Streik bei der Post

Verdi ruft zum Streik in Briefverteilzentren auf

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DÜSSELDORF - Verdi ruft die Angestellten der Post AG zu einem spontanen Streik auf. In allen 14 Briefverteilzentren sollen am Dienstagnachmittag die Spätschichten die Arbeit nieder legen. Der Streik soll bis Mittwochnachmittag dauern.

In einer schriftlichen Stellungnahme teilte die Gewerkschaft Verdi am Dienstagmittag mit, dass die Mitarbeiter der Post bis einschließlich Mittwoch streiken sollen.

Verdi schreibt, dass die „Post AG  uns über den Tisch ziehen will".

In Nordrhein-Westfalen werden daher am Dienstag mit Beginn der Spätschichten am Nachmittag alle 14 Briefverteilzentren der Deutschen Post AG bestreikt. Die Gewerkschaft ver.di hat rund 1.000 Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen aufgefordert, die erst mit Ende der Frühschicht am frühen Mittwochnachmittag beendet werden sollen. Bestreikt werden sowohl der Posteingang wie der Postausgang, heißt es in der Mitteilung weiter.

„Wir gehen davon aus, dass am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen nur wenige Briefe zugestellt werden können“, erklärte Uwe Speckenwirth, ver.di-Fachbereichsleiter Postdienste in NRW.

„Das letzte Angebot der Post AG ist der dreiste Versuch, unsere Kolleginnen und Kollegen über den Tisch zu ziehen“, kritisiert Speckenwirth. Der angebotene Kündigungsschutz bis 2018 sei wertlos, weil die Post schon ab nächstes Jahr freie Hand für die Gründung von billigeren Konkurrenz-Unternehmen im eigenen Haus haben wolle, heißt es weiter.

Nur die Rendite der Aktionäre im Kopf?

„Damit wäre der Kündigungsschutz ausgehebelt. Die Verantwortlichen haben offensichtlich nur die Rendite der Aktionäre im Kopf, aber nicht die Existenzsorgen ihrer Beschäftigten“, sagte Speckenwirth.

Verdi wirft der Deutschen Post AG vor, bereits zu Jahresbeginn Vertragsbruch begangen und entgegen der schriftlichen Vereinbarung Firmen gegründet zu haben, um die Tariflöhne abzusenken.

Aktuell fordert die Gewerkschaft eine Verkürzung der Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden. 

Zu den Verteilerzentren gehören: Bonn, Köln-Ost, Dortmund, Werl, Duisburg, Essen, Köln-West, Aachen, Münster, Hagen, Herford, Siegen, Mönchengladbach, Düsseldorf

Quelle: wa.de

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