Stipendium soll Ärzte ins Sauerland locken

MESCHEDE - Mit einem Stipendium will der Hochsauerlandkreis dem Ärztemangel auf dem Land entgegentreten. Angehende Mediziner können vier Jahre lang 500 Euro pro Monat erhalten.

Im Gegenzug verpflichten sie sich, nach dem Studienabschluss ihre Facharzt-Ausbildung im Sauerland zu absolvieren oder dort mindestens vier Jahre lang zu praktizieren. Am Dienstag unterschrieb die erste Stipendiatin in Meschede den Vertrag mit dem Hochsauerlandkreis. Bis zu fünf Medizinstudenten sollen mit der Studienbeihilfe aufs Land gelockt werden.

"Wir hoffen, dass die Ärzte dann auch nach Ablauf der vier Jahre in der Region bleiben", sagte Kreissprecher Martin Reuther. "Wie dramatisch die Lage ist, zeigt sich auch daran, dass das Land Ärzte finanziell unterstützt, die sich in besonders betroffenen Orten im Sauerland niederlassen", sagte Reuther. Das gelte für Hallenberg, Marsberg und Bestwig.

Voraussetzung für das zum Sommersemester 2012 erstmals angebotene Stipendium des Kreises ist der erfolgreiche Abschluss der 1. Ärztlichen Prüfung. Das Stipendium als Köder für medizinischen Nachwuchs nutzen bereits einige Kliniken. "Das wird auch hier im Kreis gemacht, zum Beispiel in Winterberg", sagte Reuther. Der Hochsauerlandkreis sei aber nach dem Elbe-Elster-Kreis in Brandenburg einer der ersten Kreise, die mit einem finanziellen Anreiz etwas gegen den Ärztemangel tun. Die Kommunalpolitiker aus dem Kreistag waren auf das Stipendium in Brandenburg aufmerksam geworden und haben die Idee nun im Sauerland umgesetzt. - lnw

Quelle: wa.de

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