Essen will Unesco-Stadt des Designs werden

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Das Foto zeigt das "Sanaa-Gebäude" auf dem Gelände von Zeche Zollverein am 13.11.2014 in Essen (Nordrhein-Westfalen)(Luftaufnahme). Die Stadt Essen bewirbt sich als Stadt des Designs beim UNESCO-Programm.

ESSEN - Kulturhauptstadt war Essen gemeinsam mit weiteren Ruhrgebietsstädten schon, jetzt soll ein weiterer Titel dazukommen: Unesco-Stadt des Designs. Den Titel tragen bislang Berlin, Buenos Aires oder Montreal.

Die frühere europäische Kulturhauptstadt Essen bewirbt sich um einen neuen Titel: Die Ruhrgebietsmetropole möchte im Unesco-Programm "Creative Cities" zur Stadt des Designs gekürt werden.

Es gebe eine lange Tradition des Gestalterischen in Essen und viele Schwerpunkte für Design, begründet Kulturdezernent Andreas Bomheuer die Bewerbung der Ruhrgebietsstadt um den internationalen Titel. Die Entscheidung der Unesco fällt am 30. November in Paris.

Die Folkwangschule und ihr Vorläufer, die Anfang des 20. Jahrhunderts gegründete Kunst- und Gewerbeschule, gelten laut Bomheuer als Keimzelle der Entwicklung von Essen zur Design-Stadt.

Neben dem Deutschen Plakatmuseum, dem Red Dot Design Museum sowie dem Designzentrum Nordrhein-Westfalen präge die Hochschule das Bild von Essen als Standort für innovative Gestaltung.

2010 fand der Fachbereich Gestaltung einen neuen Campus auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein. Das dortige Sanaa-Gebäude, ein vom japanischen Architektenbüro Sanaa entworfener futuristisch anmutender Kubus, bietet Raum für Folkwang-Veranstaltungen und andere Ausstellungen und ist ein gestalterischer Hingucker.

Das gesamte Gelände der früheren Kohlenzeche ist seit 2001 Welterbe der Unesco: Umgenutzte Industriebauten treffen auf moderne Architekturentwürfe. Aktuell stelle die Stadt zudem ihre Schlüsselkompetenz mit den Essen Design Weeks unter Beweis, erläutert Bomheuer weiter.

Bis Ende November zeigen Kreative in 40 Veranstaltungen vom Werkstatt-Workshop bis zur Kunstmesse, was die Stadt in Sachen Design zu bieten hat.

"Unsere Darstellung als Designstadt besteht aus vielen Einzelteilen, die in der Öffentlichkeit noch bekannter werden müssen", fordert Bomheuer. So soll im Stadtteil Nordstadt ein Kreativzentrum mit Atelierhäusern entstehen, das Designer und Künstler mit ihren Ideen und Produkten anlockt.

Wenn die Bewerbung erfolgreich ist, könnten sie von dem internationalen Unesco-Netzwerk "Creative Cities" profitieren, in dem sich weltweit Designstädte austauschen und gegenseitig unterstützen. I

n dem Netz arbeiten unter anderen bisher bereits Berlin, Buenos Aires und Montreal zusammen. - dpa

Quelle: wa.de

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