Lange Suche der Einsatzkräfte

Schwarze Witwe aus Amerika sorgt für Aufregung in Werdohl - Feuerwehr fängt sie mit einem Trick ein

Werdohl - Eine Schwarze Witwe aus Amerika sorgte am Donnerstagnachmittag für Aufregung in Werdohl. Am Ende setzte die Feuerwehr Feuerlöscher ein, um sie gefahrlos suchen zu können.

Neben technischen Bauteilen entdeckten Mitarbeiter der Firma Vossloh in der Box nämlich noch einen blinden Passagier mit acht Beinen. Die etwa fünfmarkstückgroße Spinne ließ sich mit einem Stock noch umdrehen, verschwand aber blitzartig in einer Spalte zwischen Randsteinen.

Foto hilft bei Recherchen

Immerhin gelang es den Angestellten noch, ein Foto des Krabblers zu machen. Damit konnten wichtige Erkenntnisse für die Identifizierung geschaffen werden.

Diese waren für die Feuerwehr auch elementar wichtig und ließen den Verdacht aufkommen, es könnte sich um eine Schwarze Witwe handeln. Eine Spinnengattung, die zwar nicht direkt tödlich ist, aber von der doch ein erhebliches Gefahrenpotential ausgeht. Wärend die Einsatzkräfte den Fundort auf dem Hof des Betriebes absperrten, wurde im Hintergrund mit Hochdruck recherchiert.

Mit CO2-Feuerlöschern wurde das Tier schockgefrostet.

Nach geraumer Zeit meldete sich der Experte eines Zoos zurück, der anhand der Fotos und der Beschreibung von der gleichen Gattung ausging. Immerhin hat er die Spinne als "nicht sonderlich schnell" eingestuft - und so konnte sich die Feuerwehr vorsichtig auf die Suche begeben.

Es wurde bereits ein Gegengift gesucht

Da man aber die Gefahr durch die Schwarze Witwe nicht unterschätzen durfte, wurde herumtelefoniert, um für den Fall des Falles ein Gegenserum zur Hand zu haben. In Amsterdam wurde man fündig, allerdings erwies es sich zum Glück nicht als notwendig.

Die Spinne konnte nach intensiver Suche gefunden werden.

Um die Suche sicherer zu gestalten, griffen die Einsatzkräfte zu einem Trick: Nachdem sie mit der Ladung von vier CO2-Feuerlöschern "alles Leben" in dem betroffenen Kiesstreifen "schockgefrostet" hatten, wurden die Steine herausgekratzt. Zunächst ohne Erfolg. 

Als man schon befürchtete, die Spinne sei längst "über alle Berge", wurden alle Spalten und Lücken zwischen den Randsteinen nochmal intensiv durchleuchtet. Mit Erfolg: Die Giftspinne wurde leblos aufgefunden. Die Beschreibung bestätigte sich, allerdings war die Spinne nicht mehr vital. Vermutlich tot, aber da waren sich die Einsatzkräfte auch nicht hundertprozentig sicher.

Abtransport in Glasflasche

Abtransportiert wurde sie in einer leeren Apfelsaft-Flasche. Die Feuerwehr war sehr erleichtert über den Ausgang der Suche. Der Gedanke an eine vagabundierende Giftspinne sorgte doch zwischenzeitlich für Sorgenfalten auf der Stirn des Einsatzleiters. Nun aber können die Anwohner beruhigt sein. Zumindest bis zur nächsten Lieferung aus Übersee.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Markus Klümper

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