Solarenergie: Nur drei Prozent des Potenzials genutzt

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen waren 2012 mehr als 184 000 Solaranlagen installiert. Das sind über 14 Prozent aller Photovoltaik-Anlagen bundesweit.

Aktuell werden nur drei Prozent des Potenzials in NRW genutzt. "Es bestehen also noch erhebliche Ausbaupotenziale", bilanziert eine Studie des Landesumweltamts.

Das gilt nicht nur für Strom, sondern auch für die Aufbereitung von warmem Wasser aus Sonnenenergie. Mit Photovoltaik könnten über 50 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in NRW aus erneuerbarem Strom produziert werden. Zusätzlich könnten 30 Prozent des Warmwasserbedarfs in Privathaushalten mit Solarthermie-Anlagen auf den Dächern gedeckt werden.

Die höchsten absoluten Strom- und Solarthermie-Erträge ließen sich auf den Dächern von Köln erzielen. Das höchste Energiepotenzial pro Einwohner wird hingegen vor allem in den ländlichen Kreisen des Niederrheins, des Münsterlandes und Ostwestfalens erreicht. Der höchste Stromertrag pro Einwohner wäre bei voller Nutzung aller geeigneten Dächer im Kreis Kleve zu erzielen. Am schlechtesten fällt die Solar-Bilanz pro Kopf für Essen aus. Duster sieht es auch im schattigen Sauerland aus.

Ganz autark wird man mit der eigenen Anlage auf dem Dach aber noch nicht. Die Bürger bleiben an ihr kommunales Energie-Netz angeschlossen.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) sieht die erneuerbaren Energien als Job-Motor. Seinen Angaben zufolge sorgen sie bundesweit bereits für 380 000 Arbeitsplätze - einigen Prognosen zufolge könnten es bis 2020 schon 500 000 sein. In NRW sind 28 500 Beschäftigte in der regenerativen Energiewirtschaft tätig. Der Umsatz der Branche konnte hier von 2010 auf 2011 um 5 Prozent auf rund 8,7 Milliarden Euro gesteigert werden.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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