Fehler bei Abrechnung?

Stadt Mülheim lässt Spesenabrechnung ihres Oberbürgermeisters prüfen

Mülheim - Hat der Mülheimer Oberbürgermeister Fehler gemacht beim Abrechnen von Restaurantrechnungen? Der SPD-Politiker wehrt sich gegen die Gerüchte, die Stadt will auf Nummer sicher gehen und lässt die Belege prüfen.

Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten muss sich gegen Vorwürfe wehren, Spesenrechnungen zum Beispiel für Restaurantbesuche nicht korrekt über seine städtische Kreditkarte abgerechnet zu haben. Die Stadt will deshalb eingereichte Belege des SPD-Politikers prüfen lassen. 

"Es geht um spezielle Angaben auf den Abrechnungen der sogenannten Verfügungsmittel des OB. Es geht aber ausdrücklich nicht um einen Untreueverdacht oder persönliche Bereicherung", sagte Stadtsprecher Volker Wiebels am Mittwoch. 

Dennoch hat Stadtkämmerer Frank Mendack ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen mit dem Fall beauftragt, wie Stadtdirektor Frank Steinfort am Mittwoch mitteilte. "Wir warten jetzt die Ergebnisse der Untersuchung ab." Nach Angaben von Wiebels und Steinfort soll es um eine Summe "im hohen dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Bereich" gehen. 

Auslöser für den Schritt der Stadtverwaltung seien "Gerüchte in der Verwaltung und in der Bevölkerung" gewesen, teilte Steinfort mit. Scholten könne sich zu den Ergebnissen der Prüfungen äußern. "Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung", betonte Steinfort. 

Nach Angaben von Wiebels unterstützt Scholten die Prüfung und würde eventuelle Ungenauigkeiten zurückzahlen. Konkrete Ergebnisse sollen aber erst in einigen Wochen vorliegen. Scholten ist seit 2015 Oberbürgermeister in Mülheim. Derzeit ist er krankgeschrieben. Mehrere Zeitungen und der WDR hatten über den Fall berichtet. - dpa 

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare zu diesem Artikel