Spargelsaison eröffnet: Farina ist die Königin

Die NRW-Spargelkönigin Farina I sitzt in Castrop-Rauxel im Spargelfeld neben einem Kühlturm, dessen Abwärme zum Heizen der Spargelfelder genutzt wird. Mit der Krönung der Spargelkönigin beginnt die Spargelsaison.

DORTMUND ▪ Von Dominic Rieder ▪ Laut NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg ist er „das beliebteste Frischgemüse in Nordrhein-Westfalen und zählt zudem zu den gesündesten Sorten“. Spargel steht ab sofort wieder bei Gemüsefreunden vom Niederrhein bis zum Weserbergland hoch im Kurs.

In den Wirtschaftsschulen für Hotellerie und Gastronomie (Wihoga) in Dortmund läutete die Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe gestern offiziell die Spargelsaison ein. Die Beliebtheit des Stangengemüses liegt in seiner kulinarischen Vielseitigkeit begründet. „Beim Spargel sind der Zubereitung keine Grenzen gesetzt“, meinte Uhlenberg. Dies bewiesen gestern die Auszubildenden der Wihoga. Zur Mittagszeit servierten sie beispielsweise frittierten Spargel mit Sauce tartare oder Spargel mit Erdbeeren und Schinken.

Wie es sich bei der Eröffnung der Spargelsaison gehört, wurde gestern die neue Spargelkönigin von Minister Uhlenberg gekrönt: Farina Frantzen tritt die Nachfolge von Ricarda Bade an. Als neue Regentin ist Farina I. natürlich vom Fach. Die 20-Jährige aus Rödinghausen hat die Fachhochschulreife in Ernährung und Hauswirtschaft abgeschlossen. An der Fachhochschule in Münster studiert sie Ökotrophologie. Sie wird die nordrhein-westfälischen Spargelanbauer bei Spargelfesten, überregionalen Veranstaltungen und TV-Auftritten repräsentieren. Ihren Aufgaben sieht Farina I. schon voller Vorfreude entgegen: „Es macht mir einfach Spaß in der Sommersaison mit den Genießern des Landes mein Faible für das Königliche Gemüse zu teilen.“

NRW zähle zu den sehr bedeutenden Spargelanbaugebieten in Deutschland, sorge für 20 Prozent der bundesweiten Produktion, betonte Uhlenberg. So werden im ganzen Bundesland pro Jahr im Schnitt 16 500 Tonnen Spargel geerntet. 70 Prozent dieser Menge werden auf Wochenmärkten und mit Verkaufsständen direkt vermarktet. 20 Prozent laufen über Großhandel und Discounter, 10 Prozent über Gaststätten.

458 Anbauer pflanzen in NRW auf rund 4000 Hektar das Stangengemüse an. Spitzenreiter unter den Anbaugebieten sei der Kreis Warendorf mit 746 Hektar, informierte Ralf Große-Dankbar, Spargelberater der Landwirtschaftskammer NRW. Auf den weiteren Rängen folgen die Kreise Minden-Lübbecke (561), Viersen (350) und Kleve (295). Die einzigen Regionen, in denen das Liliengewächs nicht angebaut wird, sind Höhengebiete wie das Sauerland und das Siegerland.

Einer immer wichtigeren Bedeutung kommt der „Spargelstraße NRW“ zuteil. Dieses Projekt hatte die Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe mit Unterstützung des nordrhein-westfälischen Landschaftsministeriums vor fünf Jahren gestartet. Zu Beginn waren 45 Mitgliedsbetriebe dabei – mittlerweile sind es 149. Diese würden die Spargelstraße als „gemeinsame Werbeplattform“ nutzen, sagte Heinrich Glitz, Kreislandwirt im Ruhr-Lippe-Kreis. „Und zudem werben die Mitglieder auch für touristische und kulturelle Höhepunkte in ihrer Region.“

Spargelsaison eröffnet: Farina ist die Königin

Quelle: wa.de

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