Studie: Ruhrgebietsstädten drohen Wohnungsleerstände

KÖLN - Der Wohnungsmarkt in Deutschland driftet auseinander: In Metropolen wie Berlin, München oder Düsseldorf explodieren die Mieten. In vielen Regionen Ostdeutschlands stehen dagegen Wohnungen leer.

Und auch Ruhrgebietsstädte wie Dortmund oder Essen könnten schon bald zu den Verlierern auf dem Wohnungsmarkt gehören. Das geht aus am Donnerstag vorgestellten Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW, Köln) hervor.

"Die Entwicklung hängt stark von den zukünftigen Wohnungsgrößen ab und wie stark die Bevölkerung in Deutschland sinkt", sagte Ralph Henger, Immobilienökonom beim IW. Wenn Zuwanderung und Geburtenrate dauerhaft höher und die Wohnungen größer werden, könnte die Nachfrage nach Wohnraum insgesamt noch bis 2045 steigen - im günstigen Fall bis zu 20 Prozent. Spätestens dann wäre der Gipfel überschritten.

Stagnieren dagegen die Wohnungsgrößen in den nächsten Jahren und bleibt die Zuwanderung geringer, dann drohen der Studie zufolge bis 2030 wachsende Leerstände in vielen Ruhrgebietsstädten wie Essen, Dortmund oder Duisburg. Dagegen dürfte die Nachfrage nach Wohnraum in Düsseldorf, Köln und Bonn auf jeden Fall weiter wachsen. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Foto: dpa

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