Viele Flüge gestrichen

Am Dienstag keine Streiks am Flughafen Düsseldorf

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In einer Schlange warten Passagiere im Flughafen in Düsseldorf auf ihre Abfertigung. Aufgrund eines Streiks des Sicherheitspersonals kommt es zu Verzögerungen und Ausfällen im Flugverkehr.

DÜSSELDORF - In den festgefahrenen Tarifkonflikt im nordrhein-westfälischen Sicherheitsgewerbe ist nach einem weiteren Streik am Düsseldorfer Flughafen Bewegung gekommen. Gewerkschaft und Arbeitgeber nahmen nach tagelanger Funkstille am Montag wieder Kontakt auf.

Am Dienstag ist kein weiterer Streik geplant. Es werde kurzfristig nach einem Gesprächstermin gesucht, teilte die Gewerkschaft Verdi in Düsseldorf mit. Zuvor hatten sich in Hamburg Gewerkschaft und der Bundesverband der Deutschen Sicherheitswirtschaft (BDSW) auf einen Abschluss für die dortigen etwa 600 Flughafen-Sicherheitskräfte geeinigt. Das sei ein "guter Anlass, die Tarifverhandlungen in NRW wieder aufzunehmen", erklärte Verdi.

Ein Streik des Sicherheitspersonals hatte am Montag den Betrieb am Düsseldorfer Flughafen erneut empfindlich gestört. Im festgefahrenen Tarifkonflikt der nordrhein-westfälischen Sicherheitsbranche hatte die Gewerkschaft Verdi die Fluggastkontrolleure zu einem weiteren, ganztägigen Ausstand aufgerufen.

Seit Dezember verhandeln die Tarifparteien über einen neuen Vertrag für die 34.000 Beschäftigten der Branche in NRW; gut 2000 von ihnen sind Luftsicherheitsbedienstete. Gefordert sind Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro je Stunde.

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Streik am Flughafen Düsseldorf

Unterdessen einigten sich am Montag in Hamburg Gewerkschaft und der Bundesverband der Deutschen Sicherheitswirtschaft (BDSW) auf einen Abschluss für die dortigen etwa 600 Flughafen-Sicherheitskräfte. Der Stundenlohn wird in zwei Schritten um insgesamt 15 Prozent auf 13,60 Euro angehoben.

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Der Montag war der 7. Streiktag an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf seit Dezember. Von den geplanten 593 Starts und Landungen am drittgrößten deutschen Flughafen in Düsseldorf waren bis zum Mittag 172 gestrichen. Etwa 250 Mitarbeiter der Flughafensicherheit hatten am Morgen nach Angaben der Gewerkschaft die Arbeit niedergelegt. Nur etwa die Hälfte der Kontrollstellen des Airports war besetzt.

In NRW fordert Verdi unter anderem ein deutliches Plus für die Beschäftigten der untersten Lohngruppen, die mehr als die Hälfte der Beschäftigten ausmachen. Der BDSW hat nach einem Schlichter gerufen. In dem Streit geht es um insgesamt 25 Lohntarife. Die Beschäftigen arbeiten unter anderem in den Bereichen Objektschutz, Flughafensicherheit, Schutz militärischer Liegenschaften und als Kontrollfahrer. In der Branche haben bundesweit die Zahl der Beschäftigen und Unternehmen sowie der Umsatz in den vergangenen Jahren zugelegt.

Quelle: wa.de

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