Spenden für Delphin-Therapien veruntreut - Vereinsgründer verurteilt

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Symbolbild

Bonn - Fast zehn Jahre nach dem Spendenskandal um den Verein "Dolphin Kids" hat das Bonner Landgericht die Gründer zu einem Schadenersatz von 190 000 Euro verurteilt.

Die frühere Vorsitzende und ihr Ehemann müssten diese Summe an den Insolvenzverwalter zahlen, teilte ein Gerichtssprecher am Mittwoch mit.

Die heute 70 und 63 Jahre alten Vereinsgründer aus Mechernich hatten seit 2001 mit großen Galas und prominenter Unterstützung Geld für kostspielige Delphin-Therapien gesammelt, die kranken und behinderten Kindern zugutekommen sollten. Die eingezahlten Spenden jedoch hatten sie in die eigene Tasche gesteckt, die Eltern blieben auf den Kosten der teuren Therapien für ihre Kinder sitzen. 

Laut Urteil hatten die Eheleute sich eine luxuriöse Villa in Köln und mehrere Limousinen geleistet, auch Städtereisen haben sie auf Kosten des Vereins unternommen. Ein in Köln eingeleitetes Strafverfahren wegen Untreue gegen sie war 2013 wegen Überlastung des Landgerichts gegen Zahlung von 4000 Euro sowie jeweils 150 Sozialstunden eingestellt worden. - lnw

Quelle: wa.de

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