 km/h gemessen. Auf dem Berg im Sauerland liegt eine mehrere Zentimeter dicke Schneedecke. Auch am Dienstagmorgen bläst der Wind noch stark; es wird aber allgemein erwartet, dass er im Laufe des Tages langsam abnimmt. Dafür gibt es immer wieder Regen, der in höheren Lagen in Schnee und Graupel übergeht. Es bleibt also ungemütlich. Es gilt weiterhin Warnstufe orange in ganz Nordrhein-Westfalen.

Sturm Sabine in NRW: Wieder Böen im Sauerland

Update Montag, 21.52 Uhr: So richtig Ruhe gibt der Wind noch nicht. Auch in der Nacht sind nochmals schwere Sturmböen von bis zu bis 95 km/h möglich, wie es auf der Facebook-Seite Stormchaser Sauerland heißt. "Im Hochsauerland auf den Bergen reicht es vielleicht auch wieder für schwere Sturmböen bis 105 km/h". Das sei deshalb so gefährlich, weil jene Bäume, die bereits durch die Böen von gestern einen Knacks haben, dann umso leichter umstürzen könnten. Auch seien wieder kurze Gewitter möglich. Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Dienstag sollen ab den Mittagsstunden dann neue Schauer in kühler Polarluft kommen, die abermals Sturmböen von bis zu  90 km/h mitbringen. "Da die Werte morgen bei Nasskalten -2 bis +5 Grad liegen kann es in einem kräftigen Schauer auch Mal bis ins Flachland Flocken geben", so Stormchaser Sauerland. Und ganz wichtig: Demnach ist in der Nacht ab einer Höhe von 500 Meter mit winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen. 

Update, 20.29 Uhr: Ein neues Randtief mit Sturm zieht auf, lokal kann es zu Gewittern kommen. Das teilt Kachelmannwetter über Facebook mit. "Der Wind lebt nun von Westen erneut auf mit Sturmböen 70-80 km/h, in Schauern und Gewittern auch >90 km/h möglich".

Update, 18.58 Uhr: Nicht jeder gemeldete Sturm-Schaden nach Sabine ist wohl auch tatsächlich einer. Ein Autofahrer hat in Oer-Erkenschwick ein vermutlich alkoholbedingtes Missgeschick dem Sturmtief anhängen wollen. Der 33-Jährige habe telefonisch einen Sturmschaden an einer Ampel gemeldet, berichtete die Polizei am Montag in Recklinghausen. Vor Ort stellten die Polizisten ein Kennzeichen fest, dass sich um den Ampelmasten "gewickelt" hatte - ausgesprochen ungewöhnlich für einen Sturmschaden. Dann entdeckten die Beamten das Auto des Anrufers mit einem Schaden, der genau zu dem an der Ampel passte. Schließlich hegten die Beamten den Verdacht, dass der 33-Jährige stark alkoholisiert sein könnte. Er musste für eine Blutprobe mit zur Polizeiwache. Sein Auto wurde sichergestellt.

Update, 18.21 Uhr: Eine leicht kuriose Geschichte zum Sturm Sabine: Das Interesse einer Frau für das Sturmtief hat einen Einbruch in Köln verhindert, wie die Polizei mitteilte. Eine Anwohnerin habe in der Nacht zu Montag wegen des stürmischen Wetters aus dem Fenster geschaut, als sie das verdächtige Verhalten zweier Personen auf der Straße bemerkte. Als das Duo sich einem Mehrfamilienhaus näherte und einer der Beiden das Türfenster einschlug, verständigte die aufmerksame Nachbarin die Polizei. Die heraneilenden Beamten konnten einen Tatverdächtigen festnehmen - er habe wohl "Schmiere gestanden", so die Kölner Polizei. Es sei dem Duo nicht gelungen in die Wohnung einzudringen, berichteten die Beamten. Der 24-jährige Tatverdächtige soll einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Fahndung nach dem flüchtigen Mittäter läuft.

Update, 17.40 Uhr: Auch wenn es in dieser Woche stürmisch weitergeht: Dass der Unterricht in fast ganz NRW ausgefallen ist, bleibt eine Ausnahme. Unter anderem die Stadt Hamm hat dies bereits am Montagnachmittag deutlich gemacht.

Update, 16.10 Uhr:  Das Innenministerium NRW hat nach Sturm Sabine eine vorläufige Bilanz gezogen. 21.724 Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen sind seitdem zu 7.128 Einsätzen ausgerückt (Stand: 10.02.2020, 12 Uhr). Hinzu kommen 2.927 Einsätze der Polizei (Stand: 6 Uhr). Insgesamt wurden 13 Menschen durch den Sturm verletzt. Wegen umgestürzter Bäume sind ein Teilstück der A45 sowie einige Straßen noch immer gesperrt. Im Kreis Lippe musste deswegen ein Zug mit 150 Passagieren evakuiert werden. Teilweise wurden Autos, Häuser und Dächer durch umstürzende Bäume stark beschädigt. In einigen Gemeinden kam es zu temporären Stromausfällen.

Update, 15.23 Uhr:  Sturm Sabine ist weg, aber es bleibt ungemütlich in NRW. Am Abend kommt ein Randtief auf uns zu, dabei sind wieder Sturmböen möglich. In ganz NRW kann es zu Windgeschwindigkeiten von 80 bis 90 km/h kommen. Der Deutsche Wetterdienst hat bereits eine Warnung vor Sturmböen für ganz NRW veröffentlicht.

Update, 14.08 Uhr:  Erstaunlich entspannt war die Lage am Montagvormittag auf den Autobahnen in NRW: 140 Kilometer Stau gab es laut WDR-Verkehrsstudio in Spitzenzeiten - das ist eher wenig für einen Montagmorgen. "Vielleicht arbeiten heute einige von zu Hause aus oder nehmen Urlaub", spekulierte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei.

Update, 13.20 Uhr: Nach dem Abflauen von Sturm "Sabine" sollten  Nordrhein-Westfalens Wälder von Spaziergängern und Freizeitsportlern weiterhin nicht betreten werden. Angebrochene Äste können jederzeit herabfallen, umgestürzte Bäume können auf Spannung stehen, wie der Sprecher des Landesbetriebes Wald und Holz, Michael Blaschke, am Montag sagte. Welchen Schaden die Orkanböen landesweit in den Wäldern angerichtet haben, war am Vormittag noch nicht abschätzbar. "Die Forstleute müssen sich erst ein Bild von der Lage machen", sagte Blaschke. Auch sie müssten sehr umsichtig vorgehen und gucken, an welchen Stellen sie den Wald überhaupt betreten können, wenn sie sich an ihre "saugefährliche Arbeit" machten. Weil in den Wäldern wegen des Borkenkäferbefalls so viele noch frische Kahlflächen entstanden sind, waren die Sorgen vor erheblichen Auswirkungen des Sturmes im Vorfeld groß: "Die Bäume, die die neue Waldkante bilden, sind es nicht gewohnt, dass da der Sturm reingreift", erklärte Blaschke. Sie seien besonders anfällig.

Sturm Sabine: Unwetter auch am Montag

Update, 12.40 Uhr: Ausläufer von Sturm Sabine haben am Montag heftige Niederschläge gebracht. Auf der A44 bei Werl wurde am frühen Morgen der Fahrer eines Mercedes-Transporters verletzt, als sein Wagen im Starkregen in die Fahrbahnbegrenzungen prallte. 

In Herscheid sorgten heftige Hagelschauer für ein Verkehrschaos. Im Ortskern waren die Straßen ab 11.30 Uhr zwar schneeweiß bedeckt, aber noch befahrbar, wohingegen am Silberg innerhalb kürzester Zeit der Verkehr stand. Auf der Fahrspur in Richtung Lüdenscheid reihen sich die Lkw aneinander, für sie gibt es zurzeit kein Durchkommen. Für Autofahrer sieht es besser aus, allerdings ist mit Verzögerungen zu rechnen. Wie die Straßenmeisterei mitteilte, ist der Hagel auf der Fahrbahn am Silberg überfroren, die Straße daher glatt. Zu Unfällen kam es bislang nicht. Es wird geraten, den Bereich vorsichtig und langsam zu passieren, insbesondere im Bereich der scharfen Kurven.

Überfrierender Hagel auf dem Silberg bei Herscheid: Hier geht zumindest für den Lkw-Verkehr am Montagmittag nichts mehr. 

Update, 12 Uhr: Mindestens am Archigymnasium in Soest hat sich gezeigt, dass die Entscheidung, den Unterricht abzusagen, goldrichtig war: Dort riss Sabine einen kapitalen Baum um - nur gut, dass die Informationskette funktioniert hatte und kein einziger Schüler am Montag den Weg zur Schule wagte. 

Die Eurobahn hat sukzessive den Betrieb wieder aufgenommen. Reisende können sich online informieren, welche der Strecken bereits wieder befahren werden können. Betreiberunternehmen Keolis geht davon aus, dass die weiteren Prüfungen, Reparaturen und die Befreiung der Strecken von Ästen und Bäumen noch den ganzen Tag über dauern werden. 

Update, 10.52 Uhr: SO wie hier am Möhnesee im Kreis Soest kann man übrigens auch dem Wind und dem Wetter trotzen...

Update, 10.27 Uhr: Straßen.NRW hat sich konkreter zur Sperrung auf der A45 in Fahrtrichtung Frankfurt zwischen dem Kreuz Hagen und Hagen-Süd geäußert, die inzwischen aufgehoben werden konnte.

Dort sei ein umstürzender Baum auf die Lärmschutzwand gefallen und hab auch noch ein Fahrzeug getroffen. Der Fahrer blieb unverletzt. Bis zum Morgen sei die A45 gesperrt geblieben, weil es wegen der Dunkelheit nicht möglich gewesen sei, in der angrenzenden Waldfläche sicherzustellen, dass nicht weitere Bäume umstürzen.

Ein mit Styropor beladener Lkw ist unterdessen auf der A44 auf der Twiste-Talbrücke an der Grenze zwischen Hessen und NRW umgestürzt - vermutlich durch eine Sturmböe. Verletzt wurde niemand. Die Autobahn in Richtung Dortmund ist voll gesperrt.

Sturm Sabine: Zahlreiche NRW-Zoos bleiben geschlossen

Der Kölner Zoo, der Tierpark Bochum und der Krefelder Zoo bleiben heute geschlossen. Die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen wollte hingegen am Vormittag ihren regulären Betrieb aufnehmen. Der Dortmunder Zoo sowie die städtischen Parks und Sportanlagen sollten vorerst bis zu einer Bestandsaufnahme geschlossen bleiben, hieß es von der Stadt. Der Münsteraner Allwetterzoo sollte öffnen.

Die Essener Entsorgungsbetriebe haben Müllabfuhr und Straßenreinigung abgesagt. Sie riefen alle Essener auf, ihre Mülltonnen sturmsicher abzustellen, so dass sie nicht umgeweht werden können.

Update, 9.26 Uhr: Nach Abellio und National Express geht jetzt auch wieder etwas bei der DB Regio NRW: Das Unternehmen twittert, dass der RE1 jetzt langsamer als sonst zwischen Köln und Hamm verkehrt. Die Eurobahn fährt noch nicht wieder.

Update, 8.47 Uhr: Es gibt Neuigkeiten in Sachen "Sabine" - und zwar aus dem Ruhrgebiet. Denn in Dortmund ist wegen des Sturms der Stadtring "Burgwall" am frühen Morgen in beiden Richtungen gesperrt worden.Baustellenaufbauten waren auf die Straße geweht worden, rechtzeitig zum Berufsverkehrs sei der Innenring aber wieder freigegeben worden. In der Gegenrichtung sollten die Arbeiten noch einige Stunden dauern.

In Duisburg ist ein Feuerwehrmann leicht am Auge verletzt worden. "Er konnte das Krankenhaus jedoch nach ambulanter Behandlung wieder verlassen", teilte die Feuerwehr mit. In der Nacht habe es in der Ruhrgebietsstadt insgesamt 113 Einsätze wegen des Sturms gegeben.

In Hagen verzeichnete die Polizei 50 wetterbedingte Einsätze. Dabei fuhren die Polizistinnen und Polizisten zu 45 Gefahrenstellen, zwei Unfällen und zu drei Alarmauslösungen. Am Montagmorgen mussten die Beamten an der Feithstraße den Verkehr regeln. Dort mussten wegen des Staus im Autobahnkreuz Hagen die Ampeln abgeschaltet werden, um den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten.

im Kreis Unna gab es bei diversen Sturm-Einsätzen zum Glück keine Verletzten. Die meisten verzeichnete die Polizei in Unna, Kamen, Bergkamen, Werne und Schwerte. Sowohl in Werne als auch in Selm sind umgestürzte Bäume auf zwei Pkw-Dächern gelandet.

Auf einem Supermarkt-Parkplatz in Schwerte fiel heute Morgen ein Baum auf einen Lkw. "Trotz Abschwächung des Sturmtiefs fährt die Polizei vereinzelt weiterhin Einsätze wegen Gefahrenstellen im gesamten Kreisgebiet", hieß es.

Sturm Sabine: Gefährlicher Einsatz auf Hochhaus-Dach

Update, 8.00 Uhr: Bei Windböen in Orkanstärke mussten Feuerwehrleute in Mönchengladbach auf das Dach eines Hochhauses klettern - und wären fast runtergeweht worden. In dem Gebäude sei ein Aufzug stecken geblieben. Drei eingeschlossene Personen seien zunehmend in Panik geraten. Um sie zu befreien, hätten Einsatzkräfte über das Dach in den Maschinenraum gemusst - das sei extrem gefährlich gewesen. Die Feuerwehrleute hätten sich festbinden müssen, um nicht vom Dach geweht zu werden.

Der Regional- und Fernverkehr auf der Schiene wird erst sehr langsam wieder anrollen.

In Sachen Bahnverkehr verlautete indes von Abellio und National Express, dass die ersten Zugstrecken (u.a. RE 6, RE 11, RE 16) teilweise wieder befahrbaren werden.

"Allerdings verkehren die Züge mit einer geminderten Geschwindigkeit. Wann ein geregelter Zugebtrieb wieder möglich sein wird, ist aktuell noch nicht klar", hieß es. DB Regio NRW und Eurobahn fahren noch nicht wieder.

Sturm Sabine weht einen Baum auf die A1 in Richtung Köln

Update, 7.29 Uhr: Zwischen Wuppertal-Ronsdorf und Remscheid-Lennep ist in Fahrtrichtung Köln ein Baum auf die A1 gestürzt. Dort ist deswegen aktuell nur ein Fahrstreifen frei, der Verkehr staut sich.

Update, 7.01 Uhr: Mehr als 50 Einsatztrupps der Bahn sind alleine schon mit schwerem Gerät auf Reparaturzügen in NRW unterwegs, um Streckenabschnitte zu erkunden und ggf. freizuräumen oder Schäden zu beheben. Wann welche Züge wo wieder fahren können, ist indes noch völlig offen.

Sturm Sabine: Vollsperrung der A4 aufgehoben

Bahnpendler müssen Geduld haben - umso erstaunlicher, dass die Lage auf den Straßen noch entspannt ist. Derweil wurde die Vollsperrung auf der A4 aufgehoben, ein Fahrstreifen ist wieder frei - es gibt noch Verzögerungen.

Update, 6.45 Uhr: Der Berufsverkehr in NRW läuft aktuell ohne größere Staus und Behinderungen - abgesehen von den Sperrungen auf A45 (zwischen Kreuz Hagen und Hagen-Süd in Richtung Frankfurt/bis ca. 13 Uhr) und A4 (Richtung Köln zwischen Elsdorf und Kerpen/bis ca. 9 Uhr).

Auf den Autobahnen meldete der WDR landesweit um 6.23 Uhr 31 Kilometer Stau - vergleichsweise wenig an einem Montagmorgen. "Vielleicht arbeiten heute einige von zu Hause aus oder nehmen Urlaub", spekulierte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei.

Update, 5.57 Uhr: Aus Südwestfalen trudeln die ersten vorläufigen Bilanzen der Sturmnacht in unserer Redaktion ein:

Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis spricht von mehr als 70 Gefahrenstellen, die gemeldet worden seien. "Die Feuerwehr musste etwa 100 Mal ausrücken. Glücklicherweise wurden bislang keine verletzten Menschen oder größere Schäden gemeldet. Bei den meisten Einsätzen handelt es sich um umgestürzte Bäume", so die Polizei. 18 Straßen im HSK sind gesperrt - hier gibt es den kompletten Überblick.

Im Märkischen Kreis sind aktuell sechs Straßen gesperrt, dazu kommen und kamen immer wieder neue Gefahrenstellen durch Äste und umgestürzte Bäume - hier die Straße "Im Hofe" in Kierspe.

Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis schreibt sogar "Sturmtief Sabine verschont den Märkischen Kreis". Von Sonntagabend um 20 Uhr bis heute früh um 5 Uhr sei es "nur zu 32 witterungsbedingten Einsätzen" gekommen. "Neben umgestürzten Bäumen waren es auch Alarmauslösungen, die zu polizeilichen Einsätzen führten", so die Polizei. Im MK sind aktuell diese sechs Straßen gesperrt.

Update, 5.29 Uhr: Auch wenn es draußen relativ ruhig zu sein schein, hält der Deutsche Wetterdienst seine Unwetterwarnung für Teile Südwestfalens aufrecht. Der DWD warnte vor allem im Hochsauerlandkreis und im Kreis Siegen-Wittgenstein vor Orkanböen der Stärke 11 bis 12 mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern

Sturm Sabine: Warnung vor Böen und Gewitter bleibt bestehen

Die Warnung gilt zunächst bis heute Mittag um 12 Uhr. Für die übrigen Landesteile stufte der DWD die Warnstufe herab. Dort seien aber weiterhin Böen bis Windstärke 9 möglich. In herausgehobenen Lagen müsse auch mit schweren Sturmböen bis Windstärke 10 gerechnet werden. Diese Warnung gilt sogar bis Dienstagabend 18 Uhr.

Heute sind landesweit Gewitter mit kräftigem Regen weiterhin möglich. In den Staulagen von Eifel, Bergischem Land und Hochsauerland können bei Dauerregen bis zu 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen. Oberhalb von 600 Metern kann es Nassschnee geben.

Update, 5.01 Uhr: In Mülheim an der Ruhr hatten zwei Insassen eines Autos großes Glück: Ein 25 Meter hoher Baum erwischte ihren fahrenden Wagen im hinteren Bereich. Das Auto geriet ins Schleudern und landete im Straßengraben. Die beiden konnten sich selbst befreien. 

Sturmtief Sabine zieht über NRW: Die Bilder von Sonntag und Montag

In Krefeld beschädigten Bäume die Oberleitungen der Straßenbahn. Die Stadtwerke stellten daraufhin den Betrieb aller vier Linien ein.

Die Einsatzkräfte waren nicht nur mit dem Zersägen von Bäumen beschäftigt, sondern auch mit Bauzäunen oder Baugerüsten,  Baustellentoiletten oder Trampolinen, Warnbaken und Mülltonnen. Gelockerte oder herabgewehte Dachziegel waren ebenfalls häufig.

In Schloss Holte-Stukenbrock in Ostwestfalen krachte dieser Bulli in einen umgestürzten Baum.

In Hemer im Märkischen Kreis wurde das Dach eines Hauses teilweise abgedeckt.

Update, 4.49 Uhr: Umgestürzte Bäume blockieren heute Morgen unverändert wichtige Autobahnstrecken. In Hagen ist die A45 in Fahrtrichtung Frankfurt zwischen dem Kreuz Hagen und der Anschlussstelle Hagen-Süd voraussichtlich bis 13 Uhr voll gesperrt. 

Auf der A4 Richtung Köln zwischen Elsdorf und Kerpen geht ebenfalls nichts. Auch Bundes-, Landes- und Kreisstraßen werden am Morgen stellenweise noch nicht nutzbar sein - beispielsweise die B238 Lemgo/Rinteln.

Aus Sicherheitsgründen konnten die Straßenmeistereien umgestürzte Bäume in der Nacht noch nicht beseitigen. Zahlreiche Flüge sind auch an den Flughäfen in NRW gestrichen worden. In Düsseldorf liegt die Zahl über 100, in Köln/Bonn sind es beispielsweise mindestens je 21 Starts und Landungen.

Update, 4.42 Uhr: Polizei und Feuerwehr sind sich einig: "Sabine" hat in der Nacht auf Montag in NRW weniger Schäden angerichtet als befürchtet. Zwar gab es Verletzte, über Todesopfer wurde jedoch zunächst nichts bekannt. In den meisten Fällen hatten es die Einsatzkräfte mit umgestürzten Bäumen zu tun. In einigen Ortschaften fiel der Strom aus

Die Auswirkungen des Sturms sind dennoch beträchtlich. So ist heute Morgen mit einer deutlichen Beeinträchtigung des Berufsverkehrs zu rechnen: Der Bahnverkehr wird heute nur schrittweise wieder in Gang kommen.

Wegen der Unwetterschäden könne die Deutsche Bahn bundesweit im Regional- und Fernverkehr keine zuverlässige Betriebsaufnahme gewährleisten, teilte das Unternehmen mit. Der Fernverkehr soll bis 10 Uhr ruhen.

Sonntagabend hatte die Bahn in mehreren Bahnhöfen sogenannte Aufenthaltszüge für gestrandete Reisende bereitgestellt. Auch Hotel- und Taxigutscheine wurden ausgegeben.

Update, 4.15 Uhr: Wir haben ab sofort wieder die Lage in NRW im Blick. Und starten mit diesem kleinen Rückblick: Die höchste Windgeschwindigkeit in NRW wurde in der Nacht auf dem Kahlen Asten (842 Meter) gemessen. Einer Grafik auf Kachelmannwetter.de zufolge war dort eine Orkanböe 137 Stundenkilometer schnell. Dies entspricht Windstärke 12. Orkanartige Böen wurden demnach unter anderem in Wuppertal (111 km/h), Aachen und Werl (beide 106 km/h) registriert.

Update, 2.45 Uhr: Das Sturmtief Sabine beschäftigte im Kreis Soest laut aktuellen Informationen bis Mitternacht 1085 Einsatzkräfte der Feuerwehr und etwa 80 Kräfte der Hilfsorganisation. Laut Feuerwehrsprecher Marc Schlunz wurden etwa 150 Einsätze abgearbeitet. "Meistens handelte es sich dabei um umgestürzte Bäume." 

Nach einer Lagebesprechung durch den Einsatzstab der Feuerwehr im Rettungszentrum des Kreises Soest, konnte die Bereitschaft in den Gerätehäusern der 14 Städte und Gemeinden gegen Mitternacht zurückgefahren werden. "Trotzdem wird die weitere Entwicklung des Sturmtiefs weiter verfolgt um entsprechend reagieren zu können", so Schlunz. Es wird damit gerechnet, dass bei Sonnenaufgang weitere Meldungen über Sturmschäden für weitere Arbeit der Einsatzkräfte sorgen werden.

Im strömenden Regen war die Feuerwehr auch in der Nacht zu Montag - wie hier bei einem Einsatz gegen 1 Uhr in Warstein - zur Stelle.

Update, 0.55 Uhr: Offenbar sind wir in NRW - Stand jetzt - noch glimpflich davon gekommen. Die Kaltfront vom Sturm Sabine ist über Westfalen hinweg gezogen - zum Glück ohne die ganz starken befürchteten Orkanböen. Die Feuerwehren haben viele Helfer vorerst nach Hause geschickt. Ab 4 Uhr soll der Sturm wieder stärker werden - wir werden Sie hier im News-Ticker rechtzeitig auf dem Laufenden halten. Auch, weil erst bei Tagesanbruch viele Schäden sichtbar werden und die Aufräumarbeiten starten.

Update, 0.42 Uhr: Die beiden Insassen eines Autos in Mülheim/Ruhr hatten großes Glück: Beim Sturm ist am Sonntagabend ein 25 Meter hoher Baum auf den fahrenden Wagen gekracht. Das Fahrzeug wurde im hinteren Bereich getroffen, geriet ins Schleudern und landete total zerstört im Straßengraben. Die beiden Menschen konnten sich selbst befreien. Nur leicht verletzt kamen sie in ein Krankenhaus. "Wäre das Fahrzeug nur eine Sekunde eher an der Stelle gewesen, hätte es wesentlich schlimmer ausgehen können", berichtete die Feuerwehr Mülheim am frühen Montagmorgen.

Ein Baum fiel auf ein Auto in Mülheim. Die beiden Insassen blieben nahezu unverletzt.

Update, 10. Februar, 0.34 Uhr: War das der Höhepunkt von Sturm Sabine in NRW? Als die Kaltfront über das Ruhrgebiet, den Kreis Unna und die Region Hamm hinweg gezogen ist, blieben die Orkanböen aus. Auch die Feuerwehr im Märkischen Kreis sieht den kommenden Stunden gelassen entgegen. In der Leitstelle wird allerdings damit gerechnet, dass der Wind ab 5 Uhr in der Früh wieder deutlich zunimmt. Von den ganz großen Einsätzen sind die Kräfte - bislang - verschont geblieben. Das Wichtigste: Es gab keine Verletzten. Vielerorts liegen allerdings Bäume auf den Straßen. Sie werden nach Priorität freigeräumt: wichtige Verkehrsverbindungen zuerst, Nebenstraßen später.

Update, 10. Februar, 0.07 Uhr: Offenbar geht Sturm Sabine in  NRW die Puste aus. Die ganz großen Böen bleiben aus. Spitzenreiter in der vergangene Stunde war der Kahle Ahlen in Sauerland - da wurde eine Windgeschwindigkeit von 137 km/h gemessen. Nicht annähernd so stark: Werl mit 106 km/h und Arnsberg mit 98 km/h. Starke Regenschauer gibt es momentan in der Region Hamm - aber ohne die befürchteten orkanartigen Böen. Ist das schlimmste damit überstanden?

Update, 23.33 Uhr: Wie hat er das geschafft? In Werne (Kreis Unna) hat ein Autofahrer einen auf der Straße liegenden Baum übersehen und ist darüber gefahren. Jetzt wird es teuer.

Update, 23.20 Uhr: Im Kreis Soest und ganz NRW ist mittlerweile wieder spürbar, dass der Wind wieder zunimmt. Im Kreis Soest häufen sich seit etwa 22.45 Uhr wieder Einsätze der Feuerwehr.

Update, 23.15 Uhr: Die Feuerwehren in NRW warten auf den Höhepunkt von Sturm Sabine. Im Münsterland setzt zur Stunde starker Platzregen ein. Das erhöht nun die Gefahr für orkanartige Böen. In den kommenden zwei Stunden wird diese Kaltfront in Richtung Südwesten über NRW hinweg ziehen. Erst danach gibt es die erste vorsichtige Entwarnung.

Laut der Wetterexperten von "Sturmjäger Südwestfalen" könnten wir in Westfalen glimpflich davonkommen. Die Kaltfront von Sabine habe sich insgesamt schwach entwickelt und bilde keine durchgezogene Linie. "Wir werden sie merken anhand von sehr starkem Regen. Die Böen werden bei 90 bis 110 km/h liegen und damit deutlich schwächer als erwartet."

In zahlreichen Bahnhöfen in NRW stehen mittlerweile Aufenthaltszüge für gestrandete Bahnpassagieren. Auf sie kommt nun viel Wartezeit zu. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass vor 10 Uhr der Fernverkehr nicht wieder ins Rollen kommt.

Update, 22.47 Uhr: Auch das noch! Als ob Sturm Sabine den Einsatzkräften im Sauerland nicht schon genug zu schaffen macht, wurde eben ein Dachstuhlbrand in Plettenberg gemeldet. Die Feuerwehr hat sich mit der Drehleiter auf den Weg gemacht.

Update, 22.30 Uhr: Die Modellkarten zeigen es immer klarer: Der Höhepunkt von Sturm Sabine in NRW naht. Wie Kachelmannwetter berichtet, kommt eine Kaltfront mit einem starken Regengebiet auf uns zu. Ab 23 Uhr wird es im Ruhrgebiet extrem ungemütlich. Bis 1 Uhr wird sich die Kaltfront bis zum Sauerland vorgearbeitet haben.

Update, 22.03 Uhr: Es wird wohl dauern bis sich der Bahnverkehr in NRW nach Sturm Sabine Montag normalisiert. In der Morgendämmerung werden morgen früh die Strecken bei Erkundungsfahrten zuerst geprüft, um einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können, heißt es von der Bahn. Erst nach diesen Erkundungen und der Beseitigung von Gegenständen wird der Betrieb streckenweise wieder aufgenommen. Bahnreisende sollten sich also schon heute Abend um Alternativen kümmern.

Update, 21.25 Uhr: Ein weiteres Dorf ist von der Außenwelt abgeschnitten: Der Ortsteil Neuhaus in der Gemeinde Möhnesee ist derzeit nicht erreichbar. Aufgrund vieler umgestürzter Bäume seien die Wege nach Neuhaus nicht passierbar, erklärte Dirk Behrens vom Presseteam der Feuerwehren. Und weil man in der Nacht mit einem zweiten Sturmausläufer rechne, werde man voraussichtlich vor dem Montagmorgen nicht in der Lage sein, den Ort wieder ans Verkehrsnetz anzuschließen.

Sturm Sabine über NRW: Die Fotos der Feuerwehr-Einsätze

Fotos

Update, 21.17 Uhr: An vielen Hauptbahnhöfen in NRW sind Reisende gestrandet - allein 300 Fahrgäste am Bahnhof Hamm. Die Bahn verteilt Taxi- und Hotelgutscheine an Fahrgäste des Fernverkehrs - am Taxistand warteten Dutzende Fahrgäste auf einen Wagen.

Zwar nahm der Sturm am Abend zwischenzeitlich ab - die Feuerwehren blieben trotzdem nicht ohne Beschäftigung.

Update, 21.08 Uhr: Auch wenn es momentan den Eindruck macht, dassSturm Sabine in NRW nicht mehr weiter Fahrt aufnimmt: Die wirklich gefährliche Wetterlage kommt jetzt langsam in Deutschland an. Es handelt sich um eine Kaltfront, die die angekündigen Orkanböen mitbringt. Laut Kachelmannwetter ist diese Kaltfront mit Gewittern in Niedersachsen und Schleswig-Holstein eingetroffen.

Im Sauerland ist die Lage aktuell auch "etwas ruhiger", wie die Polizei HSK via Twitter vermeldete. Im Zentrum für Feuerschutz und Rettungswesen (ZFR) des Hochsauerlandkreises ist am Nachmittag der "Stab für außergewöhnliche Ereignisse" (SAE) zusammengekommen.

Update, 21.03 Uhr: Insgesamt 1363 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und weiteren Hilfsorganisationen sind zurzeit im Märkischen Kreis wegen Sturm Sabine aktiv. Bisher gab es laut Kreis-Pressesprecher Hendrik Klein mehr als 100 Einsätze - vor allem im nördlichen Kreisgebiet. besonders betroffen ist die Stadt Menden.

Update, 20.29 Uhr: Umgestürzte Bäume, Schilder und Absperrbaken, aber keine Verletzten - das ist die Zwischenbilanz der Polizei im Märkischen Kreis. In der Leitstelle wartet man auf die nächste Sturmwelle und setzte auf die Vernunft der Menschen: "Ich hoffe, dass die Leute so vernünftig sind, dass sie zu Hause bleiben", sagt Jörg Schlünder. In Iserlohn wurde ein Carport-Dach abgedeckt.

Update, 20.23 Uhr: Derzeit herrscht im Kreis Soestdie Ruhe vor dem nächsten Sturm: „Im Moment ist es still“, sagte Dirk Behrens vom Presseteam der Feuerwehren im Kreis Soest. Im Kreis Soest seien bislang - stand 20.10 Uhr - rund 110 Einsätze abgearbeitet worden. Dabei handelte es sich in allen Fällen um umgestürzte Bäume, lose herumfliegende Gegenstände oder beschädigte Oberleitungen der Bahn wie am Nachmittag in Lippstadt. Am Allwetterbad in Warstein krachte ein massiver Baum auf ein parkendes Auto.

Am Allwetterbad in Warstein stürzte ein Baum auf ein parkendes Autos.

Brisant: Die Einsatzkräfte wussten auf dem Weg zur Unfallstelle noch nicht, ob jemand während des Einschlags im Auto saß. Doch es herrschte Glück im Unglück: Das Auto war leer. Die wichtige Nachricht: Bislang wurde bei allen Einsätzen im Kreis Soest niemand verletzt! Einsatzstab und Feuerwehrleuten an den einzelnen Standorten stellen sich jedoch bereits auf das nächste hohe Arbeitsaufkommen ein. „Es kommt definitiv noch mindestens ein starker Ausläufer, sagen die Daten, die uns derzeit vorliegen. Wann dieser jedoch kommt, ist noch unklar“, sagte Behrens.

Sturm Sabine in NRW: 16-jähriger in Paderborn verletzt

Update, 20.16 Uhr: In Paderborn ist ein 16-Jähriger durch einen herabstürzenden Ast verletzt worden. Wie die Polizei berichtete, sei er mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Er sei schwer verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagabend. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. 

Update, 20.12 Uhr: DB Regio NRW kündigt an, dass es auch zum Betriebsstart am Montagmorgen noch zu Zugausfällen kommen wird. 

Update, 20.10 Uhr: Die 15 Leute, die in Iserlohn in der Regionalbahn festsaßen, durften jetzt aus dem Zug. Dafür sitzen im Kreis Lippe 150 Personen in einer Regionalbahn mit Fahrziel Lage fest.

Update, 19.46 Uhr: Im Flugverkehr müssen Passagiere auch am Montag noch mit vielen Störungen rechnen. Wie der WDR berichtet, sind allein am Düsseldorfer Flughafen schon rund 100 Flüge gestrichen. Reisende sollten sich vorab informieren.

Update, 19.23 Uhr: Auch auf den Autobahnen wird es durch Sturm Sabine immer gefährlicher. Mit der A45 bleibt eine der wichtigsten Verbindungen in NRW bis morgen früh gesperrt, meldet der WDR. Der Grund: Zwischen Hagen und Hagen-Süd liegen Bäume auf der Fahrbahn.

Update, 19.05 Uhr: In Iserlohn läuft derzeit ein Feuerwehreinsatz rund um eine liegengebliebene Regionalbahn. Auf Höhe der Tankstelle Orosol ist ein Baum auf die Oberleitung gestürzt und hat den Zug getroffen. Bei Kontakt der Oberleitung mit dem Zug kam es zu einer Flammenbildung. Momentan befinden sich noch 15 Personen im Zug. Die Bahnstrecke ist bis auf weiteres gesperrt.

In Iserlohn ist ein Baum auf einen Zug gestürzt. Die Bahnstrecke ist gesperrt.

Update, 18.57 Uhr: Für die Feuerwehr Dortmund begann vor Sturm Sabine der Arbeitstag mit einem heftigen Einsatz am Hafen. Dort wurden mehrere Kleintransporter durch einen Brand zerstört. Die Polizei steht von Brandstiftung aus.

Update, 18.25 Uhr: Die Meteorologen von Kachelmannwetter haben eine weitere Modellkarte zu Sturm Sabine in NRW auf Twitter verbreitet. Die wichtigste Aussage: Ab 21 Uhr wird es richtig gefährlich in NRW. Dann ziehen die ersten möglichen Orkanböen durch den Westen.  Zuerst wird es das Rheinland treffen.

Update, 18.04 Uhr: Ein kleiner Ort im Sauerland in NRW  ist komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Beide Straßen, die in den 200-Seelen-Ort Arnsberg-Breitenbruch führen, sind wegen Sturm Sabine gesperrt. Wie die Polizei im Hochsauerlandkreis mitteilte, sei aber der Malteser Hilfsdienst auf den Weg nach Breitenbruch, um die medizinische Notfallversorgung der Einwohner sicherzustellen. Unser Partnerportal sauerlandkurier.de berichten hier in einem News-Ticker für das Sauerland.

Sturm Sabine in NRW: Bahn fährt nicht mehr

Update, 17.36 Uhr: Auch auf den Regionalbahnstrecken geht nichts mehr. Keolis Deutschland hat wegen Sturm Sabine den Bahnverkehr in NRW eingestellt.  Die Züge werden noch bis zu ihren Endbahnhöfen fahren, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Zum jetzigen Zeitpunkt könne Keolis noch nicht mitteilen, wann der Zugverkehr seitens der Eurobahn wieder aufgenommen werden kann. „Es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Form die Infrastruktur und ggf. die Züge beschädigt werden“, sagt Unternehmenssprecherin Nicole Pizzuti. Auch die Deutsche Bahn stellt den Regionalverkehr ein.

Auch auf den Autobahnen kommt es immer wieder zu Sperrungen. So zum Beispiel auf der A45 zwischen Hagen und Hagen-Süd, wo Bäume auf die Fahrbahn gestürzt sind.

Update, 17.10 Uhr: Die Deutsche Bahn muss schon sehr frühzeitig vor Sturm Sabine in NRW kapitulieren. Die Bahn hat den Fernverkehr erst im bevölkerungsreichsten Bundesland eingestellt, kurze Zeit später auch für ganz Deutschland. Das teilte das Unternehmen auf Twitter mit. 

Update, 16.30 Uhr: Das Zentrum von Sturm Sabine zieht gerade über die britischen Inseln hinweg, aber im Bahnverkehr von NRW gibt es leider schon jetzt zahlreiche Störungen. Unter anderem gibt es Sperrungen zwischen Essen und Gelsenkirchen sowie zwischen Soest und Lippstadt. Es ist mit weiteren Behinderungen zu rechnen. Wer nicht unbedingt auf die Bahn angewiesen ist, sollte Zugfahrten heute vermeiden. Hier meldet die Bahn, wo es zu Störungen gibt. Auch im Flugverkehr gibt es zunehmend Probleme. Eurowings hat nahezu alle Flüge in Deutschland gestrichen. 

Bereits am Sonntagnachmittag sind die Feuerwehren im Kreis Soest durchgängig im Einsatz.

Update, 15.35 Uhr: Wegen Sturm Sabine in NRW sind die Feuerwehren im Kreis Soest mittlerweile offiziell im Unwetteralarm. Vor allem in den Bereichen Warstein und Möhnesee gab es bereits viele Einsätze, bei denen umgestürzte Bäume von der Straße geräumt werden musste. Auch in Soest gab es bereits verschiedene Einsatzstellen, in Osttönnen in laut aktuellen Informationen ein Garagendach weggeflogen. 

Spätestens jetzt gilt für alle, die nicht unbedingt etwas draußen zu suchen haben, im Haus zu bleiben! Der ausgelöste Unwetteralarm bedeutet für die Feuerwehren im Kreis Soest, dass die Einsatzkräfte die Gerätehäuser besetzen. Von dort werden sie zu den einzelnen Einsatzstellen geschickt, die in den Funkräumen der Gerätehäuser von der Leitstelle in Soest entgegen genommen werden. Alle Einsatzkräfte stellen sich auf einen langen Tag und eine noch längere Nacht ein.

Update, 15.27 Uhr: Auch die Ehrlich Brothers können Sturm Sabine in NRW nicht wegzaubern. Die Show der beiden Magier am Sonntagabend in den Westfalenhallen in Dortmund ist abgesagt worden.

Update, 15.04 Uhr: Sturm Sabine kommt mit ersten orkanartigen Böen im Sauerland an. Eine Amateurwetterstation in Hagen hat erste Böen mit einer Geschwindigkeit von 111 km/h gemessen, berichtet das Wetternetz Hagen auf Twitter. Das ist der bisherige Höchstwert heute in NRW.

Update, 13.48 Uhr: Der Flugbetrieb an den NRW-Flughäfen ist ebenfalls vom Sturm betroffen. Der Flughafen Düsseldorf meldet wetterbedingte Ausfälle, Fluggäste sind angehalten, sich bei ihrer Airline zu erkundigen, ob ihr Flug storniert wurde. Auch vom Flughafen Köln-Bonn sind, insbesondere ab dem späten Nachmittag,Flüge annuliert.  Der Flughafen Dortmund streicht erste Verbindungen, ebenso gehen einige Flüge vom Flughafen Paderborn/Lippstadt definitiv nicht.

Update, 13 Uhr: Während in ein einigen Regionen Nordrhein-Westfalens die ersten stürmischen Böen des Tiefs Sabine zu spüren sind, hat derDeutsche Wetterdienst weitere Unwetterwarnungen ausgesprochen. Am späten Nachmittag sei auch in flacheren Regionen des Landes mit orkanartigen Böen zu erwarten, teilte der Dienst am Sonntag mit.

Zuvor hatten die Experten bereits davor gewarnt, dass die ersten Orkanböen am Nachmittag über die Hochlagen im Sauerland und der Eifel fegen würden. In der Nacht auf Montag halten die Meteorologen mittlerweile sogar Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern für möglich.

Update, 12.30 Uhr: Der Maximilianpark in Hamm bleibt am Montag geschlossen. 

Update, 12 Uhr: Sturmtief Sabine sorgt dafür, dass es im südwestfalenweit beliebten Bilsteintal in Warstein erste Sperrungen gibt. Da bei den Stürmen in den vergangenen Jahren auch im beliebten Wildpark zwischen Warstein und Hirschberg immer wieder durch den kräftigen Wind nicht nur Tannen, sondern auch stattliche Buchen und Eichen entwurzelt wurden, sperrte der Betreiberverein bereits am späten Vormittag den Großteil der Wege ab. Wenn der Wind am Nachmittag weiter zunimmt, erfolge die Komplettsperrung, kündigte Bertram Mestermann, 2. Vorsitzender im Bilsteintal-Verein, an, der gemeinsam mit Höhlenführer Heinz Greifenstein (Foto) die gefährdeten Bereich kennzeichnete.

Im Wildpark im Bilsteintal Warstein gibt es die ersten Sperrungen.

Update, 11.55 Uhr: Die meisten Schulen in NRW haben sich bereits entschieden, den Unterricht am Montag ausfallen zu lassen. Darüber informieren die Einrichtungen auf ihren Homepages, auch die Kommunen und Kreise als Schulträger informieren im Internet über das Vorgehen aufgrund der Sturmwarnung. Sollte eine Schule diese Entscheidung noch nicht gefällt haben, gilt: Die Eltern können selbst entscheiden, ihre Kinder zuhause zu lassen. Wichtig: Darüber muss die Schule dann am Morgen informiert werden. 

Update, 11.53 Uhr: Auch die Fußballer in den FLVW-Kreisen Beckum und Münster sind betroffen. Die Freundschaftsspiele der Seniorenmannschaften aus Drensteinfurt und Walstedde, die für Sonntag geplant waren, sind alle abgesagt worden. Zudem findet das Meisterschaftsspiel der Kreisliga-Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt beim 1. HC Ibbenbüren II nicht statt. Es wird ebenso verlegt wie das der Männer beim SC Nordwalde. Beide Partien sollten am Sonntag um 15.15 Uhr angepfiffen werden.

Update, 11.48 Uhr: Die ersten Ausläufer von Sturm Sabine haben das Sauerland erreicht. Wie die Kreispolizeibehörde HSK mitteilt, ist in Brilon ein Baum auf die L913 gestürzt. Die Straße bleibt bis nach dem Sturm zwischen dem Thülener Kreuz und Hoppecke gesperrt. Die Polizei warnt zudem: „Spaziergänge und Wanderungen in unseren Wäldern können lebensgefährlich sein!“ Die Rettungskräfte gehen nach Polizeiangaben „gut vorbereitet in den heutigen Tag“.

Update, 11.47 Uhr: Laut Angaben der wettererfahrenen Stormchaser Sauerland sind die ersten Sturmböen durch das Sauerland gezogen. In Arnsberg sei demnach eine Geschwindigkeit von 71 km/h, am Kahlen Asten sogar von 74 km/h gemessen worden.

Update, 11.23 Uhr: Sturm Sabine schickt bereits seine Vorboten durch das Sauerland und den Kreis Soest, der starke Wind ist überall zu spüren. Noch ist es für die Feuerwehren im Kreis Soest jedoch ruhig. Lediglich die Feuerwehr Möhnesee musste am Sonntagvormittag bereits ausrücken - in Körbecke drohte ein Bauzaun an einer Baustelle umzustürzen. Noch arbeite die Leitstelle in Soest auch noch mit normaler Personalstärke. "Irgendwo in den Nachmittagstunden, gegen 14 oder 15 Uhr, wird das Personal vermutlich aufgestockt", erklärte ein Sprecher der Rettungsleitstelle.

Update, 11.10 Uhr: Auch im Fußballkreis Hamm fallen sämtliche Spiele der Senioren aus. Das betrifft auch die Oberligapartien; Westfalia Rhynern fährt heute also nicht nach Erndtebrück. Der Staffelleiter der Landesliga 3 hat ebenfalls alle Ansetzungen abgesagt.

Update, 10.58 Uhr: Auch der Fußballkreis Soest reagiert und sagt erste Spiele ab. Betroffen davon ist auch die Kreishallenrunde der Jugend, die um 15 Uhr in der Halle der Hansa-Realschule in Soest und in der Zweifachhalle Welver beginnen sollten. 

Update, 10.47 Uhr: Im Fußballkreis Lippstadt hat der Kreisvorstand in Verbindung mit dem Kreisfußball- und Kreisjugendausschuss ein komplettes Spielverbot für alle Spiele auf dem Feld für den heutigen Sonntag beschlossen. „Die Hallenkreismeisterschaften der E- Junioren sind hiervon nicht betroffen, hier wurden die Spielzeiten der einzelnen Spiele herabgesetzt, um das Turnier früher zu beenden“, teilt der Kreisvorstand auf seiner Homepage mit. In Warstein hat der SV SW Suttrop das für heute Mittag geplante Hallenfußballturnier der D-Junioren aufgrund der Sturmwarnung abgesagt.

Update, 10.35 Uhr: Der Kreisvorstand im Fußballkreis Arnsberg hat nach Rücksprache mit dem Kreisfußballausschuss und den -vorsitzenden des Kreisjugendausschusses alle für heute geplanten Fußballsspiele im Fußballkreis Arnsberg abgesagt. Es dürfen keine Spiele stattfinden. 

Update, 8 Uhr: Das Fußball-Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Sonntagnachmittag ist wegen des Sturmtiefs Sabine abgesagt worden. Das teilten beide Clubs am Morgen auf ihren Webseiten mit. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass eine sichere Abreise der Fans nicht gewährleistetwerden könne. Das rheinische Derby sollte eigentlich um 15.30 Uhr im Borussia-Park angepfiffen werden und wäre um kurz vor 17.30 Uhr beendet gewesen. Zwar wird während dieses Zeitraumes noch kein Unwetter erwartet, das Sturmtief soll jedoch unmittelbar danach durch die Region ziehen. Daher entschloss sich die gastgebende Borussia nach eigenen Angaben in enger Abstimmung mit der Stadt Mönchengladbach, der Feuerwehr, der Polizei und der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu der Absage. Einen Nachholtermin gibt es bislang noch nicht.

Update, 22.30 Uhr: Die Feuerwehr Möhnesee (Kreis Soest) hatte bereits am späten Samstagnachmittag einen ersten Unwetter-Einsatz: "Noch bevor morgen ab Nachmittag der Wintersturm "Sabine" erwartet wird, mussten unsere Einsatzkräfte heute bereits zum Südufer ausrücken. Eine Fichte drohte auf die Fahrbahn zu stürzen. Ein Eingreifen durch uns war jedoch nicht erforderlich", erklärte die Feuerwehr. Gleichzeitig nutzten sie die Möglichkeit zur Information: "Auch wir behalten die Wetterlage am morgigen Tage und der Nacht zu Montag im Blick. Sollte es zeitgleich zu mehreren Einsätzen oder Gefahrenstellen durch umgestürzte Bäume im Gemeindegebiet kommen, werden wir diese nach ihrer Priorität abarbeiten."

Update, 22.25 Uhr: Das Team von kachelmannwetter.com sieht in den Abendmodellen weiter "eine sehr gefährliche Lage", die Sturmtief "Sabine" mit sich bringt. Wie auch der DWD analysiert, sei mit Orkanböen "von über 120 km/h" zu rechnen, sagt Lars Dahlstrom, Meteorologe bei kachelmannwetter.com.

Update, 22 Uhr: Vor dem Aufziehen des Orkans "Sabine" am Sonntag bereitet sich NRW darauf vor, den Sturm möglichst glimpflich über sich hinwegfegen zu lassen. Viele große Städte - darunter Köln, Düsseldorf, Essen, Aachen, Mülheim und Gelsenkirchen - lassen den Unterricht an städtischen Schulen am Montag ausfallen, wie sie am Freitag und Samstag mitteilten. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) soll der Sturm am Sonntag auf NRW treffen und in der Nacht Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Kilometer pro Stunde erreichen.

Sturm Sabine in NRW: DWD sagt Schäden durch Orkan in der Nacht zu Montag voraus

Wegen Orkan Sabine erwartet der DWD, dass in der Nacht zum Montag durch das Unwetter in NRW Schäden verursacht und möglicherweise den Verkehr durcheinanderbringt. "Zwischen Windstärke 9 und 12 ist da alles möglich", sagte Meteorologe Bernd Hussing. Viele Feuerwehren haben in Vorbereitung auf den Sturm bereits all ihre aktiven Mitglieder aktiviert und befinden sich in Alarmbereitschaft. Bereits am Sonntagnachmittag werden die ersten schweren Sturmböen erwartet, im Bergland auch orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern. Am Samstagabend sprach der Deutsche Wetterdienst in Essen amtliche Unwetterwarnungen für das Sauerland und den Raum Euskirchen und Aachen aus. Vereinzelt soll es auch Gewitter mit Starkregen geben. Zum Vergleich: Beim verheerenden Orkan Kyrill im Januar 2007 wurde die stärkste Böe in tiefen Lagen in Düsseldorf mit 145 Stundenkilometern registriert. Der Sturm wird voraussichtlich auch am Montag andauern. Die Wetterexperten rechnen tagsüber weiterhin mit schweren Sturmböen.

Die Feuerwehren in ganz Deutschland sind auf Sturm Sabine vorbereitet.

Viele Berufstätige dürfte es am Montag bei der Arbeit vor Probleme stellen, dass auch etliche Kindertagesstätten - darunter in Köln, Düsseldorf und Solingen - geschlossen bleiben sollen. Sowohl an Schulen als auch dort werde es aber vielfach eine Notbereitschaft geben. Die Düsseldorfer Feuerwehr riet den Bürgern generell, sich während des Sturms nicht im Freien aufzuhalten.

Sturm Sabine in NRW: Orkan und Unwetter werden Verkehr durcheinander bringen

Das Unwetter durch Orkan Sabine wird aller Voraussicht nach den Verkehr in NRW durcheinander bringen. Verkehrsexperten raten, das Auto  lieber stehen zu lassen, wenn der Sturm über uns hinweg zieht. "Ansonsten gilt: Defensiv fahren, Geschwindigkeit reduzieren, beide Hände ans Lenkrad und volle Konzentration auf die Straße", sagte Roman Suthold vom ADAC Nordrhein.

Öffentliche Verkehrsmittel dürften allerdings nur bedingt eine Alternative sein: Die Bahn empfahl bereits, Reisen zwischen Sonntag und Dienstag zu verschieben. Mobile Einsatztrupps mit Kettensägen seien in Bereitschaft, um gegebenenfalls Gleise von umgefallenen Bäumen zu befreien. Außerdem stelle man an großen Bahnhöfen Aufenthaltszüge bereit, falls Reisende bei Ausfällen vor ihrem Ziel stranden sollten. Auch der Flughafen Köln/Bonn werde "sturmfest" gemacht. Ob Nachtflüge ausfallen, sollte erst am Sonntag entschieden werden.

Sturm Sabine in NRW: Wegen Orkan und Wetter wird Skispringen in Willingen abgesagt

Update, 20.35 Uhr: Wegen Orkan Sabine ist der Weltcup der Skispringer in Willingen für diesen Sonntag abgesagt worden. Starker Sturm hatte am Freitag bereits zum Abbruch des Trainings geführt, die Qualifikation musste verlegt worden. Der Wettkampf am Sonntag war zunächst von 16.00 Uhr auf 10.15 Uhr vorverlegt worden - jetzt ist er endgültig abgesagt. 

Am Samstag hatte Lokalmatador Stephan Leyhe bei seinem Heim-Wettkampf den ersten Einzelweltcupsieg seiner Karriere gefeiert. Der 28 Jahre alte Lokalmatador war im hessischen Upland 139,5 und 144,5 Meter weit gesprungen und hatte sich damit vor dem Norweger Marius Lindvik und Kamil Stoch aus Polen durchgesetzt. 

Durch die Absage des Wettbewerbs am Sonntag steht Leyhe auch als Gewinner der Willingen-Five-Wertung fest. Die Wertung, in die alle Wettkampfsprünge und das Ergebnis der Qualifikation eingehen, ist mit 25.000 Euro dotiert.

Update, 19.28 Uhr: Die Polizei im Märkischen Kreis meldet sich vor dem Sturm Sabine mit einer wichtigen Warnung zu Wort. Diese betrifft die Suche nach dem zehnjährigen vermissten Mädchen Lia aus Menden

"Wir raten angesichts des angekündigten Orkantiefs am morgigen Sonntag dringend davon ab, selbständig Suchmaßnahmen in #Menden durchzuführen", so die Polizei. Deren eindeutiger Appell: "Begeben Sie sich nicht in Gefahr!"

Im Zuge dessen gab die Polizei auch bekannt, dass es in dem tragischen Vermisstenfall, der weit über Menden hinaus für Betroffenheit sorgt, weiterhin keine Neuigkeiten gebe. Sie beteuerte außerdem einmal mehr, dass sie weiterhin jedem Hinweis auf die vermisste Lia nachgehe. 

Update, 19.13 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat für NRW eine amtliche Warnung der Stufe 2 (Markantes Wetter) herausgeben - vor Sturmböen. Diese Warnung gilt für den Zeitraum zwischen morgen, 8 Uhr, und Dienstag, 18 Uhr.

Es treten dem DWD zufolge Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h und 85 km/h anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. "In exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) gerechnet werden", heißt es.

Laut einer "Vorabinformation Unwetter" sind darüber hinaus von morgen, 16 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, Orkanböen zu erwarten.  

Für Teile des Märkischen Kreises, des Hochsauerlandkreises, des Kreises Olpe und des Kreises Siegen-Wittgenstein gibt es bereits eine Amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen. Diese Warnung gilt vom morgigen Sonntag, 16 Uhr, bis Montag, 12 Uhr. 

Die Deutschlandkarte färbt sich orange (Stand 19.11 Uhr. Das heißt, dass der DWD vor Markantem Wetter (Stufe 2) warnt. In Teilen von NRW ist die Karte rot - dort gibt es bereits eine Unwetterwarnung. 

Sturmtief Sabine: Das sind mögliche Gefahren durch den Orkan - und der Rat an die Bevölkerung

Zu den möglichen Gefahren durch Orkan Sabine schreibt der DWD auf seiner Internetseite: "Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Durch den Sturm und das Unwetter können Bäume zum Beispiel entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen".

Klare Empfehlung des DWD ist, alle Fenster und Türen geschlossen zu halten, Gegenstände im Freien zu sichern sowie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen zu halten. Ganz generell gilt demnach: "Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!"

Update, 17.28 Uhr: Sturm Sabine wird große Auswirkungen haben - unabhängig davon, wie schwer die Böen morgen Abend und in der Nacht zu Sonntag tatsächlich werden. Auch im Märkischen Kreis haben diverse Städte in Absprache mit Schul- und Kitaleitungen reagiert. Zahlreiche Einrichtungen werden am Montag geschlossen bleiben.

Auch der Bahnverkehr in NRW wird von dem schweren Sturm vermutlich durcheinander gewirbelt. Die Bahn empfahl bereits, Reisen zwischen Sonntag und Dienstag zu verschieben. "Wir sind in Alarmbereitschaft", sagte eine Sprecherin am Samstag. 

Sturm in NRW: Orkan Sabine sogt für Absagen

15.49 Uhr: Und weitere Absagen durch den Sturm in NRW mit Orkan Sabine - diesmal aus dem Sport: der Eishockey-Landesverband Nordrhein-Westfalen hat am Samstag alle für den Sonntag angesetzten Spiele der Pre-Playoffs der Regionalliga West wegen der Sturmwarnung abgesagt.

Damit will der Verband Rücksicht auf die Fans nehmen, deren Anreise recht beschwerlich geworden wäre. Betroffen sind davon auch die Hammer Eisbären, die am Sonntag um 18.30 Uhr in Werries auf den EHC Neuwied treffen sollten. Wann diese Spiele nachgeholt werden, teile der Landesverband noch nicht mit.

15.45 Uhr: Nicht nur Schulbesuche werden wegen des Orkantiefs Sabine in vielen Städten abgesagt. In Hamm hat die Stadt eine weitere Entscheidung mitgeteilt - allerdings schon mit Blick auf Dienstag. Der Wochenmarkt an der Pauluskirche wird wegen der Gefahren durch Sabine nicht stattfinden.

Sturm in NRW: Schule fällt aus wegen Unwetter und Orkan Sabine

13.30 Uhr: "Mittlerweile haben alle Schulen in Bergkamen signalisiert, den Unterrichtsbetrieb am Montag einzustellen", teilt Karsten Quabeck von der Stadt Bergkamen mit. "Eine Versorgung derjenigen Schüler*innen, die am Montag trotz deutlicher Hinweise zur Schule kommen, ist dennoch gewährleistet. Gleiches gilt für die OGS."

11.30 Uhr: Die Schulen im Kreis Paderborn und in  Schwelm in Westfalen sollen am Montag geschlossen bleiben, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Damit schließen sich die Gemeinden Städten wie Essen, Neuss und Gelsenkirchen an, die sich dafür bereits am Freitag entschieden hatten.

10.30 Uhr: Auch in Werne wurde aufgrund des zu erwartenden Sturmtiefs Sabine eine Entscheidung im Rathaus getroffen. “Wegen der zu erwartenden Wetterlage wird am Montag, 10. Februar, kein Unterricht an den städtischen Werner Schulen stattfinden.", heißt es auf der Homepage der Stadt Werne. Den Eltern von Kita-Kindern werde empfohlen, die Kinder zu Hause zu lassen. Das Christophorus Gymnasium bleibt ebenfalls geschlossen

Sturm in NRW: News-Ticker zum Orkan Sabine am Freitag, 7. Februar

22.10 Uhr: Die "Wetterjäger Südwestfalen" haben sich auf ihrer Facebookseite mit den Sturmprognosen befasst. Eine endgültige Einschätzung wagen die Wetterjäger noch nicht. Am Samstagabend, so heißt es, können man sicher schon eine ganze Menge sagen, was da genau auf uns zukomme. Die Wetterjäger raten aber dazu, mehr Zeit für den Berufsverkehr am Montag einzuplanen und Straßen zu meiden, die durch Wälder führen. 

19.49 Uhr: Bei der Bahn gehen mittlerweile viele Ticket-Stornierungen ein. Reisende, die am Wochenende eine Fahrt mit der Deutschen Bahn gebucht hatten, haben sich angesichts des drohenden Sturmtiefs "Sabine" wohl doppelt überlegt, ob sie ihre Tour antreten und die damit vermutlich verbundenen Probleme in Kauf nehmen möchten. Auf Stornierungen reagiert die Bahn derzeit mit der Bitte um Verständnis, dass die Bearbeitung wegen des hohen Aufkommens an Stornierungs-Wünschen eine gewisse Zeit dauern wird.

19.10 Uhr: Sämtliche Schulen in Bönen im Kreis Unna bleiben am kommenden Montag geschlossen. Das entschied Bürgermeister Stephan Rotering am Freitagabend, nachdem der Deutsche Wetterdienst Sturmtief Sabine angekündigt hatte

19 Uhr: In Werl haben erste Schulen für Montag einen Unterrichtsausfall angekündigt: Das Mariengymnasium, das Ursulinengymnasium und die Sekundarschule Werl lassen definitiv ihre Schultüren verschlossen. "Wir haben diese Entscheidung aus Fürsorge für unsere Schüler auch in Absprache mit dem Schulträger und unserer Elternvertretung getroffen. Die Entscheidung ist zudem dadurch begründet, dass die derzeitig an unserer Schule eingerichtete Großbaustelle im Falle eines Unwetters zusätzliche Gefahren birgt", erklärte MG-Schulleiter Michael Prünte.

Die Entscheidung, ob die Werler Grundschulen am Montag geschlossen bleiben, wird auf der jeweiligen Homepage der Grundschulen und in den Eltern-WhatsApp-Gruppen am Sonntag ab 14 Uhr mitgeteilt beziehungsweise abrufbar sein.

18.25 Uhr: Die Stadt Hamm hat wegen des bis zum Montag drohenden Sturmtiefs für Montag den Betrieb in allen Schulen abgesagt. Die Schüler können also guten Gewissens zuhause bleiben; die sichere Erreichbarkeit der Schulen könne nicht garantiert werden, berichtet wa.de. Für die Kitas gilt die Empfehlung, "vom Besuch abzusehen". In allen Einrichtungen sollen gleichwohl Noteinrichtungen vorgehalten werden, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann am Freitagabend im Gespräch mit wa.de.

Sturm "Sabine" in NRW: DWD warnt vor Schäden in der Nacht zu Montag

18.15 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst erwartet, dass Orkan "Sabine" in der Nacht zum Montag in Nordrhein-Westfalen Schäden verursacht und möglicherweise den Verkehr durcheinanderbringt. Er rechne damit, dass Bäume umfallen, sagte Meteorologe Bernd Hussing. Auch Auswirkungen im Bahnverkehr seien nicht auszuschließen. Voraussichtlich werde es am Sonntagmorgen eine amtliche Unwetterwarnung geben. In Nordrhein-Westfalen wird der Höhepunkt des Orkans in der Nacht zum Montag etwa gegen Mitternacht erwartet. 

"Zwischen Windstärke 9 und 12 ist da alles möglich", sagte Hussing. Er rechne mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern. Zum Vergleich: Beim verheerenden Orkan Kyrill im Januar 2007 wurde die stärkste Böe in tiefen Lagen in Düsseldorf mit 145 Stundenkilometern registriert. "Am Sonntag wird der Wind im Tagesverlauf immer mehr zunehmen." Bereits am Nachmittag gebe es flächendeckend Böen der Stärke 9. Auch länger anhaltenden Regen sagen die Experten voraus. 

Sturm "Sabine" in NRW: Müssen die Kinder zur Schule?

18 Uhr: In Erwartung des Sturms "Sabine" haben Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen in Sachen Unterricht am Montag unterschiedliche Regelungen getroffen. Einige große Städte wie Essen, Neuss oder Gelsenkirchen teilten bereits am Freitag mit, dass der Unterricht in allen ihren Schulen wegen der zu erwartenden Wetterlage ausfällt

Sturm "Sabine" in NRW: Deutsche Bahn rät, Reisen zu verschieben

17.30 Uhr: Die Deutsche Bahn hat Reisenden wegen des erwarteten Sturms "Sabine" empfohlen, für Sonntag, Montag oder Dienstag geplante Reisen zu verschieben. Im Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn werde ab Sonntagabend mit erheblichen Beeinträchtigungen insbesondere im Norden und Westen Deutschlands gerechnet, teilte die Bahn mit. "Wir empfehlen unseren Reisenden von Sonntag, 09.02.2020 bis Dienstag, 11.02.2020 ihre geplante Reise auf einen anderen Tag zu verschieben."

16.50 Uhr: Der Sturm in NRW hat Auswirkungen auf den Weltcup im Skispringen in Willingen. Der Einzelwettbewerb wird von Sonntag 16 Uhr auf 10.15 Uhr vorverlegt. Bereits am Freitag kam es aufgrund des Windes zu vielen Unterbrechungen im Training. Der Wettbewerb am Samstag soll wie geplant um 16 Uhr starten. In Willingen werden an diesem Wochenende rund 50.000 Fans erwartet.

15.40 Uhr: Erste Schulen in NRW haben mit Blick auf Sturm Sabine bereits den Unterricht abgesagt. Das Mariengymnasium und das Ursulinengymnasium in Werl lassen ihre Schultüren verschlossen. Andere Schulen haben über WhatsApp-Gruppen die Informationen verbreitet, dass die Eltern selbst entscheiden können, ob der Weg zur Schule für die Kinder zumutbar ist. In Hamm wird die Entscheidung am Freitagabend um 18 Uhr fallen, ob Schulen und Kitas geschlossen werden. In Kierspe im Märkischen Kreis gibt es Unterrichtsausfall.

Sturm in NRW: Feuerwehr bereitet sich vor

15 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat vor der Ankunft von Sturm Sabine in NRW nun offiziell eine Wetterwarnung herausgegeben. Von Sonntag 16 Uhr bis Montag 6 Uhr ist mit Orkanböen zu rechnen. Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h seien möglich. Die Feuerwehren in NRW planen bereits den Sonntag. "Wir bereiten uns natürlich in einem gewissen Maße auf eine mögliche Flächenlage vor", erklärt Kai Weets, Sprecher der Feuerwehr Soest. Er fügt aber hinzu: "Wir machen uns nicht verrückt."

14.30 Uhr: Bahnreisende müssen ab Sonntagabend mit Störungen rechnen. Die Bahn weist schon am Freitag daraufhin, dass sich Zugfahrer vorab auf bahn.de oder die Bahn-App informieren sollten.

13.50 Uhr: Der Höhepunkt von Sturm Sabine soll in NRW am Montagmorgen überwunden sein. Trotzdem hat die Bezirksregierung Münster am Freitag vorsorglich informiert, ob Kinder bei anhaltendem Unwetter in die Schule müssen. Die Regel ist ganz einfach: Die Eltern können selbst entscheiden, ob der Schulweg bei einem Wetterextrem zu gefährlich ist. Die Kinder müssen dann selbstverständlich in der Schule entschuldigt werden. Die Modellkarten geben aber  weitgehend Entwarnung: Gegen 7 Uhr am Montag, so die Berechnung am Freitagnachmittag, ist nur noch mit Windgeschwindigkeiten von rund 50 km/h zu rechnen.

13.00 Uhr: WegenSturm Sabine verschiebt der Landesbetrieb Straßen.NRW Bauarbeiten auf der A45. Die für Sonntag angekündigte Brückenprüfung der Talbrücke Gerlingen auf der A45 zwischen dem Autobahnkreuz Olpe-Süd und der Anschlussstelle Freudenberg in Fahrtrichtung Frankfurt entfällt. Daher wird es auf der Autobahn zu keinen Engpässen kommen. Am Freitagmorgen war es auf der A45 bei Lüdenscheid zu einem folgenreichen Unfall gekommen.

Sturm in NRW: Gefahr für Rheinderby und Skispringen in Willingen

11.50 Uhr: Sturm Sabine hat erste Auswirkungen auf ein Großereignis in NRW: Beim Weltcup im Skispringen in Willingen wird ein Wettbewerb vorverlegt. Aufgrund der  Wetterprognosen beginnt die Qualifikation am Freitag schon um 15 Uhr (vorher: 18 Uhr), das offizielle Training schon um 13 Uhr (vorher: 15.30 Uhr). Der Einlass ins Stadion erfolgt ab 12 Uhr. Auch am Samstag und am Sonntag kann es zu Änderungen im Zeitplan kommen.

Auch das Rhein-Derby in der Fußball-Bundesliga ist gefährdet. Borussia Mönchengladbach empfängt am Sonntagnachmittag den 1. FC Köln. "Das kann man letztlich erst am Spieltag sagen", sagte ein Sprecher der Borussia. Vor dem 90. rheinischen Derby sind für Sonntag erhöhte Sicherheitsmaßnahmen mit einem Großaufgebot der Polizei geplant. Es gilt unter anderem ein zeitlich befristetes Glas- und Flaschenverbot. Zudem wird es an beiden Bahnhöfen umfangreiche Sperrungen geben. Der Borussia-Park ist mit 54 022 Zuschauern ausverkauft.

An der Mühlenkopfschanze in Willingen werden mehrere zehntausend Besucher erwartet. Sollte Sturm Sabine wirklich mit hohen Windgeschwindigkeiten über das Sauerland ziehen, ist der Weltcup gefährdet.

11.00 Uhr: Sturm Sabine wird NRW in der Nacht von Sonntag auf Montag durchschütteln. Ein historischer Orkan wie im Jahr 2007, als Kyrill verheerende Schäden verursachte, ist aber nicht zu erwarten. "Eine schwere Sturmlage ist sehr wahrscheinlich, der historische 'Mega-Orkan wird es aber eher nicht", sagt Fabian Ruhnau, Meteorologe im Team von Kachelmannwetter. Seinen Höhepunkt erreicht Sturm Sabine im NRW zwischen 1 und 4 Uhr am frühen Montagmorgen. Örtlich sind Orkanböen von über 120 km/h möglich.

Update, 7. Februar, 9.30 Uhr: Wie schlimm wird der Sturm Sabine in NRW am Sonntag? Am Freitagmorgen hat das Team von Meteorologe Jörg Kachelmann neue Modellkarten auf Twitter veröffentlicht. Und die verheißen nichts Gutes: "Das sieht gefährlich aus", heißt es in einem Tweet von 7.30 Uhr. Die Modellkarte zeigt für die Nacht von Sonntag auf Montag Windböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h. Gefahr besteht vor allem in den Höhelagen, im Siegerland und im Sauerland. Aber auch im Ruhrgebiet und Ostwestfalen sind ähnliche Windgeschwindigkeiten zu erwarten. Lediglich im Münsterland soll der Sturm etwas abgeschwächter unterwegs sein.

Sturm in NRW: Gefahr im Sauerland und Siegerland

NRW - Der Sturm Sabine zieht auf! Das Wetter wird wild ab Sonntag und speziell NRW ist betroffen. Einige Meteorologen ziehen bereits Vergleiche mit einem der schlimmsten Stürme, den NRW jemals erlebt hat.

Das Hoch "Frank", das momentan unser Wetter bestimmt, hält nicht lange durch. Spätestens am Sonntag kommen wir in den Einfluss von Sturmtiefs. Dieses Tiefs vom Atlantik rücken mit Regen und immer mehr Wind näher. Den Sturm werden wir schon am Sonntag im Bergland in NRW spüren. Gefahr bedeutet dies auch für den Weltcup im Skispringen, der am Wochenende in Willigen im Sauerland stattfindet. Richtig heftig könnte es in der Nacht auf Montag werden. Dann sind, so prognostiziert der Deutsche Wetterdienst, auch orkanartige Böen möglich. Höhepunkt beim Sturm ist voraussichtlich gegen Mitternacht.

Baumfäll-Arbeiten an der A44 müssen nun auch schneller vorangehen, damit sie nicht vom anstehenden Wetter beeinträchtigt werden.

Die Feuerwehren in ganz NRW stellen sich auf viele Einsätze ein.

Auch das Team von Meteorologe Jörg Kachelmann sagt den Sturm für NRW voraus. "Das Mittel von mehr als 50 Berechnungen am Sonntag um 22 Uhr liegt in NRW fast flächig bei 110 km/h", meldet der Wetterdienst des TV-Moderators auf Twitter. "Das ist schon beachtlich für diesen Zeitraum von noch +4 Tagen. Man muss trotzdem noch ruhig abwarten, was bis Fr/Sa übrig bleibt."

Sturm in NRW: Erinnerungen an Kyrill

Die Prognose der Wetter-Experten zum Sturm Sabine  in NRW  bereitet Sorgen: „Sollten die derzeitigen Berechnungen der Wettermodelle bestätigen, dann wird anstehende Sturm- und Orkanlage großflächig eines der markantesten Sturmereignisse der letzten 10 bis 15 Jahre sein", sagt Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline. Und noch mehr: "Bei uns Meteorologen wecken die aktuellen Wetterkarten Erinnerungen an Orkan Kyrill im Jahr 2007, wenngleich dieser sogar noch ein Tick heftiger war." Habel fügt aber hinzu: Es ist nur ein Szenario von vielen. Wie stark der Sturm in NRW  wirklich wird, zeigen erst die kommenden Tage.

Zahlreiche Bäume mussten nach dem Sturm Friederike gefällt werden. Viele Schulen ließen den Unterricht ausfallen.

Sturm in NRW: Trockenes Wetter als großes Problem

Der Sturm Sabine könnte NRW besonders stark treffen, weil die Vegetation immer noch geschwächt ist, sagt der Experte von WetterOnline. Zwei Jahre hat es viel zu wenig Regen gegeben. Zahlreiche Bäume sind daher geschwächt, dazu steht viel Totholz in den Wäldern in NRW, weil der Borkenkäfer übel gewütet hat. Bei Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h sind diese Bäume ein leichtes Opfer für den Sturm - wenn er denn so heftig wird.

Sturm in NRW: Wetter hat Auswirkungen auf Bahnverkehr

Der Sturm Sabine in NRW  wird voraussichtlich auch Auswirkungen auf den Verkehr haben. Nicht nur durch Äste und Zweige, die von Bäumen  auf Straßen herabfallen. Speziell bei der Bahn könnte es zu Problemen kommen. Bei Sturm sind speziell die Oberleitungen bei der Bahn gefährdet. Beim Sturm Friederike vor fast genau zwei Jahren musste der Bahnverkehr in NRW zeitweise eingestellt werden. - mit Material der dpa

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Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © VN24/Axel Ruch

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