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Stichwahlen in NRW: So lief der Wahlabend im Land - alle wichtigen Entscheidungen

Kommunalwahl/Stichwahl in NRW: In vielen Städten in NRW wurde es am Sonntag noch einmal richtig spannend. Jetzt stehen alle (Ober-)Bürgermeister und Landräte im Land fest.

  • Die Kommunalwahl 2020 in NRW ging in eine zweite Runde.
  • Die Wähler bestimmten am 27. September per Stichwahl Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte.
  • Alle Entwicklungen zur Stichwahl in NRW im Newsblog.

NRW - Der Tag der Entscheidung, der 27. September. Schon im ersten Durchgang am Sonntag, 13. September, haben die Kommunalwahlen in vielen Städten in NRW die politischen Verhältnisse durcheinander gewirbelt - Mehrheiten in den Stadträten haben sich teils unerwartet verschoben. Doch der politische Top-Job wurde vielerorts noch nicht vergeben: das Amt des Oberbürgermeisters oder Bürgermeisters. Keiner der Kandidaten holte die absolute Mehrheit. Deshalb kam es am Sonntag nun zu Stichwahlen in vielen Städten. Gleiches galt auch für die Landratswahlen in einigen Kreisen.

Kommunalwahl in NRW

Termin:

13. September/Stichwahl: 27.September

Was wurde/wird gewählt?

(Ober-)Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte, Bezirksvertretungen, Kreistage, Landräte, Ruhrparlament (nur im RVR)

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+++ Nach den Oberbürgermeister-Stichwahlen am Sonntag wollen die Parteien am Montag über die Ergebnisse beraten. Achim Post, Chef der NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion, empfahl der NRW-SPD, die richtigen Lehren zu ziehen. "Klar ist: Mit Blick auf die Bundestagswahl in 2021 und die Landtagswahl in 2022 müssen und können wir uns noch deutlich steigern", teilte er mit. "Meine feste Überzeugung ist: Wenn die SPD in Nordrhein-Westfalen klar und geschlossen auftritt, haben wir unverändert das Potenzial und die politische Durchschlagskraft, um auch landesweit Wahlen zu gewinnen."

+++ Wir beenden unseren Newsblog zu den Stichwahlen in NRW am Wahlabend mit einem Überblick über die wichtigsten Ergebnisse im Land. Alles Weitere können Sie bequem in unserer Berichterstattung nachlesen. Vielen Dank für Ihr Interesse!

  • Dortmund: Thomas Westphal (SPD/51,97 Prozent)
  • Münster: Markus Lewe (CDU/52,60 Prozent)
  • Hamm: Marc Herter (SPD/63,57 Prozent)
  • Köln: Henriette Reker (parteilos/59,29 Prozent)
  • Düsseldorf: Stephan Keller (CDU/55,99 Prozent)
  • Wuppertal: Uwe Schneidewind (Grüne+CDU/53,5 Prozent)

+++ Die Ergebnisse der Oberbürgermeister-Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen haben nach Ansicht des CDU-Vorsitz-Kandidaten Norbert Röttgen auch bundespolitische Relevanz. Denn es sei erkennbar, dass der Kampf um die Mitte gerade in den großen Städten entscheidend für Siege und Verluste sei, sagte er der Rheinischen Post. "Dieser Kampf wird mittlerweile zwischen der CDU und den Grünen ausgetragen", sagte Röttgen. "Wir müssen daraus für die Bundestagswahl lernen, weil wir die größten Überschneidungen der Wählerschaft mit den Grünen haben." Für die Bundestagswahl müsse die CDU "nicht grüner als die Grünen werden, aber besser".

+++ Die SPD-Spitze sieht im Ausgang der Stichwahlen zu den Stadtoberhäuptern in Nordrhein-Westfalen Licht und Schatten. "Wir freuen uns riesig mit Thomas Westphal, der Dortmund gegen einen CDU-Kandidaten verteidigt hat", sagte der SPD-Bundesvorsitzende Norbert Walter-Borjans der Rheinischen Post. "Bitter sind dagegen zweifellos die Wahlausgänge in Düsseldorf und Wuppertal."

In der Landeshauptstadt Düsseldorf zog SPD-Amtsinhaber Thomas Geisel gegen CDU-Herausforderer Stephan Keller den Kürzeren. In Wuppertal musste sich OB Andreas Mucke (SPD) dem gemeinsamen Kandidaten von CDU und Grünen, Uwe Schneidewind, geschlagen geben.

SPD-Landeschef Sebastian Hartmann sagte, die Ergebnisse seien "durchmischt". Die SPD habe viele Rathäuser verteidigt, aber auch schmerzhafte Verluste hinnehmen müssen, etwa in Düsseldorf und Wuppertal. In Dortmund, Hamm, Mönchengladbach, Bielefeld, Krefeld und Gelsenkirchen feiere die SPD hingegen Erfolge.

Der SPD-Landesvorstand werde das Ergebnis an diesem Montag genau analysieren: "Fest steht: Beide Volksparteien, SPD und CDU, haben bei dieser Kommunalwahl ihr historisch schlechtestes Ergebnis eingefahren", sagte Hartmann der Rheinischen Post

Stichwahl in NRW: 31-Jähriger wird Bürgermeister in Mönchengladbach

+++ NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat seinem CDU-Kollegen Stephan Keller zum Erfolg bei der Stichwahl zum Düsseldorfer Oberbürgermeister gratuliert. In keiner Landeshauptstadt eines Flächenlandes gebe es derzeit einen CDU-Oberbürgermeister, betonte Laschet am Sonntag. Die Düsseldorfer und Stephan Keller hätten die "Ehre der CDU" gerettet. "Wir können auch in großen Städten gewinnen." Der Sieg sei auch möglich gewesen, weil die CDU in der Stadt "geschlossen gekämpft" habe.

Zudem sagte der Ministerpräsident mit Blick auf den Wahltag: "Wir haben Düsseldorf gewonnen, wir haben Mülheim an der Ruhr zurück gewonnen, wir haben in Oberhausen gewonnen und in ganz vielen Landkreisen. Ein paar Städte haben wir leider auch verloren, und deshalb ist es umso besser, dass die Landeshauptstadt einen neuen Oberbürgermeister hat."

+++ In der einstigen CDU-Hochburg Mönchengladbach hat ein 31-jähriger SPD-Kandidat den Chefsessel im Rathaus erobert. Bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister siegte Felix Heinrichs am Sonntag mit rund 74 Prozent gegen seinen CDU-Konkurrenten, den Landtagsabgeordneten Frank Boss. Dieser erlangte nur rund 26 Prozent, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Der bisherige Amtsinhaber Hans Wilhelm Reiners (CDU) war bei der Kommunalwahl nicht mehr angetreten.

Stichwahl in NRW: Machtwechsel in Düsseldorf - Keller neuer OB

+++ Die Grünen haben ihr Abschneiden bei den Oberbürgermeister-Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen als "historisch" gewertet. Erstmals stellen sie in dem Bundesland Oberbürgermeister und Bürgermeister. In Aachen, Bonn, Wuppertal und vielen kleineren Städten und Gemeinden leiten künftig Grüne die Kommunen. Damit würden Themen wie Klimaschutz, Verkehrswende und bezahlbares Wohnen zur Chefsache, kommentierten die grünen Landesvorsitzenden Mona Neubaur und Felix Banaszak. "Jetzt führen Grüne mindestens 13 Städte und Gemeinden an."

+++ Die Grünen-Kandidatin Sibylle Keupen hat die Oberbürgermeister-Wahl in Aachen gewonnen. Sie setzte sich mit 67,4 Prozent deutlich gegen den CDU-Konkurrenten Harald Baal durch, der auf 32,6 Prozent kam, wie die Stadt am Sonntagabend nach Auszählung aller Stimmbezirke auf ihrer Internetseite mitteilte.

+++ Der CDU-Politiker Stephan Keller wird neuer Oberbürgermeister in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Keller besiegte am Sonntag in der Stichwahl Amtsinhaber Thomas Geisel (SPD). Für Keller stimmten nach Auszählung aller Stimmbezirke 56,0 Prozent der Wähler, Geisel kam auf 44,0 Prozent, wie die Stadt mitteilte.

+++ Die parteilose Politikerin Henriette Reker bleibt Oberbürgermeisterin von Köln. Nach Auszählung fast aller Stimmbezirke lag sie am Sonntag nach Angaben der Stadt mit über 60 Prozent der Stimmen uneinholbar vor ihrem SPD-Herausforderer Andreas Kossiski.

Stichwahl in NRW: Grünen-Kandidatin gewinnt in Bonn

+++ Die Grünen-Kandidatin Katja Dörner ist neue Oberbürgermeisterin in Bonn. Bei der Stichwahl am Sonntag setzte sie sich mit 56,3 Prozent gegen den bisherigen Amtsinhaber Ashok-Alexander Sridharan (CDU) durch, der auf 43,7 Prozent kam, wie die Stadt am Sonntagabend nach Auszählung aller Stimmbezirke auf ihrer Internetseite mitteilte.

+++ Uwe Richrath (SPD) bleibt Oberbürgermeister in Leverkusen. Er ging als klarer Favorit ins Rennen und erhielt bei der Stichwahl am Sonntag genau 70 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer von der CDU, Frank Schönberger, kam auf 30 Prozent, wie die Stadt mitteilte.

+++ In Hamm ist nun auch das vorläufige Endergebnis da: SPD-Kandidat Marc Herter gewann die Stichwahl überraschend deutlich mit 63,57 Prozent gegen den bisherigen Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU/36,43 Prozent).

+++ Der Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) bleibt im Amt. 56,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten bei der Stichwahl am Sonntag für ihn. Er konnte sich gegen Ralf Nettelsroth (CDU) durchsetzen, der auf 43,9 Prozent kam, wie die Stadt nach Auszählung aller Stimmen mitteilte.

Stichwahl in NRW: Wahl-Drama in Iserlohn - 36 Stimmen entscheiden

+++ Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz bleibt für weitere fünf Jahre im Amt. Bei der Stichwahl bekam der 45-jährige CDU-Politiker 62,1 Prozent der Stimmen. Seinen Herausforderer Thorsten Berg (SPD) wählten lediglich 37,9 Prozent, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte, nachdem alle Stimmbezirke ausgezählt waren. 

+++ Grünen-Politiker Uwe Schneidewind ist zum neuen Oberbürgermeister von Wuppertal gewählt worden. Der 54-jährige gemeinsame Kandidat von Grünen und CDU setzte sich gegen Amtsinhaber Andreas Mucke (SPD) in der Stichwahl mit 53,5 Prozent der Stimmen durch.

+++ Ein regelrechtes Wahl-Drama gab es in Iserlohn im Märkischen Kreis. In der 90.000-Einwohner-Stadt im Sauerland gaben am Ende 36 (!) Stimmen den Ausschlag zugunsten von Michael Joithe ("Die Iserlohner"). Im ersten Wahlgang hatte Joithe noch deutlich hinter CDU-Kandidatin Eva-Barbara Kirchhoff gelegen.

+++ Die Studentenstadt Münster wird weiterhin von einem CDU-Politiker regiert: Markus Lewe (CDU) ist in der Stichwahl auf 52,6 Prozent der Stimmen gekommen und bleibt Oberbürgermeister. Der Grünen-Kandidaten Peter Todeskino kam auf 47,4 Prozent, wie die Stadt am Sonntagabend nach Auszählung aller Stimmen mitteilte.

Stichwahl in NRW: Beben in Hamm - klare Sache im Sauerland

+++ Der SPD-Oberbürgermeister Thomas Geisel hat seine Niederlage bei der Stichwahl in Düsseldorf eingestanden. Geisel beglückwünschte seinen Herausforderer Stephan Keller (CDU) am Sonntag zu dessen Sieg. Keller sagte: "Wir haben diese Wahl gewonnen." Keller lag nach Auszählung von rund 420 der 454 Stimmbezirke am Sonntag bei 54,89 Prozent. SPD-Amtsinhaber Geisel kam auf 45,1 Prozent.

+++ In Hamm sorgte die Stichwahl um das Oberbürgermeister-Amt für ein Beben: Zwar sind noch nicht alle Wahlbezirke ausgezählt, aber Amtsinhaber Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) hat angesichts des bislang klaren Ergebnisses bereits seinem Konkurrenten Marc Herter (SPD) zum Wahlsieg gratuliert.

+++ Die Stadt Dortmund bleibt SPD-Hochburg: Bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister hat SPD-Kandidat Thomas Westphal mit 52,0 Prozent gewonnen, wie die Stadt nach Auszählung aller Stimmen am Sonntag mitteilte. CDU-Herausforderer Andreas Hollstein kam auf 48,0 Prozent.

+++ Klare Sache im Sauerland: Bei der einzigen Stichwahl im HSK, die in Sundern stattfand, gab es einen eindeutigen Sieger. Einzelbewerber Klaus-Rainer Willeke setzte sich mit 73,5 Prozent der Stimmen gegen den CDU-Kandidaten Georg Te Pass durch.

Stichwahl in NRW: Dortmund bleibt wohl in SPD-Hand

+++ Der CDU-Politiker Stephan Keller ist in der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt in Düsseldorf in Führung gegangen. Keller lag nach Auszählung von rund 370 der 454 Stimmbezirke am Sonntag bei 53,8 Prozent. SPD-Amtsinhaber Thomas Geisel kam auf 46,1 Prozent. "Ich bin sehr angespannt", sagte Keller der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Düsseldorfer CDU-Kreisvorsitzende Thomas Jarzombek gab sich siegessicher: "Für uns ist das ein wahnsinniger Erfolg", sagte Jarzombek. Die CDU habe es nach der Niederlage bei der OB-Wahl 2014 geschafft, wieder kampffähig und geschlossen zu werden. "Das ist wirklich stark."

+++ Andreas Hollstein (CDU) kurz vor Auszählung aller Stimmen kaum noch Hoffnung auf einen Stichwahl-Sieg in Dortmund. "Ich denke, das Rennen ist gelaufen", sagte er am Sonntagabend in Dortmund. Im Stichwahl-Duell lag nach Auszählung von 662 der 671 Stimmbezirke der Sozialdemokrat Thomas Westphal mit 52,0 Prozent der Stimmen vor Hollstein mit 48,0 Prozent.

+++ Dortmund bleibt nach derzeitigem Stand auch nach der Stichwahl in SPD-Hand: Neun Stimmbezirke vor dem Ende der Auszählung liegt der Kandidat der Sozialdemokraten, Thomas Westphal, mit 52,03 Prozent weiter knapp vor seinem CDU-Herausforderer Andreas Hollstein (47,97 Prozent). 

+++ In Aachen könnten die Grünen erstmals das Amt des Oberbürgermeisters stellen. Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmbezirke lag die Grünen-Kandidatin Sibylle Keupen mit knapp 70 Prozent deutlich vor ihrem CDU-Konkurrenten Harald Baal, wie die Stadt am Sonntagabend auf ihrer Internetseite mitteilte.

Stichwahl in NRW: Historischer Machtwechsel in Bonn?

+++ In der Ruhrgebietsstadt Mülheim könnte es einen Machtwechsel geben: Marc Buchholz (CDU) lag am Sonntag nach Auszählung von 94 der 148 Stimmbezirke mit 54,6 Prozent der Wählerstimmen vorn. Seine Konkurrentin, die ehemalige niedersächsische Umweltministerin Monika Griefahn (SPD), kam bei dem Zwischenergebnis auf 45,4 Prozent. Der bisherige OB Ulrich Scholten (SPD) war nicht wieder angetreten.

+++ In der Studentenstadt Münster zeichnet sich ein enges Ergebnis bei der Oberbürgermeisterwahl ab. Nach Auszählung von 171 der 270 Stimmbezirke kam Amtsinhaber Markus Lewe (CDU) am Sonntagabend auf 51,7 Prozent der Stimmen. Der Grünen-Kandidat Peter Todeskino kam auf 48,3 Prozent.

+++ Im Stichwahl-Duell in Dortmund hat nach vorläufigem Stand der SPD-Bewerber Thomas Westphal knapp die Nase vorn. Nach Auszählung von mehr als 550 von 671 Stimmbezirken kommt der Sozialdemokrat auf etwa 52 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Andreas Hollstein von der CDU liegt mit etwas unter 48 Prozent hinten.

+++ Im Bonner Rathaus zeichnet sich ein historischer Machtwechsel ab: Nach Auszählung der Hälfte aller Stimmbezirke bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister lag die Grünen-Kandidatin Katja Dörner mit knapp 57 Prozent vor Amtsinhaber Ashok-Alexander Sridharan (CDU), wie die Stadt Bonn am Sonntagabend auf ihrer Internetseite mitteilte. Es wäre das erste Mal, dass die Grünen einen OB-Sessel in NRW erobern.

Stichwahl in NRW: Spannung pur in Dortmund und Düsseldorf

++ Deutlicher sieht es momentan in Köln aus: Oberbürgermeisterin Henriette Reker liegt dort nach 711 von 1231 Stimmbezirken bei 57,34 Prozent. Ihr Herausforderer Andreas Kossiski (SPD) kommt derzeit auf 42,66 Prozent.

+++ Sehr spannend ist es auch in Düsseldorf: Dort liegt Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) nach etwa einem Drittel der Stimmbezirke mit 50,24 Prozent hauchzart vor seinem Herausforderer Stephan Keller (CDU), der aktuell auf 49,76 Prozent der Stimmen kommt.

+++ Der Vorsprung von Thomas Westphal (SPD) in Dortmund schmilzt: Nach 433 von 671 ausgezählten Stimmbezirken liegt er nur noch mit 53,54 Prozent vorne.Andreas Hollstein (CDU) kommt auf 46,46 Prozent. Es wird ein sehr spannender Wahlabend in der Ruhrmetropole.

+++ In Dortmund deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Thomas Westphal (SPD) und Andreas Hollstein (CDU) an. Nach 165 von 671 ausgezählten Stimmbezirken liegt Westphal mit 55,15 Prozent vor Hollstein (44,85 Prozent).

+++ In Münster ist der erste von 270 Stimmbezirken ausgezählt. Dort liegt CDU-Kandidat Markus Lewe mit 69,4 Prozent deutlich vor seinem Herausforderer Peter Todeskino (Grüne), der auf 30,6 Prozent kommt. Das Ergebnis kann sich aber gerade am Anfang mit jedem Stimmbezirk drehen.

Stichwahl in NRW: Auszählung der Stimmen hat begonnen

+++ Bei den Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen hat in fast 130 Städten und Kreisen die Auszählung der Stimmen für die neuen Rathauschefs und Landräte begonnen. Um 18 Uhr schlossen landesweit die Wahllokale. Berichte über lange Warteschlangen gab es zunächst nicht. Bei der ersten Runde der Kommunalwahlen vor zwei Wochen hatten vor einigen Wahllokalen um 18 Uhr noch zahlreiche Menschen gestanden - sie durften dann ihre Stimme auch noch nach 18 Uhr abgeben.

Besonders spannend dürften die Wahlen in der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Ruhrmetropole Dortmund werden. In beiden SPD-regierten Städten haben CDU-Kandidaten Chancen, die Oberbürgermeister-Posten zu erobern. Auch Aachen, Bonn, Münster und Wuppertal stehen im Fokus. Dort könnten Grünen-Kandidaten zum Zug kommen.

Stichwahlen der beiden Bestplatzierten gab es am Sonntag überall dort, wo im ersten Durchgang am 13. September keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen holte. In 15 kreisfreien Städten wurde um die Oberbürgermeister-Posten und in 11 Kreisen um die Landratsämter gekämpft. Auch in mehr als 100 kreisangehörigen Städten standen noch Bürgermeister-Stichwahlen an.

+++ In den Großstädten Düsseldorf, Köln und Dortmund ist bis zum Sonntagnachmittag bei den Stichwahlen zum Oberbürgermeister-Amt eine gute Wahlbeteiligung festgestellt worden. In Köln lag die Wahlbeteiligung um 17 Uhr bei 31,4 Prozent. Bei der OB-Wahl 2015 - eine Stichwahl gab es damals nicht - habe der Wert um die gleiche Uhrzeit bei 35,7 Prozent gelegen, bei der Wahl vor zwei Wochen zur gleichen Zeit sogar bei 50,6 Prozent, wie die Stadt auf ihrer Internetseite mitteilte.

Dortmund meldete am Sonntag mit Stand 17 Uhr eine Wahlbeteiligung von 19,4 Prozent - 2,3 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl 2014 um diese Uhrzeit. In Düsseldorf - wo keine Zahlen erhoben wurden - seien die Wahllokale "gut besucht" gewesen, sagte ein Sprecher der Stadt. "Viele gelbe Wahlbriefe sind auch noch durch die bis heute Morgen eröffnete Einwurfmöglichkeit bei den Bürgerbüros und den Bezirksverwaltungsstellen derzeit auf dem Weg ins Wahlamt."

Größere Pannen wurden am Sonntag zunächst nicht bekannt. In Hamm bot die Stadt spontan an, Briefwahlunterlagen noch am Sonntag selbst nach Hause zu bringen und wieder mitzunehmen - falls man gerade in Quarantäne ist. In Düsseldorf sorgte der Stichwahl-Zettel für Verwunderung in den Sozialen Medien, da dort bei dem Kästchen für die CDU zu lesen war "Stephan Keller Stadtdirektor Düsseldorf". Tatsächlich ist er das aber in Köln. Die Auflösung: Das Wort Düsseldorf - in der nächsten Zeile - bezog sich auf seinen Wohnort. Ein Fehler lag hier nicht vor. 

Stichwahl in NRW: Höhere Wahlbeteiligung als 2015 oder 2014

+++ In Kölnund Dortmundwar die Wahlbeteiligungam Sonntagvormittag leicht höher als bei der letzten Oberbürgermeisterwahloder Stichwahl. In Köln lag die Wahlbeteiligung um 11 Uhr bei 8,6 Prozent. Bei der OB-Wahl 2015 - eine Stichwahlgab es damals nicht - habe der Wert um die gleiche Uhrzeit bei 7,8 Prozent gelegen, hieß es von der Stadt.

Dortmund meldete am Sonntag mit Stand 10.45 Uhr via Twitter eine Wahlbeteiligung von 4,2 Prozent (Stichwahl 2014: 3,5 Prozent). Für Düsseldorf, wo ebenfalls ein enges Rennen erwartet wird, konnte die Stadt zunächst keine Angaben zur Wahlbeteiligung am Vormittag machen. Alle Wahllokale hätten pünktlich geöffnet und die Wahl verlaufe reibungslos, so ein Sprecher.

In Düsseldorf tritt der CDU-Kandidat Stephan Keller gegen Amtsinhaber Thomas Geisel (SPD) an. Im ersten Wahlgang lag Keller vorn. In Köln will Henriette Reker (parteilos) erneut Oberbürgermeisterin werden. Ihr GegenkandidatAndreas Kossiski (SPD) lag im ersten Wahlgang hinter ihr. In Dortmund tritt CDU-Kandidat Andreas Hollstein gegen Thomas Westphal (SPD) an. Westphal lag im ersten Wahlgang vorne.

Kommunalwahl in NRW: Stichwahl in diesen Städten - der große Überblick

+++ In Dortmund, der ehemaligen Herzkammer der Sozialdemokratie steht bei der Stichwahl eine der spannendsten Entscheidungen in ganz NRW an. Der SPD-Kandidat Thomas Westphal, aktuell Wirtschaftsförderer der Stadt, fuhr im ersten Wahlgang 35,8 Prozent ein, sein CDU-Kontrahent Andreas Hollstein 25,8 Prozent. Eine wichtige Rolle kommt daher den Grünen zu, die im Rat der Stadt mit 24,8 Prozent zweitstärkste Kraft wurden. Die Partei hat nach dem Urnengang beraten - und sich für den CDU-Kandidaten Hollstein ausgesprochen, der bislang Bürgermeister in Altena ist. 

+++ In Münster ist die Frage aller Fragen: Schafft es Markus Lewe (CDU) noch einmal? Der seit 2009 regierende Amtsinhaber von der CDU muss sich in der Stichwahl dem Grünen-Herausforderer Peter Todeskino stellen. Lewe verpasste im ersten Durchgang die 50-Prozent-Marke und kam auf 44,5 Prozent, Todeskino auf 28,4. Ohne Chance war der SPD-Kandidat Michael Jung, der nach der Niederlage sein Ratsmandat abgab. Die SPD spricht sich nun für Todeskino und einen Wechsel im OB-Amt aus. 

+++ Spannende Gemengelage vor allem in Hamm: Für den langjährigen Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann verlief der erste Durchgang sehr unerfreulich. In der Stadt am östlichen Rand des Ruhrgebiets kam sein SPD-Kandidat Marc Herter überraschend mit 40,7 Prozent der Stimmen auf dem ersten Platz ins Ziel. Hunsteger-Petermann, schon seit 1999 im Amt und damit der dienstälteste OB in NRW, erreichte nur 37,4 Prozent. Zwischenzeitlich haben sich die Ereignisse in Hamm allerdings überschlagen - die Stadt wurde wegen hohen Corona-Zahlen zum Krisenherd. Und Hunsteger-Petermann schlüpfte mit markigen Aussagen in die Rolle des Krisenmanagers. Das spannende Duell am 27. September begleiten wir hier in unserem Newsblog für Hamm

Kommunalwahl in NRW: Drei Bürgermeister- und eine Landrats-Stichwahl im Märkischen Kreis: 

+++ In den Städten Lüdenscheid, Menden und Iserlohn kommt es jeweils zur Bürgermeister-Stichwahl. 

In Lüdenscheid tritt der SPD-Kandidat Sebastian Wagemeyer gegen CDU-Mann Christoph Weiland an. Im ersten Wahlgang sicherte sich Wagemeyer 46,8 Prozent der Stimmen und damit einen recht großen Vorsprung. Christoph Weiland erreichte 35,7 Prozent.  

In Menden duellieren sich der parteilose Dr. Roland Schröder (39,7 Prozent im ersten Wahlgang) und Sebastian Arlt (CDU, 30,6 Prozent). 

In Iserlohn treten Eva Kirchhoff (CDU) und Michael Joithe (Die Iserlohner) gegeneinander an. Kirchhoff holte in der ersten Runde mit 39,8 Prozent den größten Anteil an Stimmen. Joithe schaffte 15,8 Prozent. 

Gekämpft wird auch um das Amt des Landrats im Märkischen Kreis - um die Nachfolge des amtierenden Landrats Thiomas Gemke. In die Stichwahl gehen Marco Voge (CDU, 38,1 Prozent) und Volker Schmidt (SPD, 30,5 Prozent). 

Über alle Entwicklungen im Märkischen Kreis berichten wir hier live im Newsblog.

Kommunalwahl/Stichwahl in NRW: Sticheleien in Köln

+++ In Köln hat die parteilose Amtsinhaberin Henriette Reker im ersten Wahlgang mit 45,1 Prozent die absolute Mehrheit verpasst. Nun duelliert sie sich mit SPD-Herausforderer Andreas Kossiski, der 26,8 Prozent erreichte. 

Die beiden Kontrahenten nutzten die Wahlkampf-Verlängerung für Sticheleien. Kossiski erklärte im Kölner Stadt-Anzeiger, er werde Reker "in den Ruhestand schicken". Diese retournierte: "Die Zeiten, in denen ältere Herren darüber bestimmen, wann Frauen zu Hause sitzen und wann nicht, sind vorbei." 

Reker wird von der CDU und den Grünen unterstützt, die im Stadtrat stärkste Kraft wurden. Kossiski hofft auf eine Wechselstimmung in der Stadt. Linken-OB-Kandidat Jörg Detjen, der beachtliche 7,2 Prozent erreichte, empfiehlt persönlich den SPD-Kandidaten. Der Kreisverband der Linken gab aber keine Wahlempfehlung ab. 

NRW hat vielerorts noch einmal die Wahl. Die Bürger werden für die Stichwahlen im Rahmen der Kommunalwahl 2020 erneut an die Wahlurne gebeten.

Kommunalwahl in Düsseldorf: Amtierender Oberbürgermeister muss in die Stichwahl

+++ In der Landeshauptstadt Düsseldorf wackelt der Chefposten der SPD im Rathaus nach nur einer Wahlperiode. Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) muss mit fast acht Prozentpunkten Rückstand in die Stichwahl gegen CDU-Herausforderer Stephan Keller. Geisel kam auf 26,3 Prozent, Keller auf 34,2 Prozent. Vor sechs Jahren hatte Geisel allerdings auch acht Punkte Rückstand aufgeholt und CDU-Amtsinhaber Dirk Elbers besiegt. Die Grünen, deren Kandidat Stefan Engstfeld im ersten Wahlgang auf dem dritten Platz landete, haben keine Wahlempfehlung für die Stichwahl abgegeben. Die FDP tat es zumindest indirekt: Nachdem Kandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann auf dem vierten Platz gelandet war, überließ sie ihre Großflächen-Aufsteller der CDU, wodurch Keller jetzt oftmals auf zwei XXL-Plakaten nebeneinander zu sehen ist.

Stichwahl auch in Wuppertal: Wer macht bei der Kommunalwahl 2020 das Rennen?

Der Wuppertaler SPD-Oberbürgermeister Andreas Mucke (37 Prozent) muss um seinen Stuhl bangen: Herausforderer Uwe Schneidewind (CDU/Grüne) holte am Wahlabend die meisten Stimmen (40,8 Prozent); beide gehen in die Stichwahl am 27. September.

Kommunalwahl in NRW 2020: Bielefelder Oberbürgermeister muss in die Stichwahl 

+++ Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) hat am 13. September die direkte Wiederwahl verpasst (39,63 Prozent). Am 27. September muss er deshalb in die Stichwahl - gegen seinen CDU-Konkurrenten Ralf Nettelstroth (29,32 Prozent).

Kommunalwahl in der Laschet-Heimat: Das sind die Voraussetzungen in Aachen

+++ Aachen - Heimat von CDU-Ministerpräsident Armin Laschet - könnte mit der Stichwahl komplett zur Grünen-Hochburg mutieren. Grünen-Kandidatin Sibylle Keupen lag im ersten Wahlgang mit 38,9 Prozent weit vor ihrem Stichwahl-Konkurrenten Harald Baal (CDU, 24,8 Prozent). Im Stadtrat wurden die Grünen bereits stärkste Kraft. Keupen ist zwar kein Mitglied, aber Kandidatin der Partei. Viel wird davon abhängen, für wen sich die Wähler entscheiden, die im ersten Durchgang für SPD-Bewerber Mathias Dopatka stimmten - immerhin 22,6 Prozent. Die Sozialdemokraten verhalten sich in dem OB-Duell nun neutral. Der bisherige OB Marcel Philipp (CDU) tritt nicht mehr an. 

Kommunalwahl in Bonn: Amtsinhaber geht mit "Vorsprung" ins Rennen

+++ Amtsinhaber Ashok-Alexander Sridharan (CDU) geht mit 34,5 Prozent als Favorit in die Stichwahl, bekommt es aber mit starker Konkurrenz zu tun. Grünen-Kandidatin Katja Dörner erreichte 27,6 Prozent und hat eine erstarkte Partei im Rücken. Zudem hat der Vorstand der Bonner SPD beschlossen, bei der Stichwahl nun die grüne Bundestagsabgeordnete zu unterstützen. Hinzu kommt, dass der Bonner OB-Sessel kein klassisches CDU-Hoheitsgebiet ist - vor Sridharan hatte jahrelang die SPD das Sagen. Sridharan wiederum hat einen Amts- und Promibonus. Er wurde 2015 erster CDU-OB einer deutschen Großstadt mit Migrationshintergrund. 

Kommunalwahl in Mönchengladbach: Duell der Generationen

+++ Mönchengladbach galt jahrelang als CDU-Hochburg, im ersten Wahlgang sicherte sich aber SPD-Bewerber Felix Heinrichs mit 37,5 Prozent den Spitzenplatz. In der Stichwahl tritt er nun gegen den CDU-Kandidaten an, den Landtagsabgeordneten Frank Boss. Es wird auch ein Duell der Generationen: Heinrichs ist 31 Jahre alt, Boss 59. Die Grünen, die im ersten Wahlgang zweistellige Ergebnisse einfuhren, haben keine Wahlempfehlung abgegeben. Amtsinhaber Hans Wilhelm Reiners (CDU) tritt bei der Wahl nicht mehr an. 

Kommunalwahl in NRW: Stichwahl-Duelle auch in diesen Städten

+++ In Oberhausen tritt Daniel Schranz (CDU) gegen Thorsten Berg (SPD) an. In Mülheim an der Ruhr entscheidet die Stichwahl zwischen Marc Buchholz (CDU) und Monika Griefahn (SPD). 

In Leverkusen kämpfen Uwe Richrath (SPD) und Frank Schönberger (CDU) um das Amt, in Krefeld Frank Meyer (SPD) und Kerstin Jensen (CDU). 

In Gelsenkirchen wird entweder Karin Welge (SPD) oder Malte Struckmann (CDU) das Duell um das OB-Amt für sich entscheiden. 

Kommunalwahl in NRW: Spannend wird es auch in vielen Landkreisen 

+++ In einigen Landkreisen gehen auch die Landratswahlen in eine zweite Runde. Unter anderem im Kreis Unna und im Märkischen Kreis.

+++ Bei der Kommunalwahl 2020 in NRW gibt es wegen des Coronavirus einiges zu beachten - das gilt auch bei der Stichwahl.

Kommunalwahl in NRW: Live-Ergebnisse aus den größten Städten 

Kommunalwahl in NRW: Ergebnisse OB-Stichwahl in Düsseldorf

Kommunalwahl in NRW: Ergebnisse OB-Stichwahl in Dortmund

Kommunalwahl in NRW: Ergebnisse OB-Stichwahl in Münster

Kommunalwahl in NRW: Ergebnisse OB-Stichwahl in Wuppertal

Kommunalwahl in NRW: Ergebnisse OB-Stichwahl in Bielefeld

Kommunalwahl in NRW: Ergebnisse OB-Stichwahl in Bonn

Kommunalwahl in NRW: Ergebnisse OB-Stichwahl in Köln

Hier geht es zu den Ergebnissen der OB-Stichwahl in Köln

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Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/Jonas Güttler/dpa

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