Spielzeugkontrollen: Keine Nickel-Beanstandungen mehr in NRW

DÜSSELDORF - Bei Spielzeugkontrollen in Nordrhein-Westfalen sind in diesem Jahr keine Produkte mehr mit erhöhtem Nickelgehalt gefunden worden. Das geht aus einem Bericht von Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) an den Fachausschuss des Landtags hervor.

Schadstoffe und Sicherheitsmängel bei Spielzeug standen am Mittwoch auf der Tagesordnung des Gremiums.

"Kein Spielzeug war hinsichtlich des Nickelgehalts auffällig", berichtete Remmel. 37 Metallspielzeuge seien getestet worden. Im vergangenen Jahr war dagegen in 23 von 59 Proben Nickel nachgewiesen worden - etwa in Metallautos, Baukästen, Dosen oder Spielen. Jedes zehnte Kind reagiere auf Hautkontakt mit Nickel allergisch, heißt es in der Vorlage. Das NRW-Verbraucherschutzministerium macht sich für ein generelles Verbot unerwünschter Stoffe in Kinderprodukten in der EU stark.

Insgesamt wurden in NRW von 2007 bis 2012 über 6000 Spielzeuge und Scherzartikel von kommunalen Überwachungsbehörden auf chemische Mängel untersucht. Etwa jeder zehnte Artikel sei beanstandet worden, berichtete Remmel. Neben der Chemie fielen dabei vor allem auch Kennzeichnungsmängel auf.

Außerdem überprüften die Bezirksregierungen allein im vergangenen Jahr 928 Artikel auf die Vorgaben der Spielzeugverordnung. Gut zwei Drittel erfüllten nicht die Anforderungen. Bemängelt wurden unter anderem Erstickungsgefahren durch Kleinteile, Strangulationsrisiken - etwa durch Kordeln und Ketten - oder gehörschädigender Lärm. Die Hersteller mussten nachbessern oder sogar Produkte zurücknehmen. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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