In Soest ein Zeichen gegen Rechts

OSOEST/WESTFALEN ▪ Mehrere tausend Demonstranten wollen an diesem Samstag in Soest ein Zeichen gegen Rechts setzen. Anlass ist eine Aktion von rund 100 Neonazis: Sie wollen nach Einschätzung der Behörden mit einem Aufmarsch politisches Kapital aus dem noch immer nicht völlig aufgeklärten gewaltsamen Tod eines 20-jährigen Schülers schlagen.

Die von Soester Ratsbüro, Schuen, Parteien und Kulturgruppen initiierte Gegenveranstaltung beginnt um 12 Uhr vor der Stadthalle. Damit sollen mehrere tausend Soester Bürger, verstärkt durch Demonstranten aus ganz Westfalen, ein Zeichen „für ein friedliches Miteinander“ setzen. Hintergrund: Vor zwei Wochen war ein 20-jähriger Soester Schüler auf einer Vorabi-Fete niedergestochen worden und gestorben. Dringend verdächtigt wird ein 17-jähriger türkischstämmiger Schüler aus Soest, der noch in der Tatnacht festgenommen wurde. Seine Herkunft dürfte den Neonazis als ideologische Munition für ihren Aufmarsch dienen. ▪ hs

Quelle: wa.de

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